Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 20-14687

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 Demenzerkrankungen sind in den vergangenen Jahren immer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Ob es sich in diesem Zusammenhang auch um einen faktischen Anstieg der Fälle handelt, oder es aufgrund der größeren Öffentlichkeit nur um eine gefühlte Zunahme handelt, sollte ergründet werden.

Denn die steigende Lebenserwartung ist erfreulich, aber die Lebenssituation für hochbetagte Menschen ist schwierig. In der Zeit des Corona-Lockdowns waren soziale Kontakte kaum möglich und sind weiterhin erschwert. Tagespflegeeinrichtungen sind zum Teil nach wie vor geschlossen und der Zugang zu Wohnheimen beschränkt. Ein Anstieg der Zahl der Demenzerkrankten ist zu befürchten, da die geistige Anregung, die das Fortschreiten der Demenz aufhalten kann, nicht gegeben werden kann und auch die herzliche, körperliche Berührung nicht möglich ist.

Wenn die geistige Fähigkeit zur Alltagsbewältigung nicht mehr zur Verfügung steht, wirkt sich dies auch auf die Verrichtungen zum Erhalt der persönlichen Existenz (Essen, Trinken, Körperpflege, Medikamenteneinnahme etc.) negativ aus. Körperliche Erkrankungen und auch Stürze mit schweren Verletzungen können die Folge sein.

Auch unabhängig von der Corona-Krise lassen der demographische Wandel der Bevölkerung und auch die Entwicklung des Altersdurchschnitts in Braunschweig eine Zunahme der Zahl der Hilfsbedürftigen mit Hirnleistungsminderung erwarten. Ein besonderes Augenmerk auf die Betroffenen ist daher weiterhin sehr wichtig.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1.  Kann die Verwaltung aufgrund eigener Erhebungen eine steigende Zahl Demenzerkrankter in Braunschweig bestätigen, wie hat sich diese in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

2. Hat die Verwaltung eine Übersicht zu Zahl und Auslastung sämtlicher Einrichtungen, in denen Demenzerkrankte in Braunschweig betreut werden können?

3. Falls die derzeitigen Kapazitäten nicht ausreichen, welche neuen Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Demenzerkrankte sind in Braunschweig beabsichtigt?

 

 

 

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