Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 20-14647

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Anlass:

 

Der Nahverkehrsplan (NVP) 2020 für den Großraum Braunschweig enthält einen Prüfauftrag zur Neuordnung der Relation Groß Schwülper – Braunschweig (P 15.2 auf Seite 194 NVP). Darüber hinaus hat der Stadtbezirksrat Wenden-Thune-Harxbüttel mehrfach um eine Verbesserung des ÖPNV im Stadtbezirk gebeten (siehe Drucksachen 20-14288, 20-12963, 19-09804, 18-07625, 18-07210, 16-02246, 9097/13).

 

Die Verwaltung hat in den vergangenen Jahren zusammen mit der BSVG, dem Regionalverband und der Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) umfangreiche Planungen zur Neuordnung des ÖPNV zwischen Braunschweig und der Gemeinde Schwülper durchgeführt. Ziel von Verwaltung und BSVG war es dabei auch, eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung im Stadtbezirk Wenden-Thune-Harxbüttel zu erreichen.

 

Voraussichtlich in 2021 soll nachfolgendes ÖPNV-Konzept umgesetzt werden.

 

Ziele der Planung:

Aufgrund der komplexen Gesamtzusammenhänge wurden über einen längeren Zeitraum verschiedene Planungsvarianten erarbeitet. Dabei wurden Vor- und Nachteile herausgearbeitet, um ein möglichst attraktives Liniennetz im Verhältnis zu Fahrzeugeinsatz und Kosten zu erhalten. Hauptziel der Neuordnung ist es, zusätzliche Fahrgäste für den ÖPNV zu gewinnen. Dieses soll u. a. über folgende Maßnahmen erreicht werden:

-          Bessere Abstimmung des Linienangebotes auf die Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger.

-          Fahrtenangebote zwischen der Gemeinde Schwülper und der Stadt Braunschweig besser ordnen.

-          Angebotsausweitung durch zusätzliche Fahrtenangebote (u. a. in Tagesrandlagen und am Wochenende).

-          Taktverdichtungen bzw. Steigerung der Fahrtmöglichkeiten insgesamt.

-          Verkürzung der Fahrzeiten aus den Ortsteilen nördlich von Groß Schwülper nach Braunschweig

 

Neues ÖPNV-Angebot auf den Linien der BSVG:

 

Linie 424 (Essenrode – Bevenrode – Waggum – Rühme – neu: Gewerbegebiet Hansestraße/Waller See):

 

Von Bevenrode aus kommend wird die Linie 424 montags bis freitags in die Gewerbegebiete Hansestr. / Christian-Pommer-Str. / Waller See verlängert und übernimmt dort die bisherige Bedienung der Linie 484. Im nördlichen Bereich der Christian-Pommer-Str. wird ein neuer Endpunkt eingerichtet und die Erschließung dieses Bereichs damit deutlich verbessert.

 

Linie 434 (Gr. Schwülper – Thune – Harxbüttel – Rühme):

 

Die Bedienung der Ortsteile Harxbüttel und Lagesbüttel erfolgt durch die Linie 434 (bisher Linie 111). Die Linie 434 verkehrt zwischen Schwülper und Wenden. Auch Thune wird im Linienverlauf über eine Stichfahrt immer bedient. Montags bis samstags wird die Linie während der Geschäftszeiten vom Heideblick über die Hauptstraße in Wenden bis zur Lincolnsiedlung verlängert (montags bis freitags von ca. 9:00 bis 18:30 Uhr, samstags von 10:00 bis 18:30 Uhr).

 

Linie 480 (Gr. Schwülper – Watenbüttel – BS Rathaus):

 

Die RegioBusverbindung bleibt auf ihrem Linienweg erhalten und erhält Taktverdichtungen. Sie verkehrt montags bis freitags von 5:00 Uhr bis 20:00 Uhr durchgehend im 60-Minutentakt. Am Wochenende wird die Linie alle 120 Minuten verkehren. Bisher fuhr sie am Wochenende nicht.

 

Linie 484

Die Linie 484 wird im neuen Konzept aufgelöst und durch die Verlängerung der Linie 424, den neuen Linienweg der Linie 111 über Walle und die Hansestraße sowie durch die Angebotsausweitung der Linie 480 ersetzt.

