Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 19-10798-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Beschluss des Stadtbezirksrates 114 vom 20.05.2019:

 

"Der Bezirksrat Volkmarode-Dibbesdorf-Schapen fordert den Rat und die Verwaltung der Stadt Braunschweig auf, darauf hinzuwirken, dass die Verschlechterung der Nahversorgung im Stadtbezirk 114 nicht nur gestoppt, sondern diese wieder spürbar verbessert wird."

 

Mitteilung der Verwaltung:

 

Die Stadt Braunschweig hat mit ihrem Zentrenkonzept Einzelhandel in der Vergangenheit erfolgreich dazu beigetragen, dass eine fußläufig erreichbare Nahversorgung für die Bevölkerung sehr weitgehend gesichert werden konnte. Derzeit werden zur Aktualisierung des Zentrenkonzeptes alle dem Einzelhandel bzw. der Nahversorgung dienenden Betriebe im Stadtgebiet erfasst. Mit der Aktualisierung des Zentrenkonzeptes werden im kommenden Jahr für alle Nahversorgungsstandorte Handlungsempfehlungen entwickelt und Maßgaben für die weitere Entwicklung festgelegt.

 

Lokale Nahversorgungsangebote haben eine hohe Bedeutung für die Lebensqualität der Stadtteilbevölkerung. Allerdings werden solche Angebote nahezu durchgängig durch private Unternehmen nach deren Kriterien bereitgestellt.

 

Der Rückgang der kleinteiligen Versorgung mit Läden und Dienstleistungen liegt im bundes­weiten Trend vor folgendem Hintergrund: Die Nachfrage verlagert sich zugunsten von größe­ren Läden mit vielfältigerem Angebot sowie Online-Angeboten. Auf der Unternehmensseite sind weniger Personen bereit, die unternehmerischen Risiken eines lokalen Betriebs einzu­gehen und große Unternehmen konzentrieren sich zunehmend auf größere, betriebswirt­schaftlich günstigere Standorte in zentralen Lagen.

 

Die Verwaltung kann nur sehr begrenzt Einfluss auf die Bereitstellung von Angeboten neh­men: Zum einen privilegiert die Stadt mit dem Zentrenkonzept Einzelhandel geeignete Nah­versorgungsstandorte für eine möglichst flächendeckende fußläufig erreichbare Nahversor­gung gegenüber Ansiedlungsvorhaben an weniger zentralen Standorten. Zum anderen kann die Stadt bei Bedarf Bau- und Planungsrecht für Nahversorgungsbetriebe an geeigneten Stand­orten und in geeigneter Größe schaffen.

 

Es ist zu berücksichtigen, dass der an der Bezirks­grenze gelegene Verbrauchermarkt REAL, Berliner Straße, nach wie vor einen großen Anteil der Kaufkraft aus dem ganzen Stadtbezirk abzieht, was ein besseres Versorgungsan­gebot in den einzelnen Stadtteilen deutlich erschwert. Wie bereits in der Vergangenheit am Ziegelkamp in Volkmarode unterstützt die Verwaltung aktuell die Vergrößerung des Lebensmittelmarktes in Dibbesdorf mittels des aktuellen Bebauungsplanverfahrens und wird geeignete Vorhaben auch zukünftig im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen.

 

 

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