Rat und Stadtbezirksräte

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Abseits der uns bekannten und regelmäßig benutzten Straßen und Wege fließt die Oker durch Braunschweig. Aus dem Harz kommend ist sie beispielsweise zwischen Wöltingerode und Schladen Bestandteil eines Naturschutzgebietes (NSG BR 152) und beliebtes Ausflugsziel nicht nur an warmen Tagen. Und auch in unserer Stadt ist man sich der besonderen Wirkung des Flusses sehr wohl bewusst. So gab es bereits in der Vergangenheit unterschiedliche Initiativen, um den mittelalterlichen Lauf der Oker direkt durch die Innenstadt aus den unterirdischen Kanälen wieder überirdisch sichtbar zu machen. Nördlich von Braunschweig fließt die Oker dann über Meinersen bis nach Müden, wo sie in die Aller mündet.

Auf der Internetseite der Stadt Braunschweig kann man zur Oker unter anderem lesen: „Wie ein Ring umschließt der Fluss Oker mit seinen grünen Uferanlagen die Innenstadt. Bei einer gemütlichen Floßfahrt werden Sie entdecken, dass Braunschweig auch von der Wasserseite aus sehenswert ist. Sie fahren unter Bäumen hindurch und genießen den Anblick prächtiger Villen und verträumter Gärten. Ob Lesungen, Erzählfahrten oder Kulinarik zu Wasser, die Okerumflut rund um den historischen Stadtkern bietet darüber hinaus einen außergewöhnlichen Veranstaltungsrahmen. Wer es etwas sportlicher mag, begibt sich mit dem Tretboot oder Kanu auf eigene Faust auf Entdeckungstour. Auf der Oker können Sie fast die ganze Innenstadt umrunden. […]

Doch nicht nur zu Wasser ist die Oker ein Erlebnis. An Land lädt sie zu entspannenden Spaziergängen am Flussufer in den herrlichen Innenstadtparks ein. Der Bürgerpark, der Theaterpark, der Museumspark und der Inselwall bieten manch schönes Plätzchen mit Okerblick zum Verweilen. Im Sommer können Sie sich am Sandstrand oder auf der Terrasse in einem der Cafés, Restaurants oder Biergärten an der Oker stärken.

Kurzum: Lassen Sie sich bei einem Besuch in Braunschweig von den zahlreichen Facetten der Okerstadt verzaubern!"

 

Und es ist richtig, viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt nutzen die Oker gern für ihre Freizeitgestaltung. Die Anlässe sind wie oben beschrieben vielfältig und beziehen u.a. sowohl sportliche, kulturelle als auch naturerlebende Beweggründe ein.

Die Oker ist aber gleichzeitig Lebensraum für Flora und Fauna und deshalb müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden. Dies umfasst zum Beispiel solche zum Schutz und zur Pflege der Natur, das Einhalten von Ruhezeiten sowie die Vermeidung von nicht angebrachtem Lärm und Abfallentsorgung. Leider häufen sich in den letzten Jahren die Klagen von Anwohnern und das aus unterschiedlichen Bereichen unserer Stadt, so beispielsweise aus der Adolf- und der Ferdinandstraße, neuerdings aber auch vom Löwenwall. Insbesondere Lärm bis in die nächtlichen Ruhezeiten hinein und eine starke Vermüllung werden hier als Probleme benannt. Gleichzeitig ist festzustellen, dass durch eine zuletzt stark anwachsende Zahl an Tretbooten und so genannten Stand-Up-Paddlern nicht nur der Grund der Oker, sondern auch die Uferböschungen stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

 

1. Wie viele gewerbliche Betriebe, Sport- und sonstige Vereine, weitere Institutionen und Privatnutzer haben derzeit eine Genehmigung zur Nutzung der Oker für welche Zwecke und zu welchen Konditionen?

2. Mit welchem Konzept und damit verbunden welchen konkreten Maßnahmen will die Verwaltung Wasserlauf so schützen, dass Menschen, Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensumfeld nicht über ein zulässiges Maß hinaus gestört und gefährdet werden?

3. Welche konkreten Maßnahmen wird die Stadt ergreifen, um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten zu gewährleisten, Verschmutzungen jedweder Art zu vermeiden und den positiven Wert dieses Wasserlaufes zu erhalten?

 

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