Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-15750
Grunddaten
- Betreff:
-
Dachbegrünung in Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Grünflächenausschuss
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zur Beantwortung
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23.04.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Dach- und Fassadenbegrünung sind richtungsweisende Methoden, um auch über die Außenhaut von Gebäuden zum Klimaschutz beizutragen. Grüne Dächer und bewachsene Fassaden sorgen nicht nur für eine Naturvielfalt und eine grüngeschmückte Innenstadt, sondern bieten zusätzlich Lebensraum für Insekten, Vögel und unzählige Pflanzen. Auch das Klima wird durch das entstehende Biotop verbessert. Durch Photosynthese wird Kohlenstoff aus dem CO2 in der Luft gebunden und Sauerstoff gebildet. Gleichzeitig helfen die Pflanzen durch ihre Dämmwirkung zusätzlich Heiz- und Kühlenergie einzusparen. Dadurch kann die Stadtluft Braunschweigs erheblich verbessert werden.
Mit dem Ende 2019 verabschiedeten Förderprogramm „Förderung privater und gewerblicher Bauwerks- und Umweltbegrünung“ sollte diese Chance für Klima- und Naturschutz den Braunschweiger Bürgerinnen und Bürgern finanziell attraktiver gestaltet werden. Doch die Resonanz des Förderprogrammes scheint eher durchwachsen zu sein. In der Braunschweiger Zeitung vom 8. April dieses Jahres hieß es, dass bisher lediglich 39.000 € von den im Fördertopf zur Verfügung stehenden 50.000 € genutzt werden. Aus den 99 bisher gestellten Anfragen sind lediglich 39 Anträge erwachsen, von denen wiederum lediglich 25 bewilligt werden konnten.
Neben der Förderung privater Vorhaben zur Dach- und Fassadenbegrünung kommt natürlich der Berücksichtigung dieser Maßnahmen für den Klimaschutz bei städtischen Bauvorhaben bzw. Sanierungen besondere Bedeutung bei.
Und auch auf anderen politischen Ebenen sind die positiven Auswirkungen einer verstärkten Dach- und Fassadenbegrünung bemerkt worden. Neben den Förderrichtlinien Braunschweigs setzt sich auch das Bundesamt für Klimaschutz für mehr Begrünung in Städten ein. Unter anderem wird das Projekt DaLLî - Extensive Dachbegrünungen im urbanen Landschaften als Lebensraum für Insekten (getragen von der Hochschule Osnabrück) mit Geldern des Bundesumweltministeriums in Höhe von rund einer halben Million Euro gefördert. Zusätzlich begrüßen auch Unternehmen die Bestrebungen den urbanen Raum zu begrünen. So beteiligen sich am Osnabrücker Projekt bereits Unternehmen wie unter anderem die GEWOBA AG und die Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz (NNA).
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wie hat sich die Quadratmeteranzahl der Dach- und Fassadenbegrünung in den vergangenen fünf Jahren in Braunschweig entwickelt, wie viele Quadratmeter konnten dabei durch die bisher genutzten Fördermittel begrünt werden?
2. Welche Projekte zur Dach- und Fassadenbegrünung wurden bislang bei städtischen Liegenschaften umgesetzt und wie viele Quadratmeter sind dadurch hinzugekommen?
3. Welche Anstrengungen hat die Verwaltung über das Förderprogramm hinaus unternommen, um die Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger zur Dach- und Fassadenbegrünung zu motivieren?
