Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 20-14641
Grunddaten
- Betreff:
-
Projekt "Welcome Center der Region" - weitere Förderung durch die Stadt Braunschweig für die Folgejahre 2021 bis 2023
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 0800 Stabsstelle Wirtschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Wirtschaftsausschuss
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Entscheidung
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27.11.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Seit der Gründung des Welcome Centers für die Region im Jahr 2016 fördert die Stadt
Braunschweig aktuell bis Ende 2020 mit insgesamt 100.000 € die Beratung und
Unterstützung ausländischer Fachkräfte sowie Braunschweiger Unternehmen bei deren
Einstellung. Hiervon flossen in die erste Förderphase von 2016 bis 2017 insgesamt 30.000 €,
in der daran anschließenden bis Ende 2020 noch laufenden zweiten Förderphase 60.000 €
in die anteilige Finanzierung des Beratungsangebotes sowie 10.000 € im Jahr 2017 in das
zusätzliche Pilotprojekt „Unterstützung von Unternehmen aus Braunschweig mit Bedarf an
(ausländischen) Fachkräften“ (Beschlussvorlagen 15-01274, 16-03442 und 17-05103).
Durch die Unterstützung der Stadt Braunschweig und weiterer Förderer ist es bislang
möglich, die Beratung für die Fachkräfte niedrigschwellig und kostenfrei anzubieten. Jährlich werden nach Angaben des Projektträgers an den beiden Standorten Braunschweig und Wolfsburg rund 400 Menschen bei den formalen Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme, der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, der Suche nach einem Arbeitsplatz und der sozialen Eingliederung durch das Welcome Center begleitet. Unternehmen werden für die Einstellung ausländischer Fachkräfte sensibilisiert und bei den formalen Anforderungen unterstützt. Unternehmen, die bereits ausländische Fachkräfte eingestellt haben, nutzen die Möglichkeit von interkulturellen Workshops und Seminaren, den Einsatz von Willkommensmappen und individuellen Willkommenskonzepten.
Seit der Eröffnung im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Welcome Centers rund 1.500 Menschen beraten, rund 285 Unternehmen informiert, 95 Unternehmen individuell beraten und es haben rund 100 Fachkräfte – insbesondere aus der Pflegebranche – an interkulturellen Trainings teilgenommen. Die Fachkräfte kamen aus 52 unterschiedlichen Ländern und waren ungefähr jeweils zur Hälfte Frauen und Männer. Der ganzheitliche Ansatz und die gute Zusammenarbeit mit behördlichen Stellen, Sprachschulen, VHS und damit das Setzen auf Synergien zeichnen das Welcome Center aus und bilden das Alleinstellungsmerkmal.
Um die Arbeit des Welcome Centers weiterführen zu können, bittet das Welcome Center
bzw. der Projektträger Allianz für die Region GmbH nun um eine Verlängerung der
Unterstützung durch die Stadt Braunschweig für die Folgejahre 2021 bis 2023. Das Welcome Center hat derzeit für beide Standorte zwei Vollzeit-Personalstellen und berät mit drei Mitarbeiterinnen in den Sprachen Englisch, Arabisch, Französisch und Deutsch. Dies bedeutet Personalkosten von rund 131.000 € p.a. sowie Sachkosten von rund 47.000 € p.a.
Die Finanzierung erfolgte zuletzt jährlich über Eigenmittel der Allianz für die Region mit
133.000 €, die Stadt Braunschweig mit 20.000 €, die Stadt Wolfsburg mit 20.000 € sowie mit
5.500 € durch die unterstützenden Institutionen IHK Braunschweig und WOB-Lüneburg, Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg Stade.
Für den Zeitraum 01.01.2021 bis 30.06.2022 ist ein erneuter Antrag beim Fachkräftebündnis
SüdOstNiedersachsen in Vorbereitung, um insbesondere die durch das neue
Fachkräfteeinwanderungsgesetz entstehenden Bedarfe aufzunehmen und eine koordinierte
Beratung aller involvierten Stellen (Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung, Agenturen für
Arbeit, Ausländerbehörde etc.) zu erreichen. Die Förderung beträgt 50% einer Vollzeitstelle.
Durch die Unterstützung der Städte Braunschweig (20.000 € p.a.) und Wolfsburg (20.000 € p.a.) sowie der genannten Institutionen soll auch weiterhin das komplette Dienstleistungsangebot aufrechterhalten werden können. Die Stadt Wolfsburg hat ihre Bereitschaft zur weiteren finanziellen Unterstützung des Projektes bereits signalisiert.
Die Finanzierung des Projektes in Höhe von bis zu 60.000 € (20.000 € p.a.) soll aus dem Ansatz „Kofinanzierung von Projekten der Wirtschaftsförderung und der Fachkräfteentwicklung“ der Stabsstelle Wirtschaftsdezernat geleistet werden.
