Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 21-15375-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

Der Errichtung von sogenannten Hundefreilaufflächen zum ganzjährigen leinenlosen Führen von Hunden auf den Flächen:

1. Madamenweg / Dorntriftweg

2. Ehemaliger Sportplatz Bienrode im Großen Moore

3. Franzsches Feld / Nußberg

wird zugestimmt.

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die Darstellung des Sachverhalts der DS 21-15375 wird wie folgt ergänzt:

 

Nach den aus den Stadtbezirksräten 112 und 310 geäußerten Bedenken zu der geplanten Errichtung von Hundefreilaufflächen Im Großen Moore und Madamenweg/Dorntriftweg hat der Grünflächenausschuss in seiner Sitzung am 25.03.2021 die Entscheidung über die Beschlussvorlage zurückgestellt und die Verwaltung gebeten, weitere Abstimmungsgespräche mit den jeweiligen Sportvereinen zu führen.

 

Die Verwaltung hat daraufhin am 31.03.2021 diese Gespräche im Rahmen von Ortsterminen mit den Vorständen der Sportvereine VfL Bienrode 1930 e. V. und VfB Rot-Weiß 04 e. V. auf den jeweiligen Sportanlagen durchgeführt. Weiterhin wurden am 12.04.2021 Gespräche mit den Vorständen der Kleingartenvereine Madamenweg e. V. und Weinberg e. V. geführt.

 

Fläche ehemaliger Sportplatz Bienrode

 

Der Vorstand des VfL Bienrode äußerte Bedenken insbesondere dahingehend, dass der Sportplatz „Im großen Moore“ für den Trainingsbetrieb der JFV Kickers Braunschweig e. V. benötigt würde, da das regulär von diesem Verein genutzte Rasengroßspielfeld auf der Sportanlage Waggum auf Grund seines sanierungsbedürftigen Zustandes derzeit nicht nutzbar wäre. Weiterhin würde der Sportplatz „Im Großen Moore“ für Gymnastikgruppen benötigt, die während der aktuell laufenden Sanierung der Sporthalle Waggum den Sportplatz als Ausweichstandort nutzen.  

 

Die Verwaltung erläuterte, dass die in der Vorlage DS 21-15375 geschilderte Planung die Errichtung einer Hundefreilauffläche lediglich in einer Größe von rund 7 500 m² vorsieht. Von der insgesamt rund 20 000 großen Fläche sollen darüber hinaus rund 3 500 m² für die Ortsfeuerwehr und weitere rund 9 000 m² als Grüngürtel und z. B. als Fläche für stadtteilbezogene Veranstaltungen erhalten bleiben, aber auch für sportliche Zwecke wie Fußballspielen oder Gymnastik genutzt werden. Bis zur baulichen Umsetzung der Hundefreilauffläche kann, wie bisher auch, das vorhandene Rasenspielfeld weiterhin im Bedarfsfall in Gänze genutzt werden.

 

Die Verwaltung erläuterte darüber hinaus, dass die Sanierung des Rasenspielfeldes auf der Sportanlage Waggum voraussichtlich im Herbst 2021 abgeschlossen sein wird und dann das Spielfeld wieder vollumfänglich zur Verfügung stehen wird. Sollten wider Erwarten übergangsweise zusätzliche Sportflächen benötigt werden, wird die Sportfachverwaltung bemüht sein, temporär zusätzliche Kapazitäten in der näheren Umgebung anzubieten. Der Vorstand des VfL Bienrode 1930 e. V. hat nach diesen Erläuterungen der Verwaltung keine Bedenken gegen die Errichtung der Hundefreilauffläche auf der Sportanlage Im Großen Moore.

 

Fläche Madamenweg/Dorntriftweg

 

Seitens des Vorstands des VfB-Rot Weiß wurde einleitend betont, dass die Fläche vereinssportlich aktuell und auch zukünftig weder zu Trainings- noch zu Wettkampfzwecken benötigt wird und keine Bedenken gegen eine Nutzung als öffentliche Grünfläche bestehen. Die Bedenken des Vereins sind daher in erster Linie auf möglicherweise auftretende Probleme im Umfeld gerichtet. Zum einen wird befürchtet, dass Hunde auf die Sportanlage gelangen und den Sportbetrieb stören könnten. Zum anderen wird befürchtet, dass abirrende Fußbälle, die auf die Hundefreilauffläche geraten, beschädigt werden könnten. Die Verwaltung erläuterte, dass die Freilauffläche durch die bauliche Errichtung eines sogenannten Wildschutzzaunes eingefriedet werden soll. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass die Hunde die Freilauffläche nicht verlassen können. Da auch zukünftig eine Zufahrt zur Sportanlage über die Freilauffläche notwendig ist, wurden Verlauf und Lage der anzulegenden Einfriedung und des notwendigen Tores zur Sportanlage zwischen Vertretern der Sportfachverwaltung und des Vereins einvernehmlich vor Ort abgestimmt.

 

Zwischen der Sportanlage und der zur Ausweisung als Hundefreilauffläche vorgesehenen Fläche befindet sich eine rund fünf bis sechs Meter hohe Baum-Strauchhecke, die eine natürliche Barriere gegen unpräzise geschossene Fußbälle darstellt. Die Verwaltung wird darüber hinaus prüfen, ob statt des vorgesehenen Zaunes mit einer Höhe von 1,60 Meter ein 2 Meter hoher Zaun verwendet werden kann, um zu verhindern, dass Bälle auf die Hundefreilauffläche geraten können. Trotz dieser Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige abirrende Bälle auf die Freilauffläche gelangen. Es wird aus heutiger Sicht davon ausgegangen, dass sich die hochwertigen Bälle nicht ohne weiteres von Hunden zerstören lassen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass sich die Mehrzahl der Hundehalterinnen und Hundehalter in so einem Falle sofort eingreifen würde, um Konflikte mit den Sporttreibenden zu vermeiden.

 

Weitere geäußerte Bedenken des Vorstands waren, dass mit erhöhtem Lärmaufkommen gerechnet wird und verstärkt illegal auf den im Umfeld der Sportanlage gelegenen Grünflächen geparkt werden könnte. Aus Sicht der Verwaltung bleibt es abzuwarten, wie gut die Hundefreilaufflächen in der Bevölkerung angenommen werden und wie stark die Frequentierung insbesondere auch außerhalb der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit in Summe sein wird. Auf auftretende Probleme könnte beispielsweise durch eine zeitliche Nutzungsbeschränkung (z. B. von 8.00 bis 20.00 Uhr) und verstärkte Kontrollen auf Falschparken reagiert werden. Bei der Errichtung der Hundefreilaufflächen handelt es sich in Braunschweig um Pilotprojekte. Daher wäre aus Sicht der Verwaltung individuell auf die jeweilige Problemlage zu reagieren. Darüber hinaus handelt es sich ggf. um temporäre Einrichtungen.

 

Abschließend wies der Vorstand des VfB Rot-Weiß auf einen ihm bekannten Gesprächswunsch der benachbarten Kleingartenvereine hin. Diesem ist die Verwaltung im Rahmen eines weiteren Ortstermins ebenfalls nachgekommen. 


 

KGV Madamenweg/KGV Weinberg

 

Die Gespräche mit den Vorständen der Kleingartenvereine fanden im Beisein des Landesverbandes Braunschweig der Gartenfreunde e. V. am Madamenweg statt. Nach Erläuterung der konkreten Planungen gab es seitens der Vorstände keine Bedenken gegen die Errichtung der Hundefreilaufflächen.

 

 

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