Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 21-15799-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 14.04.2021 wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu 1.) und 2.)

Die Verwaltung hat sich der Frage nach den Geschwindigkeiten und der Menge an Durchgangsverkehr auf Anregung der Bürgerschaft Magni bereits gewidmet und festgestellt, dass sowohl die Geschwindigkeiten als auch die Menge an Verkehr (gemessen im Bereich Ritterstraße) vergleichsweise gering sind (vgl. dazu Drucksache 19-11665-01 „Verkehrszählung in der Ritterstraße“ aus dem Januar 2020). Die Verkehrsmengen (weniger als 1 Fahrzeug pro Minute in der Spitzenstunde) und die Verteilung des Verkehres weisen auf eine typische Mischnutzung von Wohnen und Dienstleistungen hin, also genau das, was das Magniviertel ausmacht.

 

Durchgangsverkehr scheint dort also sehr untergeordnet zu sein. Das ist im Wesentlichen ein Ergebnis der Verkehrsführung und Beschilderung, die so ausgelegt sind, dass ein Durchfahren des Magniviertels unattraktiv ist und keinen Zeitvorteil bringt. Dennoch sollte dieser Frage im letzten Jahr insbesondere bzgl. des Parksuchverkehrs noch genauer nachgegangen werden. Aufgrund der Pandemie konnte diese Untersuchung bislang aber nicht durchgeführt werden.

 

Beim Thema ruhender Kraftfahrzeugverkehr gilt, dass eine Vielzahl von Interessen berücksichtigt werden müssen. Dabei sind die Interessen der Bewohner und die Interessen der Geschäftsleute, der Besucher, der Kunden und von Mobilitätseingeschränkten zu analysieren und abzuwägen

 

Zu untersuchen ist darüber hinaus, ob die Tiefgarage direkt am Magniviertel den Parkraumbedarf in wesentlichen Teilen abdecken kann, so dass bei Akzeptanz eines kurzen Fußweges die Parkmöglichkeiten im Quartier deutlich reduziert werden können.

 

Zu 3.)

Vergleicht man das Magniviertel mit der Kern-Innenstadt mit ihrer ausgedehnten Fußgängerzone, wird das Magniviertel von deutlich mehr Menschen bewohnt als die Fußgängerzone.

 

Die Planung des Magniviertels als autofreies Quartier muss unter Einbindung der Bewohner, der örtlichen Wirtschaft, der Schulen, der KiTa etc. stattfinden, ansonsten wäre keine Akzeptanz zu erzielen. Dies wäre ein personal- und kostenintensiver Prozess, für den kurzfristig keine Ressourcen zur Verfügung stehen.

 

Derzeit befindet sich der Mobilitätsentwicklungsplan (MEP) für die Stadt Braunschweig in Arbeit, in dem eine Zielvision für den Verkehr der Zukunft beschlossen werden soll. Der MEP ist dabei die geeignete Stelle, autofreie Quartiere zu bewerten auch unter dem Aspekt, ob sie zur Erreichung der noch zu definierenden Zielvision sinnvoll sind. Wenn dem so ist, kann das Magniviertel, z. B. als „Pilot“, dazu verwendet werden.

 

 

 

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