Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 20-14727

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

1. Anlass

Der Rat hat die Verwaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2018 beauftragt, die Bushaltestelle Altstadtmarkt barrierefrei umzubauen und einen Wetterschutz vorzusehen. Die Verwaltung hat gemäß diesem Auftrag eine Vorlage DS 19-10218 erarbeitet und den Gremien vorgelegt. Der Planungs- und Umweltausschuss hat dann im Mai 2019 dieser Vorlage und damit der weiteren Planung und dem Bau einer barrierefreien Bushaltestelle Altstadtmarkt grundsätzlich zugestimmt. Eine genaue Festlegung der Art und der Lage von Wetterschutzeinrichtungen war in dieser Vorlage noch nicht enthalten.

 

Nach dem o.g. Grundsatzbeschluss (DS 19-10218) zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle am Altstadtmarkt erfolgte im Nachgang durch die Bauverwaltung ein Wettbewerb/eine Mehrfachbeauftragung einer Entwurfsstudie zur Ausgestaltung dieser Bushaltestelle mit einer Schwerpunktsetzung auf die Gestaltung von Wetterschutz-einrichtungen auf der Platzseite stadteinwärts und auf der nördlichen Platzseite stadtauswärts.

 

Der Umbau der Haltestelle und insbesondere die Gestaltung von Wetterschutzeinrichtungen am Altstadtmarkt sind keine alltäglichen Routinevorgänge, sondern verlangen eine intensive gestalterische Auseinandersetzung. Aus diesem Grund wurde auch der Gestaltungsbeirat mit dieser Thematik befasst (s. auch DS 19-10218).

 

2. Die nächsten Schritte

Mit dieser Mitteilung informiert die Verwaltung zunächst über den bisherigen Sachstand, stellt die Ergebnisse des Wettbewerbs vor und nimmt eine gestalterische und funktionale Abwägung vor. Die Mitteilung soll einen intensiven Diskurs über die potenziellen Optionen vor der Entscheidung durch die Gremien (Stadtbezirksrat und Planungs- und Umweltausschuss) im ersten Quartal 2021 ermöglichen. Die dazu zu erstellende Beschlussvorlage wird den öffentlichen Diskussionsprozess entsprechend reflektieren.  

 

3. Historische und gestalterische Bedeutung des Altstadtmarkts

Der Altstadtmarkt ist der einzige Ort in Braunschweig, an dem die mittelalterliche Platzfiguration mit Marktplatz, Rathaus und Stadtkirche noch heute authentisch ablesbar ist.

Die regelmäßige, rechteckige Form des Altstadtmarktes hat sich über die Zeit in dieser Form erhalten, ebenso wie seine wichtige Funktion eines innerstädtischen Verkehrsknotens, früher kreuzten sich hier wichtige Handelsstraßen.

 

Der Altstadtmarkt ist heute fast vollständig von Baudenkmalen umgeben, aber auch der Platz selbst ist in seiner Grundrissfigur und Oberflächenbeschaffenheit ein Baudenkmal. Jegliche bauliche Maßnahme bedarf einer denkmalrechtlichen Genehmigung gemäß dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz. Es besteht daher eine grundsätzliche Forderung, dass der Denkmalwert des Platzes, seiner Platzwände und des darauf befindlichen Marienbrunnens nicht beeinträchtigt werden darf. Die Planung der Bushaltestelle muss insofern - insbesondere was hochbauliche Wetterschutzeinrichtungen anbetrifft - darauf Rücksicht nehmen.

 

4. Befassung des Gestaltungsbeirats

Der Gestaltungsbeirat hat sich zunächst in seiner Sitzung am 6. 03. 2019 eindeutig für die Beibehaltung der Haltestelle auf dem Altstadtmarkt ausgesprochen, da dieser neben seiner Marktfunktion historisch auch immer ein Kreuzungspunkt für den Verkehr dargestellt hat. Es wurde aber eine besonders sensible und gestalterisch hochwertige Integration dieser Haltestelle und hier insbesondere der Wetterschutzeinrichtungen gefordert. Der Gestaltungsbeirat empfahl, eine individuelle Sonderlösung für den Altstadtmarkt zum Beispiel im Rahmen eines Architektenwettbewerbs zu ermitteln, um eine gestalterisch adäquate, ganzheitliche Lösung zu finden, die gleichermaßen den Ort und auch den ÖPNV aufwertet.

