Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 19-12109-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Ausbau und Planung neuer Fahrradstraßen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beteiligt:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0600 Baureferat
- Verantwortlich:
- Benscheidt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet
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zur Kenntnis
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18.11.2020
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der FDP-Fraktion vom 28.10.2019 wird wie folgt Stellung genommen:
Nach der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) kommen Fahrradstraßen dann in Betracht, wenn der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist. Ob dies für die genannten Straßen passt, sollten ursprünglich Zählungen im Frühjahr 2020 zeigen. Aufgrund der durch die Corona-Pandemie veränderten Verkehrslage haben diese Zählungen erst im September 2020 stattgefunden.
Zu 1.: Der Straßenzug Moltkestraße-Wiesenstraße-Roonstraße-Grunewaldstraße wird auch von der Verwaltung als interessante Radverkehrsverbindung zur Anbindung der östlichen Stadtteile an die Innenstadt angesehen. Diese Strecke ist Teil der vorhandenen Tempo-30-Zonen.
Zusätzlich zu den Zählungen wurde das Verkehrsgeschehen in der Roonstraße beobachtet. Das Verhalten der Radfahrer und der Autofahrer in der Roonstraße mit auf beiden Straßenseiten angeordneten Senkrechtparkplätzen soll Auskunft darüber geben, ob diese Situation für die Einrichtung einer Fahrradstraße geeignet ist oder ob es hier Sicherheitsbedenken gibt.
Die Zählung am 10.09.2020 ergab ein rund doppelt so großes Radverkehrsaufkommen im Vergleich zu den Kfz-Zahlen. Beobachtungen bezüglich des Senkrechtparkens und dem fließenden Verkehr ergaben einige gegenseitige Behinderungen, aber keine Gefährdungen.
Der Straßenzug Moltkestraße-Wiesenstraße-Roonstraße-Grunewaldstraße kann als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Die Verwaltung bereitet dafür eine entsprechende Beschlussvorlage vor.
Zu 2.: Die Verkehrsmengen in der Helmstedter Straße zwischen Kastanienallee und Marienstift haben sich nach dem Umbau deutlich verringert. Auch hier wurde im September 2020 gezählt. Im Abschnitt zwischen Kastanienallee und Altewiekring überwiegt derzeit noch der Kfz-Verkehr, im Abschnitt zwischen Altewiekring und Marienstift ist der Radverkehrsanteil bereits heute mindestens doppelt so hoch wie der Kfz-Anteil.
Die Einrichtung einer Fahrradstraße in dem genannten Abschnitt der Helmstedter Straße wird als sinnvoll angesehen. Mittelfristig wird eine Anbindung an die Hochstraße angestrebt.
Die Querung im Kreuzungsbereich Hochstraße/Kastanienallee/Helmstedter Straße ist aufgrund der vorhandenen baulichen Situation, der Markierung und Beschilderung bisher nicht möglich.
Wie der Radverkehr in diesem Bereich perspektivisch weitergeführt werden kann und sollte, wird sich aus Netzplanungen ergeben, die im Rahmen des Mobilitätsentwicklungsplans erstellt werden. In jedem Fall besteht die Möglichkeit, über die Helmstedter Straße weiter Richtung Innenstadt zu fahren.
Auch ohne eine direkte Anbindung an das Gebiet nördlich der Helmstedter Straße/ Kastanienallee kann die Einrichtung einer Fahrradstraße als erster Schritt erfolgen.
Auch hierzu wird eine Beschlussvorlage vorbereitet.
Zu 3.: Weitere Fahrradstraßen sind derzeit im Bezirk 120 nicht geplant.
