Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-15799
Grunddaten
- Betreff:
-
Verbesserung der Verkehrssituation im Magniviertel
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Fraktion Bündnis 90 - DIE GRÜNEN im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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zur Beantwortung
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28.04.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Das Magniviertel ist ein Teil der Innenstadt, der durch seine alten Gebäude, die kleinen Straßen, das Kopfsteinpflaster und vielem mehr eine einmalige Atmosphäre schafft. Es ist geprägt von kleinen, oft inhabergeführten Geschäften, Restaurants und Cafés. In den letzten Jahren kamen zahlreiche Neuansiedlungen dazu, das Magniviertel entwickelt sich zu einem beliebten Szeneviertel. Darüber hinaus ist es optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden durch zahlreiche Tram- und Buslinien sowie durch die allgemein sehr zentrale Lage.
Seit Jahren wird von Seiten der Anwohner*innen gefordert, die Verkehrssituation zu verbessern. Insbesondere der ruhende Verkehr wird als Störung empfunden, oft werden die ohnehin zu schmalen Fußwege beinah zugeparkt und an Kreuzungen entstehen unübersichtliche und damit gefährliche Situationen.
Zuletzt berichtete auch die Braunschweiger Zeitung über die “Magni-Horror-Picture-Show”: https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/article231730103/Das-ist-die-Magni-Horror-Picture-Show-in-Braunschweig.html
Für viele Menschen steigt der Wunsch nach Freiräumen ohne Autoverkehr und nach mehr Platz zum Schlendern, Verweilen und Spielen. Sowohl der Dialog zur Zukunft der Innenstadt, die City-Logistik-Studie als auch die Entwicklung des MEP machen immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, die Verteilung von Verkehrsräumen neu zu diskutieren und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Aus Sicht der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eignet sich das Magniviertel aus all diesen Gründen ideal für ein Braunschweiger Pilotprojekt “Autofreies Quartier”. Unter Autofreiheit verstehen wir eine ähnliche Situation wie in einer Fußgängerzone: Das Befahren eines “autofreien Quartiers” mit dem Pkw sowie das Halten und Parken soll grundsätzlich unzulässig sein, Ausnahmen bedürfen einer Genehmigung. Für Lieferverkehr sollten spezielle Flächen bzw. Zeitfenster eingerichtet werden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wie bewertet die Verwaltung die Verkehrssituation im Magniviertel, sowohl fließend als auch ruhend?
2. Wie kann die Verkehrssituation im Sinne der Anwohner*innen und Gewerbetreibenden ganzheitlich verbessert werden?
3. Eignet sich das Magniviertel aus Sicht der Verwaltung für ein Pilotprojekt “autofreies Quartier” und wenn ja, welche Schritte können aus Sicht der Verwaltung zeitnah in diese Richtung umgesetzt werden?
