Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 20-14838

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Am 6. März 2019 wurde im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema Hochwasserschutz in der Feldstraße und der Kälberwiese erwähnt, dass „von der Stadt Braunschweig vorgegeben wurde, dass ein Nachweis zu führen ist, dass es bei dem o. g. Hochwasserereignis [ungünstigstes Regenereignis gemäß DWD-Statistik, das einmal in hundert Jahren zu erwarten ist] zu keiner Verschlechterung des IST-Zustands kommen darf.“  (Quelle: Ergebnisprotokoll zur öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema "Hochwasserschutz für Feldstraße und Kälberwiese" am 6. März 2019 in der AWO, Frankfurter Straße 18, 38122 Braunschweig)

Es wurde außerdem dargestellt, dass es aufgrund der seit 2002 ergriffenen Maßnahmen bereits zu einer maßgeblichen Entschärfung der Hochwassersituation gekommen und eine Überschwemmung wie im Jahre 2002 nicht mehr zu erwarten sei.

Diese optimistische Sicht wird durch ein Schreiben (E-Mail) vom Siedlerverein Altpetritor e.V. vom 3.11.2020, welches der Verwaltung vorliegen sollte, zumindest teilweise infrage gestellt. Denn am 13. Juni dieses Jahres war es, infolge eines vergleichsweise kleinen Regen­ereignisses von knapp 25 mm unter anderem in den Straßen Sommerlust und Kälberwiese zu Überflutungen gekommen. Zum Vergleich sei angeführt, dass es bei den letzten Hochwassern mit 132 mm (16.-18.07.2002) und 63 mm (25./26.05.2013) deutlich stärkere Niederschläge gegeben hatte (Quelle: Daten für Braunschweig von www.Wetterkontor.de).

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Welche Maßnahmen, Erfahrungen beziehungsweise Berechnungen können als Nachweis gelten, dass es nach Fertigstellung der derzeit geplanten Baugebiete (verbunden mit umfangreichen Versiegelungen) nicht zu einer Verschlechterung des IST-Zustands kommen kann?

2. Wie ist die Einschätzung der Stadt, dass es bereits zu einer maßgeblichen Entschärfung der Hochwassersituation gekommen sei, in Einklang zu bringen mit der Überflutung einiger Straßen am 13. Juni dieses Jahres?

3. Teilt die Stadt Braunschweig die Auffassung des Siedlervereins, dass die Planung und Schaffung eines weiteren Rückhaltebeckens im Westen mit Berücksichtigung des Raffteichbereiches  und eine Renaturierung der Schölke im Bereich des Bühler/MIAG-Geländes die Gesamtsituation verbessern würden und falls nein, warum nicht?

 

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