 

Der in Braunschweig an vielen Orten bereits verwendete Stahl-Glas Wetterschutz in Pultdachausführung (z.B. Haltstelle Rathaus Stadtbahn) wurde vom Gestaltungsbeirat insbesondere auf der Platzseite kritisch gesehen, da solch eine einzelne Überdachung gestalterisch isoliert auf dem Platz stehen würde. 

 

4.1 Gestaltungswettbewerb/Mehrfachbeauftragung

 Sechs Architekturbüros wurden hierzu eingeladen und deren Arbeiten am 23.10.2019 vom Gestaltungsbeirat nach einem mündlichen Vortrag der jeweiligen Architekten bewertet. Im Ergebnis hatte sich ein Beitrag des Architekturbüros K17 (verantwortlicher Entwurfsverfasser Tim Grimme) aus Uslar als die Lösung herausgestellt, die den Gestaltungsbeirat, der als Jury agierte, am meisten überzeugte und der eine reale Entwicklungs- und Umsetzungsperspektive zugesprochen wurde. 

 

Insgesamt zeigten alle Arbeiten, dass die Entwurfsaufgabe, in diesem historisch und stadtgestalterisch so wichtigen Umfeld Haltestelleneinrichtungen (Überdachung, Infovitrinen…) zu integrieren, sehr schwer zu lösen ist. Nach Ansicht des Gestaltungsbeirats waren Standardlösungen für die Haltestellensituation am Altstadtmarkt nicht geeignet, insofern waren individuelle auf den Platz zugeschnittene Lösungen gefragt.

 

Die anderen fünf abgegebenen Arbeiten konnten nicht vollständig überzeugen. Insbesondere die Verbindung von modernen, funktionalen Ansprüchen und einer individuellen Gestaltung, die das mittelalterlich geprägte Umfeld des Altstadtmarktes reflektiert, zeigte sich als schwer zu bewältigende Gratwanderung.

 

4.2 Überarbeitung der Wettbewerbsidee von K 17

Auch die im konkurrierenden Verfahren erfolgreiche Entwurfsidee von K17 wies in der Wettbewerbsfassung noch Fragen auf, wie deren Konzeptidee konkret umzusetzen sein könnte. Daher wurde seitens der Verwaltung entschieden, vor einer öffentlichen Präsentation und Diskussion der Entwurfsidee zunächst eine Überarbeitung bei den Architekten zu beauftragen. Mit dem Wettbewerbsergebnis vom Oktober letzten Jahres war nach Meinung der Verwaltung noch nicht ausreichend sichergestellt, dass die Entwurfsidee tatsächlich umsetzbar ist, zudem waren erste Kostenangaben zu wenig nachvollziehbar.

Die Beauftragung und weitere Bearbeitung durch das Büro K17 hat sich in der Folge aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie leider verzögert, sodass der überarbeitete Entwurf (s. Anlage 1, 2 und 3) nun jetzt erst vorgelegt und diskutiert werden kann.

 

5. Unterschiedliche Optionen bezüglich eines Wetterschutzes am Altstadtmarkt

In der Folge werden nun verschiedene mögliche Optionen bezüglich eines Wetterschutzes am Altstadtmarkt noch einmal dargestellt. Alle Optionen wären in jedem Fall mit einem barrierefreien Umbau der Haltestelle (entsprechende Höhe der Borde, Ausbildung von Leitstreifen…) aber auch mit der Installation von technischen Notwendigkeiten (Fahrgastinfo, Haltestellenschilder….) verbunden.

 

5.1 Option A Kein Wetterschutz (s. Anlage 4)

Diese Lösung würde die äußere Gestalt des Altstadtmarktes bis auf den barrierefreien Umbau und die technischen Haltestellenelemente ansonsten weitgehend unangetastet belassen. Es wäre eine Haltestelle ähnlich wie heute ohne Wetterschutz abgesehen von den notwendigen Haltestelleninformationen, die dann weiterhin ohne zusammenfassendes gestalterisches Konzept frei im Platzraum stehen würden.

