Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-15120
Grunddaten
- Betreff:
-
Dringlichkeitsanfrage: Distanzlernen in Corona-Zeiten
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Schulausschuss
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zur Beantwortung
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22.01.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Der Schulstart nach den Weihnachtsferien am 11. Januar 2021 sollte bedingt durch die Corona-Pandemie und die hohen Infektionszahlen für viele Schülerinnen und Schüler im Szenario C – dem Distanzlernen – starten.
Grundlage für das Distanzlernen ist neben einer guten technischen Ausstattung bei den Lernenden, Lehrenden und Schulen auch die Erreichbarkeit und Zuverlässigkeit der Lernplattformen sowie eine funktionsfähige und ausreichend dimensionierte Dateninfrastruktur.
Die Stadt Braunschweig als Schulträger ist sowohl für die technische Ausrüstung an den Schulen sowie für eine funktionsfähige und zuverlässige Infrastruktur an diesen verantwortlich. Die Verwaltung stellt des Weiteren den Schulen IServ als Plattform zur Verfügung.
Noch am 8. Januar 2021 war in der Braunschweiger Zeitung zu lesen, das IServ auf das erneute Distanzlernen vorbereitet sei und die Kapazitäten hochgefahren habe. Probleme z. B. bei Videokonferenzen lägen meist bei den Nutzern oder den Schulen, bei deren Internetverbindung und in den z.T. veralteten Ausstattungen. Bei Funktionsproblemen sollte der schulinterne Administrator oder ein zuständiger Mitarbeiter im Fachbereich 40 der Stadtverwaltung weiterhelfen können.
Entgegen der im Artikel suggerierten Erwartungen lief der Schulstart am 11. Januar jedoch alles andere als störungsfrei. Es kam zu erheblichen Systemausfällen und Schwierigkeiten bei der Nutzung von IServ. Das führte neben einer starken Verunsicherung bei Schülerinnen und Schülern zu einer erheblichen Mehrbelastung an den Schulen sowie bei Lehrkräften und Eltern. Gerade in der derzeitigen Situation, in der Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte und Familien durch die Pandemie stark gefordert sind, ist ein erfolgreiches, zuverlässiges und stressfreies Distanzlernen unter derartigen Bedingungen unmöglich.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wie sind die Systemausfälle und Probleme beim Distanzlernen konkret zu erklären und welche konkreten Maßnahmen hat die Verwaltung seit dem Sommer bzw. explizit nach dem problematischen Schulstart am 11. Januar veranlasst, um derartige Probleme zukünftig ausschließen zu können?
2. Welche weiteren Verbesserungsmaßnahmen können zukünftig einen nahezu störungsfreien Ablauf des digitalen Lernens an den Schulen, aber auch das Distanzlernen gewährleisten und nach welchem Zeitplan erfolgt die Umsetzung?
3. Wie viele Mitarbeiter im Fachbereich 40 stehen den Schulen als Ansprechpartner zur Verfügung und wie viele von den Schulen in Braunschweig werden zusätzlich durch einen hauptamtlichen schulinternen Administrator unterstützt?
Zur Begründung der Dringlichkeit: Der Schulstart nach den Weihnachtsferien war bekanntermaßen am 11. Januar 2021. Zu diesem Zeitpunkt war die Frist zur Einreichung von Anfragen zum Schulausschuss am 22.1. bereits verstrichen und konnte für diese Anfrage somit nicht erreicht werden .
