Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 20-14531-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Bestehende Forschungsarbeiten zu seltenen Arten und Lebensräumen in Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 68 Fachbereich Umwelt
- Beteiligt:
- DEZERNAT VIII -Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat; 01 Fachbereich Zentrale Steuerung
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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zur Kenntnis
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04.11.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zu der Anfrage der Fraktion BIBS im Rat der Stadt (Drs. 20-14531) wird wie folgt Stellung genommen:
Vorbemerkung
Die Ökologische NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) ist keine Forschungseinrichtung, sondern stellt auf Grundlage einer Förderung durch das Land Niedersachsen eine Ergänzung zu den Tätigkeiten der Unteren Naturschutzbehörden bei der Betreuung von Natura 2000-Gebieten dar. Monitoring und Erfassungen seltener Arten werden als eine von mehreren Schwerpunkten der Station durchgeführt. Das vorrangige Erfassungsziel ist insoweit jedoch nicht die allgemeine Erforschung der Arten und Lebensräume. Vielmehr dienen die Erfassungen vornehmlich der Planung und Evaluation von (potenziellen) Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen bezüglich NATURA 2000-Gebieten.
Der Tätigkeitsrahmen wurde im Vortrag von Frau Neßmann (ÖNSA) in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 04.12.2018 vorgestellt und ist in der Kooperationsvereinbarung niedergelegt, welche im Jahr 2018 beschlossen wurde (vgl. Drs. 18-06450).
Dies vorausgeschickt wird die Frage wie folgt beantwortet:
Von der ÖNSA wurden seit der Einrichtung im Jahr 2018 bereits folgende Erfassungen im Stadtgebiet von Braunschweig durchgeführt:
- Erfassung des Laubfrosches sowie Zustand und potentielle Beeinträchtigungen der
Rufgewässer in der Braunschweiger Okeraue im Jahr 2018.
- Seit 2019 Dokumentation von Neophyten als Zufallsfunde sowie gezielt auf ausgewählten
(Maßnahmen-)Flächen mit FFH-Lebensraumtypen in der Braunschweiger Okeraue.
Bei der o. g. Laubfroscherfassung in der Braunschweiger Okeraue konnten rund 80 Rufer an fünf Standorten festgestellt werden. Dies kann zwar noch nicht als stabile Population bezeichnet werden, die Populationsgröße ist aber dennoch auf dieser Grundlage als gut einzustufen. In den Jahren zuvor konnten nur zwei Standorte mit weniger Rufern ermittelt werden. Somit kann davon ausgegangen werden, dass sich die Population in Ausbreitung befindet.