 

Den Auftrag, einen Wetterschutz vorzusehen, würde diese Option aber auf beiden Seiten nicht erfüllen.

 

5.2 Option B 1 Standardlösung auf beiden Seiten der Haltestelle (s. Anlage 5)

Diese Option B 1 würde vorsehen, auf der nördlichen Platzseite zwei vierfeldrige Überdachungen des im Stadtgebiet zahlreich vorhandenen Typs Rathaus aufzustellen. Auf der Platzseite mit dem Wochenmarkt wäre eine entsprechende Überdachung ausreichend, da es auf dieser Seite auch deutlich weniger Einsteiger gibt. 

 

Dieser Wetterschutztyp ist ein hochwertiges und sehr transparent wirkendes Standardprodukt, das in Braunschweig an zahlreichen Orten in der Stadt aufgestellt ist. Die drei Wartehallen könnten ohne weitere Detailplanung im Rahmen des vorhandenen Budgets installiert werden.

 

Den Auftrag, einen Wetterschutz vorzusehen, würde diese Option auf beiden Seiten erfüllen.

 

5.3 Option B 2 Standardlösung nur auf der Nordseite des Platzes / kein Wetterschutz auf der südlichen Platzseite

Diese Option B 2 würde nur auf der Nordseite zwei vierfeldrige Überdachungen vorsehen. Auf der südlichen Platzseite hingegen würde man auf einen Wetterschutz verzichten.

 

Den Auftrag, einen Wetterschutz vorzusehen, würde diese Option daher auf der Platzseite nicht erfüllen.

 

5.4 Option C Wetterschutz gemäß dem Entwurfsvorschlag des Architekturbüros K 17

Das Büro K17 schlägt vor, zwei Bänder entlang der Bushaltestelle am Altstadtmarkt jeweils auf der offenen Platzseite im Süden und auf der Nordseite des Platzes vor den dortigen Hausfassaden auszubilden. Diese Bänder werden durch ein andersfarbiges Pflastermaterial (vorzugsweise rötlich z. B. aus Granit) gebildet und durch einen Flachstahlrahmen aus Cortenstahl eingefasst. Diese Bänder nehmen wesentliche Elemente der Haltestelle wie z. B. die Überdachung, Bänke, Infovitrinen u. a. auf. Im Bereich der Überdachungen faltet sich das Band dreidimensional auf und bildet ein Schutzdach aus Cortenstahl, das zur einen Längsseite zu einem großen Teil durch eine Glaswand geschlossen wird, sodass ein Wetterschutz auch bei Wind offenbar gegeben ist. Dies müsste in der weiteren Ausführungsplanung überprüft werden; ein Wetter- und damit auch ein Windschutz müsste in jedem Fall -  u. Umständen durch eine weitere Schließung der Rückwand - gewährleistet sein. Die Maße der Überdachungen lauten im Mittel: Länge 5,50 m, Tiefe 1,70 m und Höhe 2,65 m.

 

Die seitlichen Kanten der Überdachung, die Ausrichtung der Bänke sowie die jeweiligen Enden der Bänder werden durch imaginäre Strahlen ausgehend vom Marienbrunnen gebildet, sodass dieser wie ein Zirkelmittelpunkt für die Ausgestaltung der Bänder genutzt wird.

 

Auf der Nordseite des Platzes werden – entsprechend der höheren Frequenz der Fahrgäste - zwei Überdachungen vorgeschlagen. Hierfür müsste - abweichend von der bildlichen Darstellung in der Anlage 3 - ein bestehender Baum in der Mitte entfallen, der jedoch schon heute deutliche Zeichen einer Schädigung aufweist. Für diesen Baum würde dann in der Nähe Ersatz geschaffen – vorzugsweise im unmittelbaren Umfeld des Altstadtmarktes. Hierfür würden aber aufgrund einer hohen Leitungsbelastung des Untergrundes in diesem Bereich Suchschachtungen erforderlich sein, um einen Standort genau abzuklären. Die übrigen vier Bäume auf der Nordseite würden über entsprechende Baumscheiben aus Cortenstahl in das dortige Band gestalterisch integriert. Es müsste im Weiteren sichergestellt werden, dass die Baumscheiben rutschsicher ausgebildet werden.

