Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 21-15810
Grunddaten
- Betreff:
-
Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur für Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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Vorberatung
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28.04.2021
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30.06.2021
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Vorberatung
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Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Braunschweig muss in den nächsten Jahren massiv vorangetrieben werden. Die Verwaltung erstellt dazu ein Infrastrukturkonzept zur Versorgung Braunschweigs mit Elektro-Ladepunkten beziehungsweise gibt ein solches Konzept in Auftrag.
Wesentliche Inhalte des Konzeptes sollen sein:
1. öffentliche sowie private Flächen identifizieren, die sich für die Installation von Schnellladesäulen eignen
2. gleichmäßige Verteilung dieser Flächen über das Stadtgebiet
3. Kooperationen mit Energieversorgern, Parkhaus- und Tankstellenbetreibern, Pkw-Herstellern und den umliegenden Kommunen
Die Investitionskosten für die Realisierung des Konzeptes werden unter Berücksichtigung möglicher Fördermittel und Kooperationen ermittelt.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Bedeutung der Elektromobilität für den schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und für die Frage der Mobilität von morgen nimmt immer weiter zu. Braunschweig hatte mit dem Schaufenster Elektromobilität einen guten Einstieg in das Thema gefunden, wir drohen aber diese gute Ausgangslage zu verlieren. Die Zulassungszahlen für Fahrzeuge mit Elektroantrieb, ob nun Plug-In-Hybrid oder Voll-Elektro, nehmen stetig zu. Zwischenzeitlich sind jedoch etliche Entwicklungen an Braunschweig vorbeigegangen, insbesondere im Hinblick auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur.
In der Statistik des Verbands der Automobilindustrie (VDA) liegt Braunschweig im Städtevergleich nur auf Platz 112 von 400 Städten in Bezug auf die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte im Verhältnis zu den in der Stadt zugelassen Autos. Wolfsburg liegt auf Platz 2.
In Bezug auf das Teilen öffentlicher Ladepunkte je Elektrofahrzeug liegt Braunschweig im VDA-Ranking sogar nur auf Platz 354 von 400 und ist damit quasi das Schlusslicht: 24,6 E-Pkws teilen sich einen öffentlichen Ladepunkt. Bei zunehmender Anzahl von E-Pkws dürfte sich diese Zahl weiter verschlechtern – vom ehemaligen Spitzenreiter ist Braunschweig zum Schlusslicht geworden.
Nach Auskunft der Verwaltung auf unsere Anfrage (Mitteilung 21-15408-01) gibt es in Braunschweig ca. 200 öffentlich zugängliche Ladepunkte (vgl. goingelectric.de). In dieser Mitteilung gibt die Verwaltung an, ein Konzept in Auftrag geben zu wollen. In diesem Konzept soll anhand Einwohnerdichte, (Elektro-)Kfz-Dichte pro Einwohner, Vorhandensein eigener Stellplätze und sonstiger wichtiger Ziele die Anzahl der Ladepunkte bis 2025 ermittelt werden.
Bei der Beauftragung des Konzeptes werden potentielle private Flächen für Ladepunkte nicht mitbetrachtet. Dies halten wir für unzureichend. Die privaten Flächen sollten ebenfalls identifiziert und mögliche baurechtliche Hinderungsgründe für die Einrichtung von Ladepunkten von Privaten beseitigt werden.
Weiterhin halten wir es für unabdingbar, dass bei der Realisierung der Maßnahmen regionale Akteure aus der Wirtschaft eng miteinbezogen werden und keine Redundanzen bei der Schaffung von Ladepunkten auftreten.
Das Konzept sollte kurzfristig erstellt und die nötigen Investitionen im nächsten Haushalt bereits vorbereitet werden, damit zügig diese zukunftsweisende Infrastruktur-Investition auf den Weg gebracht werden kann.
