Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 20-14583-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der Fraktion P2 vom 29.10.2020 (20-14583) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu Frage 1:

Die in der Stellungnahme DS-Nr. 19-11939-01 angekündigten Spielplatzanalysen für die Stadt Braunschweig wurden zum Ende des Jahres 2019 fertiggestellt. Die verwaltungsinterne Auswertung der Ergebnisse verzögerte sich aufgrund der Komplexität in der Zusammenführung beider Analyseteile der beauftragten Planungsbüros sowie aufgrund personeller Einschränkungen (Schichtbetrieb durch Corona-Maßnahmen). Die Ergebnisse sollen nach verwaltungsinterner Endabstimmung im I. Quartal 2021 vorgestellt werden. 

 

Zu Frage 2:

Bei der Planung des Motto-Spielplatzes Prinz-Albrecht-Park/Georg-Westermann-Allee wurde auf die Barrierefreiheit und den Inklusionsgedanken geachtet. Besonders in der Wegegestaltung kommt dies zum Ausdruck, da ein barrierefreier Zugang zum Spielplatz und zu den einzelnen Spielbereichen ermöglicht wird. Die wassergebundene Wegedecke und der asphaltierte Rundweg können gut mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen befahren werden.

Die Spielgeräteauswahl wurde so getroffen, dass sie unterschiedliche Altersgruppen anspricht und besonders die motorische Entwicklung und den Gleichgewichtssinn der Kinder und Jugendlichen fördert. Diese Förderschwerpunkte sind sowohl für Kinder und Jugendliche mit als auch ohne Beeinträchtigung wichtig. Daher wurde bei der Planung die inklusive Nutzung der Spielgeräte bewusst integriert. Da jedoch die Ausprägung der körperlichen und/ oder geistigen Behinderung häufig sehr unterschiedlich ist und daraus verschiedene Abstufungen in der Nutzbarkeit resultieren, können nicht alle inklusiv bespielbaren Spielgeräte von allen Nutzern in gleicher Weise genutzt werden.

Auf dem Spielplatz Prinz-Albrecht-Park/Georg-Westermann-Allee sind folgende Spielgeräte nach den benannten Förderschwerpunkten vorgesehen:

  1. Wagnis, Gleichgewicht und Klettern fördern:
  • Attraktion: Großspielgerät: „Pferd an der Longe“
  • Kletter-Balancier-Anlage
  • Sandbaustelle/ Sandspiel-Kombination

 

  1. Gleichgewicht fördern:
  •  Trampolin
  •  Federwipp-Balken
  •  Federwipp-Spielgerät „Holz-Pferd“
  •  Schaukelkombination 3-teilig mit einer Nestschaukel
  •  Schwebender Balancierbalken
  •  Drehbarer Balancierbalken

 

  1. Spiel und Spaß/„dabei sein“:
  •  "Holzfass mit Netz" (nutzbar wie ein Spielhaus)
  •  Spielpferd aus Holz „Pony“
  •  Karussell "Fass"
  •  Sandspielbereich

Innerhalb der Spielbereiche sollen überwiegend Holzhackschnitzel und EPDM-Kunststoff-Belag als Fallschutzmaterialien verwendet werden, die das Befahren mit einem Rollstuhl zulassen. Auch der innenliegende Sandspielbereich ist für Rollstuhlfahrer über einen Weg wie auch über eine EPDM-Belag-Fläche gut erreichbar.

 

Zu Frage 3:

  • Klare Gliederung: Der Spielplatz ermöglicht durch seine klare Gliederung eine gute Orientierung und bietet definierte Bereiche für die unterschiedlichen Nutzeransprüche. Die einzelnen Bereiche sind bewusst auf die verschiedenen Altersgruppen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgerichtet. Jede*r findet durch die klare und sichtbare Trennung entsprechend der eigenen Fähigkeiten den passenden Spielbereich.
  • Aufenthaltsqualität: Die Kommunikationsräume sind mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet, die alle mit einem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen gut erreichbar sind. Weitere Sitzmöglichkeit bieten die Beton-Sitzblöcke als Einfassung des Sandspielbereiches, die ein Beaufsichtigen, Beobachten und Zuschauen ermöglichen. Somit ist ein inklusives Miteinander der Besucher - Kinder wie auch Erwachsener mit und ohne Beeinträchtigungen - gegeben.

Als weiteres Beispiel für einen nach inklusiven Gesichtspunkten umgestalteten Spielplatz sei auf den Spielplatz Tilla-von-Praun im Stadtteil Broitzem verwiesen. Dieser wird im kommenden Jahr fertiggestellt.

 

 

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