 

Auf der südlichen Platzseite ist nur eine Überdachung vorgesehen, nicht zuletzt auch um den Marktbetrieb dort so gering wie möglich einzuschränken. Auf beiden Seiten werden Sitzbänke – außerhalb und innerhalb der Überdachungen – vorgeschlagen. Es ist beabsichtigt, diese bei einer Umsetzung des Entwurfes zu einem großen Anteil mit Rückenlehnen auszustatten.

 

Den Auftrag, einen Wetterschutz vorzusehen, würde diese Option auf beiden Seiten erfüllen.

 

Alle zusätzlich erforderlichen Haltestellenfunktionen wie eine DFI-Fahrgastanzeige sowie Masten zur Kennzeichnung der Haltestellen würden außerhalb des Bandes aufgestellt und sich somit von der individuellen Gestaltung der Bänder lösen. Dies gilt auch für zusätzlich erforderliche Mastleuchten zur Beleuchtung des Platzumfeldes. Bisher ist vorgesehen auf der Nordseite des Platzes die vorhandenen historisierenden Mastleuchten dann um wenige Meter versetzt wieder einzubauen.

 

6. Gestalterische und funktionale Abwägung  

Alle oben genannten Optionen wurden auch in der Jury im Gestaltungsbeirat diskutiert. Der Verwaltung war es wichtig bei diesem schwierigen Thema auch externes gestalterisches Know-How hinzuzuziehen.

 

Einig war man sich in der Beurteilung, dass insbesondere die Platzseite sehr empfindlich ist und dass gerade hier eine gestalterische Integration von Wetterschutz und Haltestellentechnik notwendig ist.

 

Im Weiteren werden die o.g. Optionen einzeln betrachtet:

 

Option A verzichtet komplett auf einen Wetterschutz. Dies ist zwar die Lösung mit dem geringsten gestalterischen Eingriff in das historische Gefüge des Altstadtmarktes; es bedeutet aber auch, dass auf die Schutzbedürfnisse der zahlreichen Fahrgäste des ÖPNV überhaupt nicht reagiert wird und damit die funktionalen Anforderungen nicht erfüllt werden. Die Haltestelle Altstadtmarkt ist derzeit die zentrale Ziel- und Umsteigehaltestelle im westlichen Innenstadtgebiet mit täglich ca. 4.200 Fahrgästen. Diese wichtige Verkehrsfunktion, die funktionale und gestalterische Konsequenzen einfordert, wurde auch vom Gestaltungsbeirat bestätigt.

 

In den Optionen B 1 und B 2 kommt der gestalterisch durchaus hochwertige Wetterschutz vom Typ Rathaus zur Anwendung. Diese transparente Stahl-Glaskonstruktion wurde intensiv auch im Gestaltungsbeirat diskutiert. Insbesondere auf der Platzseite würde nach Ansicht des Gestaltungsbeirats dieser Standardwetterschutz aber gestalterisch isoliert und ohne Zusammenhang mit der wertvollen mittelalterlichen Platzfläche stehen. Die Option B 2 erfüllt mit dem Verzicht auf den Wetterschutz auf der Platzseite die funktionalen Anforderungen nicht.

Der Entwurf von K17 erfordert eine intensive Betrachtung und ein Eingehen auf die Intentionen der Entwerfer ohne Scheuklappen. Auf den ersten Blick wird dieser Entwurf sicher polarisieren. Viele Bürgerinnen und Bürger werden sich fragen, ob solch eine moderne skulpturale „Installation“ auf den Altstadtmarkt passt? Nimmt der Entwurf sich nicht zu wichtig? Vielen wird auch das Material Cortenstahl fremd und unpassend erscheinen. Aus Sicht der Verwaltung und des Gestaltungsbeirats gibt es aber gute Gründe, diesen Entwurf intensiv zu betrachten und zu diskutieren. Zwei wesentliche Argumente sprechen für ihn:

 

  • Zum einen ist es ein unverwechselbarer kraftvoller individueller Entwurf, der auf den Altstadtmarkt und seine mittelalterliche Prägung Bezug nimmt. So ist das Material Cortenstahl durch die beiden mittelalterlichen Kemenaten (Jakob-Kemenate und Kemenate an der Hagenbrücke) in gestalterisch hervorragender Art und Weise in Braunschweig bereits eingeführt. Der Marienbrunnen als Bezugspunkt des Entwurfes wird sicher nicht auf den ersten Blick aber evtl. auf den zweiten Blick erkennbar.

