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ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 21-15674

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Im Nachgang zu Anfragen zur personellen Situation, Überstunden und Überlastanzeigen bei der Berufsfeuerwehr (u.a. 17-05562 und 19-09858) hatte die Verwaltung zugesagt, regelmäßig gegenüber dem Feuerwehrausschuss zu berichten.

 

Unbesetzte Planstellen:

 

Bei der Berufsfeuerwehr sind aktuell (Stand 01.04.2021) im feuerwehrtechnischen Dienst erstmalig keine Planstellen unbesetzt.

 

Fünf Mitarbeiter haben Ihre Laufbahnausbildung für die Laufbahngruppe 2 bzw. den Aufstieg zum 31.03.2021 erfolgreich beendet und befinden sich nun in der Einarbeitung. 1 Brandmeisterin und 10 Brandmeister haben Ende März ihre Laufbahnprüfung mit Erfolg bestanden und verstärken seit 01.04.2021 die Wachabteilungen.

 

Insgesamt verfügt die Berufsfeuerwehr Braunschweig über 361 Planstellen im feuerwehrtechnischen Dienst.

 

Die sich durch anstehende Pensionierungen im Laufe des Jahres und laufende Versetzungsverfahren abzeichnenden Vakanzen plant die Verwaltung in Kürze durch die Einstellung von ca. fünf Brandmeisterinnen und Brandmeister zu kompensieren. Eine entsprechende Ausschreibung befindet sich in Vorbereitung.

 

Überlastanzeigen:

 

Im Jahr 2020 wurden keine Überlastanzeigen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr gestellt.

 

Überstunden:

 

Der Gesamtbestand der Zeitguthaben aller Beamten im feuerwehrtechnischen Dienst betrug am

 

31.12.2018  27.882 Stunden

 

31.12.2019  34.701 Stunden

 

31.12.2020  35.775 Stunden

 

Das Zeitguthaben ist im Jahr 2020 somit in Summe um 1.074 Stunden gestiegen.

 

Die Veränderung der Zeitguthaben ist wie auch in den Jahren zuvor in den einzelnen Dienstgruppen sehr unterschiedlich, die Veränderung betrug im Jahr 2020:

 

 

Führungskräfte LG 2  ca. 5.100 h von ca. 42 MA (ca. 121 h/MA)

 

Führungskräfte LG 1  ca. 400 h von ca. 16 MA (ca. 25 h/MA)

 

Wachabteilungen  ca. - 4.150 h von ca. 262 MA  (ca. -16 h/MA)

 

Sonstige      ca. - 300 h von ca. 41 MA (ca. 7 h/MA)

 

 

Unter Sonstige sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppen Brandverhütungsschau, Mischdienst, Melder-Gruppe und die Anwärterinnen und Anwärter zusammengefasst.

 

Fazit:

 

Es zeigt sich, dass auch im Jahr 2020 ein Großteil der Mehrarbeit wieder von den Führungskräften der Laufbahngruppe 2 geleistet werden musste. Dies ist zum überwiegenden Teil mit der Pandemie und der Einbindung der Feuerwehrführungskräfte in die Gefahrenabwehrleitung (GAL) der Stadt sowie in zahlreichen Taskforces (u.a. Stationäre Versorgung und Impfzentrum) begründet. Daneben haben auch technische Umstellungen in der IRLS (Funk-Notrufabfragetechnik, IP-Notruf), die Vorbereitung der Migration des Einsatzleitrechners und die Baubegleitung des FLZ zum erhöhten Arbeitsaufkommen geführt.

Des Weiteren waren auch im Jahr 2020 noch nicht alle Planstellen in der LG2 besetzt, dies ist seit dem 01.04.2021 erstmalig seit Jahren der Fall.

 

Die geleistete Mehrarbeit wurde durch Prioritätensetzungen auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt. So wurden u.a. konzeptionelle Arbeiten im Bevölkerungsschutz (z.B. Erstellung eines Katastrophenschutzkonzeptes, Konzept zur Warnung der Bevölkerung), in der Einsatzvorbereitung (z.B. Überarbeitung des Messkonzepts für Gefahrguteinsätze, Einsatzkonzept Kulturgutschutz) und der Bauplanungen (Abschluss des Investitionssteuerungsverfahrens für die Süd-West-Wache) nicht im eigentlich notwendigen Maße umgesetzt. Diese Aufgaben müssen nach der Pandemie dringend nachgeholt werden.

 

Der deutliche Abbau der Zeitguthaben in den Dienstgruppen Wachabteilungen und Sonstige erklärt sich durch die deutliche Reduzierung und teilweise Kompletteinstellung der Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden durch die Corona-Pandemie. Fast alle Lehrgänge zum Erhalt der Fähigkeiten und Qualifikationen (z.B. Drehleiterfortbildungen, Atemschutz-Sicherheitstrainings, Aus- und Fortbildungen von Gerätewarten) konnten im Jahr 2020 nicht durchgeführt werden. Dies führt zu schon jetzt erkennbarem erhöhten Schulungsbedarf nach Ende der Pandemie.

 

 

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