Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 21-15388-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Probleme mit der Fernwärme-Versorgung beim Energie-Versorger
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT VII - Finanz- und Feuerwehrdezernat; DEZERNAT VII - Finanz- und Feuerwehrdezernat; 0200 Referat Haushalt, Controlling und Beteiligungen
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Finanz- und Personalausschuss
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zur Kenntnis
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11.03.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der AfD-Fraktion vom 20. Februar 2021 wurde an die BS|Energy mit der Bitte um Stellungnahme weitergeleitet, welche hierzu wie folgt mitteilt:
Zu Frage 1:
Die Kraftwerkskohle für das Heizkraftwerk Mitte wird nach sogenannten Qualitätsparametern, die für den Kohlekessel festgelegt sind, bestellt. Kontrolliert werden u.a. Körnung, Heizwert und Gesamtfeuchte. Der Kraftwerkskohle sind entsprechende Lieferpapiere sowie ein Analysezertifikat eines unabhängigen, akkreditierten Labors beigefügt. Die Qualitätskontrolle erfolgt durch Abgleich der Qualitätsparameter von BS|Energy mit den eingereichten Analysenzertifikaten. Ergänzend werden Proben der Kraftwerkskohle durch den Hamburger Hafen sowie das Labor des Heizkraftwerks Mitte entnommen. Die Kohle wird per Seeschiff über den Seehafen Hamburg angeliefert, umgeschlagen und aufgehaldet. Die Halden liegen im Freien. Der Abtransport aus dem Kohlelager Hamburg erfolgt per Binnenschiff oder per Ganzzug zum Heizkraftwerk Mitte. Die Binnenschiffe, sogenannte Einraumschiffe, sind überwiegend mit Abdeckungen versehen. Der Umschlag im Braunschweiger Hafen sowie die Zwischenlagerung für den sukzessiven Abtransport erfolgen ebenfalls im Freien. Lagerhallen für Kohle gibt es im Hafen Hamburg und Braunschweig nicht. Die Vorratsbunker am Heizkraftwerk Mitte sind innenliegend.
Zu Frage 2:
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Anlieferung im Braunschweiger Hafen:
1) direkter Umschlag von dem Binnenschiff auf den LKW und direkter Weitertransport in das Heizkraftwerk Mitte,
2) Umschlag vom Binnenschiff auf Halde für die Zwischenlagerung mit einem späteren sukzessiven Abtransport. Die Lagerkapazität für Kraftwerkskohle im Braunschweiger Hafen beträgt rund 20.000t und ist ausreichend für eine mehr als zweimonatige Brennstoffversorgung. Die zwischengelagerte Kohle verursacht Lagerkosten auf marktüblichem Niveau. Lagerkapazitäten für den Brennstoff Altholz sind im Braunschweiger Hafen, gemäß dem vorgesehenen Lieferkonzept, gegenwärtig nicht erforderlich.
Zu Frage 3:
Im Biomasselager auf dem Gelände des Heizkraftwerks Mitte soll Brennstoff ausreichend für 4-5 Tage bei Volllastbetrieb vorgehalten werden. Eine kontinuierliche Brennstoffbelieferung an Werktagen (untertags) ist vorgesehen. Obendrein verpflichtet sich unser Lieferant im Nahbereich ein Zwischenlager für eine zusätzliche, mindestens 14-tägige Brennstoffversorgung einzurichten.
Die Lagerkosten für Altholz liegen, gemäß der uns aktuell vorliegenden Angebote, auf einem mit der Kraftwerkskohle vergleichbaren Niveau.