 

Neues ÖPNV-Angebot auf den Linien der VLG:

 

Linie 111 (Gifhorn – Leiferde – Gr. Schwülper – neu: BS Stadion):

 

Der Linienweg wird angepasst und verläuft zukünftig von Groß Schwülper aus über Walle, die Hansestraße, Gifhorner Straße auf direkten Wege bis zur neuen Endhaltestelle Stadion. Das Angebot der Linie 484 wird dadurch teilweise ersetzt. Die Linie 111 erhält zusätzliche Fahrten am späten Abend montags bis freitags aus Braunschweig in Richtung Gifhorn. Am Wochenende werden Nachtfahrten ergänzt. An Sonn- und Feiertagen wird das Angebot auf einen 120-Minutentakt (bisher Einzelfahrten) verdichtet.

 

Linie 112 (Adenbüttel – Rethen – Vordorf – Eickhorst – Thune – Wenden):

 

Der Linienverlauf bleibt erhalten. Der bestehende Stundentakt wird abends und an Samstagen ausgeweitet. An Sonn- und Feiertagen wird die Linie alle 120 Minuten verkehren. Bisher fuhr sie am Wochenende nicht.

 

Linie 191 (Gifhorn – Meine – Abbesbüttel – Bechtsbüttel – Wenden):

 

Das Bedienungsangebot der Linie 191 zwischen Wenden und Meine wird an Sonn- und Feiertagen auf einen 120-Minutentakt zwischen ca. 08:30 und 20:30 Uhr ausgeweitet. Hier bestehen derzeitig nur 2 Fahrten pro Richtung.

 

Vorteile auf Braunschweiger Stadtgebiet:

 

Durch den neuen Stundentakt mit der Linie 434 auf der Hauptstraße in Wenden kann einem Wunsch des Stadtbezirksrats zur besseren Anbindung der Geschäfte und Arztpraxen entsprochen werden. Diese Maßnahme ist somit auch ein Beitrag zur Stärkung des Stadtteilzentrums. Ein weiterer Vorteil für den Stadtteil Wenden ist die Taktverdichtung der Linie 191 an Sonn- und Feiertagen.

 

Thune erhält montags bis samstags tagsüber einen 30-Minutentakt durch Überlagerung der Linien 112 und 434 (jeweils im 60-Minutentakt) und ist damit gemessen an seiner Einwohnergröße im Vergleich zu anderen Braunschweiger Stadtteilen zukünftig gleichwertig angebunden. In Thune besteht abends ab ca. 21 Uhr sowie sonn- und feiertags ganztägig mindestens ein 60-Minuntentakt mit der Linie 434.

 

Harxbüttel wird zukünftig ausschließlich durch die Linie 434 im 60-Minutentakt an allen Wochentagen bedient.

 

Mit dem neuen Linienweg der Linie 111 über die Hansestraße gibt es eine verlässliche schnelle Verbindung aus dem Gewerbegebiet zur Stadtbahn mit Übergang in Rühme und am Stadion. Die Linie 424 übernimmt die Feinerschließung in den Gewerbegebieten. Die Bedienungszeiten der Linie 424 orientieren sich an den Schichtwechseln und den weiteren Dienstanfängen und –enden der ansässigen Betriebe. An den Wochenenden wird die Linie 111 die Anbindung gewährleisten.

 

Zusätzliche Bushaltestellen:

 

Im Gewerbegebiet Hansestraße sind zur Umsetzung des neuen Bedienungskonzeptes acht zusätzliche Bussteige einzurichten. An vier Bussteigen werden dafür vorhandene Grünstreifen befestigt. Die planerischen Vorbereitungen sind bereits erfolgt und eine Umsetzung für den Betriebsbeginn in 2021 möglich.

 

Zunächst werden die neuen Bussteige in einfacher Form eingerichtet. Die Wartefläche wird befestigt und Haltestellenschilder und Abfallbehälter werden aufgestellt. Wenn sich die Buslinie etabliert hat und aussagekräftige Fahrgastzahlen vorliegen, werden die Haltestellen entsprechend ihrer Bedeutung in das Konzept für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen einsortiert.

 

Die Standorte der zusätzlichen Bussteige sind der beigefügten Karte zu entnehmen.

 

Finanzierung:

 

Die Gesamtkosten für das Projekt werden von den beteiligten Akteuren getragen: Dem Regionalverband, der BSVG, der VLG und dem Landkreis Gifhorn. Der Anteil der BSVG ist im Wirtschaftsplan für die Jahre 2021 ff. hinterlegt.

 

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