Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-15756
Grunddaten
- Betreff:
-
Sporthallendefizit in Braunschweig aus schulfachlicher Sicht
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Schulausschuss
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zur Beantwortung
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23.04.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Regelmäßig wird über das bestehende Sporthallendefizit in Braunschweig gesprochen, zuletzt in der Diskussion über den Antrag der CDU-Fraktion zur baulichen Lösung für die fehlenden Unterrichtsräume an der Gaußschule und am Wilhelm-Gymnasium (DS.-Nr. 20-14488 und 20-14488-02). Neben den - in diesem Rahmen erörterten - Problemen der Schulen in unserer Innenstadt, gibt es auch in anderen Stadtteilen große Bedarfe an zusätzlichen Sporthallenkapazitäten, die bislang nicht befriedigt werden konnten. Dies führt zu großem Unmut in den betroffenen Quartieren und kanalisiert sich teilweise in Unterschriftensammlungen und anderen Protestaktionen. Exemplarisch seien hier der heutige Stadtbezirk 213 (Südstadt-Rautheim-Mascherode), Kralenriede und Querum genannt. Gerade im Lindenberg und in Rautheim ist es besonders bedauerlich, da hier zu der Zeit, als noch die Kasernen durch die Bundeswehr genutzt wurden, die Sportinfrastruktur durch die Bevölkerung mitgenutzt werden durfte. Nach Schließung der Kasernen fiel diese Möglichkeit weg. Somit gibt es in diesem Bereich nicht nur einen gleichbleibenden - schlechten - Status Quo, sondern faktisch sogar eine Verschlechterung. An der Grundschule Kralenriede gibt es seit Bestehen keine Sporthalle
Und auch wenn sich im Zuge des Ausbaus der Grundschule Querum zur Ganztagsgrundschule eine Lösung für diesen Bereich der Stadt abzeichnet, stößt diese bisher nicht auf volle Zustimmung bei allen Beteiligten (s. Berichterstattung in der Presse aus dem März und Stellungnahme des Fördervereins der Integrierten Gesamtschule Querum).
Hinzu kommt, dass beispielsweise durch Brandschäden (Sporthalle Lehndorf und Sporthalle des Gymnasiums Hoffmann-von-Fallersleben), gefährliche Unterdecken (zahlreiche Sporthallen im gesamten Stadtgebiet) und vor allem in 2015 durch die Nutzung zur Unterbringung von Geflüchteten (Sporthalle Boeselagerstraße) bereits der Substanzerhalt eine große Herausforderung für die Verwaltung darstellte. Und dennoch muss der Abbau des seit Jahren vorhandenen und ebenso bekannten Sporthallendefizits konsequent angegangen werden.
Eine, zum Beispiel im Heidberg über viele Jahrzehnte praktizierte, Busfahrt in eine entfernt gelegene andere Sporthalle kann dabei kurzfristig sicherlich Abhilfe schaffen, aber niemals dauerhafter Zustand sein.
In der Vergangenheit hat sich dabei stets gezeigt, dass es unterschiedliche Betrachtungs- und Herangehensweisen aus schulfachlicher Sicht und aus dem Sport gibt. Daher wird eine nahezu gleichlautende Anfrage auch im Sportausschuss gestellt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. In welchen Bereichen der Stadt Braunschweig gibt es aktuell aus schulfachlicher Sicht ein Sporthallendefizit?
2. Auf welchen Wegen wird durchgängig die ordnungsgemäße Erteilung des Sportunterrichts für die Schülerinnen und Schüler sichergestellt?
3. Wie und mit welchem Zeitplan will die Schulverwaltung das bestehende Sporthallendefizit angehen?
