Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 21-15869
Grunddaten
- Betreff:
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Bereitstellung von bezirklichen Mitteln zur Beschaffung und Aufstellung von Informationstafeln am Dowesee
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Bündnis 90/Die Grünen im Stadtbezirksrat 331
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 331 Nordstadt
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Entscheidung
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22.04.2021
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
Aufgrund der dargelegten Zusammenhänge, stellt der Stadtbezirksrat 331 Mittel in Höhe von bis zu 5000 Euro zur Verfügung, um die Aufstellung von Hinweistafeln und Schildern zu veranlassen.
Es wird vorgeschlagen, dass thematisch erklärende Infotafeln direkt in den beiden Eingangsbereichen (Nord und Zentral) aufgestellt werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, insgesamt 4 weitere (ggf. kleinere) Infoschilder /Infotafeln verteilt um den See im Bereich der Uferanlagen aufzustellen. Neben einer Erklärung über die Zusammenhänge und negativen Folgen des Fütterns, muss ersichtlich sein, dass Füttern in dieser Form verboten ist und mit einem Ordnungsgeld geahndet werden kann.
Beispiel für einen Abschlusssatz auf allen Infotafeln: „Sehr geehrte Besucher*innen, der Dowesee als Lebensraum ist akut gefährdet, bitte Füttern sie die Tiere nicht mehr. Das Füttern der hier lebenden Tiere (Nutrias, Enten; Gänse) ist verboten und kann mit Bußgeldern geahndet werden.“
Die Maßnahmen zum Aufstellen und die textliche Gestaltung sind vor Auftragsvergabe an die ausführende Firma mit dem antragstellenden Bezirksrat abzusprechen. Hierzu wird eine Kontaktperson aus den Reihen des Bezirksrates benannt, die den Vorgang mit dem Fachbereich der Stadt Brauschweig begleitet und als Schnittstelleansprechpartner zum Bezirksrat fungiert.
Als Kontaktperson für den Fachbereich wird vorgeschlagen: Rochus Jonas (Bündnis 90 / Die Grünen)
Sachverhalt
Sachverhalt:
Der Schul- und Bürgergarten mit dem Dowesee als zentrales Gewässer ist ein beliebtes Ausflugs- und Naherholungsziel vieler Menschen. Insbesondere Familien schätzen den dortigen Spielplatz und die Möglichkeit, mit ihren Kindern das lebhafte Treiben der dortigen Tierwelt und die vielfältige Pflanzenwelt aus der Nähe zu beobachten.
War der Dowesee viele Jahre noch ein echter Geheimtipp, hat der Bekanntheitsgrad dieser Grünanlage in den letzten Jahren stark zugenommen. Insbesondere im letzten Jahr sind die Besucherzahlen enorm gestiegen sind. Dieser Anstieg führt aber auch zu einer hohen Belastung der Infrastruktur und des ökologischen Gleichgewichtes des Dowesees.
Viele Besucher möchten verständlicherweise mit ihren Kindern die dortige Tierwelt aus allernächster Nähe beobachten. Leider führt dies dazu, dass täglich sehr große Mengen an Brot, Küchenabfällen und anderen Futtermitteln an die dortigen Tiere (Nutrias, Enten, Gänse, etc.) verfüttert werden. Dies führt letztendlich zu einem unnatürlich hohen menschgemachten Nährstoffeintrag in den See sowie zu einer unnatürlich hohen Vermehrung der Wasservögel und Nutrias mit fatalen Folgen für das gesamte aquatische System des Dowesees.
So possierlich die Nutrias auch sind, sie stellen eine gravierende Bedrohung des ökologischen Gleichgewichtes des Sees dar. Der Uferrandstreifen wird durch die Nutrias extrem verbissen und ist in einigen Bereichen schon fast verschwunden. Weiterhin werden die seltenen Süßwassermuscheln durch die Nutrias stark dezimiert und werden vermutlich dort bald ganz verschwunden sein. Der hohe Nährstoffeintrag in den See führt zu einer weiteren Kettenreaktion von Überdüngung, Algenbildung, Sauerstoffmangel, Schwefelwasserstoffbildung. Dies führt dann zu einer, für die Besuchenden nicht sichtbaren Katastrophe unterhalb der Wasseroberfläche des Dowesees.
Es besteht dringender Aufklärungs- und Handlungsbedarf in der Bevölkerung, damit der Dowesee in seiner bisherigen Form nicht stirbt! Auch muss die Stadt Braunschweig die bereits getroffenen Maßnahmen intensivieren. Hierzu gehören auch das Aufstellen von Infotafeln und eine Infokampagne über die regionale Presse: Auch der regelmäßige Einsatz des zentralen Ordnungsdienstes sollte hierbei unbedingt in Erwägung gezogen werden.
gez. Rochus Jonas
Anlagen
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(wie Dokument)
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