 

  • Zum anderen werden alle wesentlichen funktionalen Anforderungen an einen Wetterschutz einer Bushaltestelle erfüllt. Hier sind insbesondere die Aspekte Witterungsschutz, Sitzgelegenheit und Informationsmöglichkeit zu nennen. Im Gegensatz zu den anderen vorgelegten Entwürfen des konkurrierenden Verfahrens sind diese funktionalen Anforderungen in diesem Entwurf gestalterisch gut integriert.

 

Aus Sicht der Verwaltung stellt der Entwurf des Büros K 17 daher eine wertige und auf den Altstadtmarkt „zugeschnittene“ gestalterische Lösung dar. Der historische Marktplatz würde durch diesen skulpturalen Entwurf nicht beeinträchtigt und die wichtige Verkehrsfunktion des Platzes würde gestalterisch anspruchsvoll deutlich verbessert werden.

 

7. Mehrkosten

Neben einem statischen Standsicherheitsnachweis und weiteren eher technischen Aspekten (Entwässerung, Schutz vor Verschmutzung, Rutschsicherheit aller begehbaren Materialien, Beleuchtung, Windschutz…) hatte die Überarbeitung von K17 auch eine konkretisierte Kostenberechnung zum Inhalt. Aufgrund der ganz individuellen und aufwendigen Ausarbeitung der Überdachungen entstehen deutliche Mehrkosten. Bisher waren Haushaltsmittel beim Fachbereich 66 in Höhe von 330.000 € für den Umbau der Haltestelle einschließlich von Wetterschutzanlagen (nach Braunschweiger Standard z.B. Haltestelle Rathaus/Bohlweg) eingestellt. Auf Grundlage der Kostenberechnung von K17 geht die Verwaltung derzeit von Mehrkosten von ca. 280.000 € für die Umsetzung dieses Entwurfes aus. Die dargestellten Mehrkosten sind aus Sicht der Verwaltung angemessen und entsprechen der hochwertigen individuellen Gestaltung.

 

8. Finanzierung

Im städtischen Haushalt stehen unter 4E 66016 nach Abzug der Wettbewerbskosten noch 304.000 investive Mittel einschließlich Planungsmittel zur Verfügung. Die für den Entwurf von K17 erforderlichen ergänzenden Haushaltsmittel in Höhe von ca. 280.000 € zuzüglich der bereits verauslagten Wettbewerbskosten von 26.0000 € würden im Rahmen der Ansatzveränderungen zum Haushalt 2021 budgetneutral veranschlagt.

 

Es liegt ein Förderbescheid für den Umbau der Haltestelle vor. Eine Erweiterung des Förderantrages um die Mehrkosten für den jetzt zur Entscheidung stehenden Wetterschutz ist möglich, kann jedoch erst nach der Gremienentscheidung beantragt werden. Inwieweit der Fördergeber bereit ist, den zukünftigen Wetterschutz zu fördern, ist offen.

 

9. Abstimmung mit BSVG

Eine erste Abstimmung zum Entwurf K 17 mit der BSVG hat auf Leitungsebene stattgefunden. Eine zukünftige Planung, Umsetzung und eine künftige Unterhaltung müssten in der Folge eng abgestimmt werden.

 

 

 

10. Auswirkungen auf den Marktbetrieb

Eine erste Vorabstimmung mit FB 32 hat stattgefunden. Die Planung von K 17 hätte nach jetzigem Stand nur geringe Auswirkungen auf den Marktbetrieb. Während der Baumaßnahmen würden Ausweichlösungen nötig sein.

 

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Anlagen

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