Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 20-15001

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Der geplante Netzwerkauftakt des Netzwerkes Antidiskriminierung konnte pandemiebedingt nicht wie ursprünglich angedacht am 10. Dezember 2020 umgesetzt werden. Daher hat sich die Initiatoren Gruppe am 10. Dezember 2020 online getroffen und das weitere Vorgehen zur Planung der Antidiskriminierungsberatungsstelle erörtert. Hierbei stand im Vordergrund, zeitsparend und effizient vorhandene Strukturen zu nutzen und möglichst ab Frühjahr 2021 bereits Erst- und Verweisberatung in Braunschweig anbieten zu können. Somit kann Beratung schneller als geplant stattfinden. Die Initiatorengruppe hat sich daher auf folgendes Vorgehen verständigt:

 

Um den Prozess voranzutreiben und somit Zeit und Ressourcen zu sparen, werden zwischenzeitlich die bereits beteiligten Interviewpartnerinnen und -partner (ca. 50) über den Arbeitssachstand per Mail informiert und um Beteiligung gebeten. Hierbei geht es darum, wer sich von den angesprochenen Institutionen vorstellen könnte, Antidiskriminierungsberatung zu übernehmen. Dies wird auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht und es wird hierzu eine Pressemitteilung geben. So kann der aktuelle Entwicklungsstand immer nachvollzogen werden und jeder kann sich beteiligen. Es können vorhandene Strukturen effektiv genutzt werden. Bereits jetzt haben sich verschiedene Beratungsstellen bereiterklärt, das Beratungsangebot zu übernehmen.

 

Zudem bildet sich aus der Initiatorengruppe eine Arbeitsgruppe, die ein Konzept für die Antidiskriminierungsberatungsstelle entwickeln wird. Die Initiatoren Gruppe hat sich im laufenden Arbeitsprozess für das Hybridmodell ausgesprochen. Kern des Konzeptes ist die Entwicklung einer Antidiskriminierungsberatungsstelle und zusätzlich die Beratung an verschiedenen, in Braunschweig bereits ansässigen Beratungsstellen. Somit wird eine möglichst breite Beratungslandschaft geschaffen und die Ratsuchenden können selber entscheiden, zu welcher Beratungsstelle sie gehen möchten.

 

In einer für das Frühjahr geplanten Pilotphase wird es für die beteiligten Beratungsstellen Coaching und Fortbildung durch den Allgemeinen Antidiskriminierungsverband Deutschland geben, so dass die Beratungsarbeit parallel aufgenommen werden kann. Im Sommer 2020 fand hierzu ein Workshop mit 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, organisiert von der Koordinierungsstelle Demokratie Leben! und dem Antidiskriminierungsverband Deutschland, statt. Es haben bereits drei Teilnehmerinnen die Ausbildung zur Antidiskriminierungsarbeit begonnen. Ein weiterer Kurs ist für das Jahr 2021 geplant.

 

Des Weiteren werden für übernommene Fallberatungen auch entsprechende Fallpauschalen gezahlt. Die Verweisberatung kann zunächst nur an die Bundesberatungsstelle geschehen. Dies ist in einer solchen Pilotphase aber durchaus akzeptabel. Die anfallenden Kosten für Fortbildung und Fallpauschalen werden aus dem im Haushalt 2021 zur Verfügung gestellten Budget (Ratsbeschluss) übernommen.

 

Das von der Arbeitsgruppe entwickelte Konzept wird nach Fertigstellung ebenfalls an die Interviewpartnerinnen und -partner verschickt und online gestellt, mit der Aufforderung, Ideen und Wünsche und ggf. nicht berücksichtigte Aspekte mit in das Konzept einzubringen. Dieser Part würde sonst auf der Netzwerkveranstaltung stattfinden. Um trotz fehlender Netzwerkveranstaltung voranzukommen, übernimmt die Initiatorengruppe die Konzeptionierung und lässt dann öffentlich diskutieren. Zum besseren Verständnis wird ein Erklärvideo von der Arbeitsgruppe entwickelt- und ebenfalls online gestellt. So entsteht die gewünschte Beteiligung unabhängig vom Netzwerkauftakt.

 

Das Haus der Kulturen entwickelt derzeit gemeinsam mit dem Gleichstellungsreferat der Stadt eine Wanderausstellung zur Thematik. Grundlage hierfür ist eine im Herbst 2020 durchgeführte Betroffenenbeteiligung. Betroffene werden ihre Erfahrungen mit alltäglicher Diskriminierung und ihre Wünsche an die Ausgestaltung der geplanten Stelle vorstellen. Es werden zurzeit auch Dokumentationsbögen von der Initiatorengruppe für die zukünftige Arbeit entwickelt.

 

Durch das vorgestellte Vorgehen kann intensiv weitergearbeitet werden, es spart Zeit, schafft die gewünschte Beteiligung und der Prozess ist unabhängig vom weiteren Pandemiegeschehen. Es kann bereits im Frühjahr 2021 mit der Erst- und Verweisberatung begonnen werden und Ratsuchende erhalten so sehr kurzfristig ein qualitativ hochwertiges Angebot. Die Initiatorengruppe trifft sich weiter regelmäßig, um die notwendigen Arbeitsschritte zu planen und entsprechende Vorarbeiten zu leisten. Der nächste Onlinetermin ist für den 13. Januar 2021 geplant.

 

Beim Netzwerkauftakt, der für den Frühsommer 2021 geplant werden könnte, können dann die Workshops ausgestaltet werden und ihre Arbeit aufnehmen, um weitere präventive Ideen und Konzepte für Braunschweig zu entwickeln. Zudem soll eine Austauschplattform für die zukünftigen Akteure geschaffen werden. 


 

 

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