Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 21-15764-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage des Elternvertreters für die allgemein bildenden Schulen, Jens Kamphenkel, vom 12.04.2021 wird wie folgt Stellung genommen:

 

 

Aufgrund der Komplexität der örtlichen Randbedingungen wie der angebotenen technischen Lösungen verfolgt die Verwaltung zurzeit verschiedene Wege.

 

 

- Welche technischen Mittel für eine mögliche Reduzierung der Infektionsgefahren in Schulen werden beim Schulträger geprüft?

 

Seit dem vergangenen Jahr drängen unterschiedlichste Anbieter von dezentralen Luft-reinigern auf den Markt, die eine potentielle Virenbelastung entweder durch Filter oder durch Behandlung mit UV-Licht senken. Die Verwaltung hat bereits Ende letzten Jah-res damit begonnen, eine erste Sondierung zu Luftreinigern vorzunehmen. Im Februar 2021 wurde eine Markterkundung aktueller Luftreiniger durchgeführt. Im Ergebnis zeigt sich eine schwierige Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Systeme nicht nur in der technischen Herangehensweise, sondern auch im vorliegenden Datenbestand zur Umsetzung. Dieser Sachverhalt kumuliert angesichts heterogenster räumlicher Rand-bedingungen in den Schulen.

 

 

- Mit welchem Ergebnis inkl. Begründung?

 

Die Verwaltung beabsichtigt, mit einem regionalen Anbieter einen Luftreiniger mittels UV-C in einem exemplarisch kritischen Schulraum zeitnah zu testen und auszuwerten. Ergänzend hat die Verwaltung mit der Stadt Göttingen und dem dortigen Max-Planck-Institut Kontakt aufgenommen. Begleitet vom Aerosolforscher Prof. Dr. Bodenschatz testet die Stadt Göttingen derzeit an einem exemplarischen Schulraum die simple wie wirkungsvolle Lösung, mittels temporär eingebautem Fensterventilator einen Luftwechsel sicherzustellen, der eine potentielle Virenbelastung deutlich reduziert. Positive Nebeneffekte wie CO2-Reduktion und Temperaturabsenkung durch Nachtabkühlung im Sommer könnten diese einfache Lösung zusätzlich interessant machen. Auch hier ist ein kurzfristiger Modellversuch vor Ort vorgesehen, um die Umsetzungsmöglichkeiten besser ausloten zu wollen. Erst mit diesen Ergebnissen lässt sich ein Kosten und Terminplan verlässlich erstellen. Bereits die ersten Kontakte zeigen, dass ggf. mit längeren Lieferfristen gerechnet werden muss.

 

 

 

- Wann mit einer Umsetzung der Maßnahme bzw. dem Einsatz von möglicherweise positiv beschiedenen technischen Mitteln zu rechnen ist

 

Momentan wird eine Prioritätenliste besonders betroffener, schwer zu lüftender Räume erstellt und aktuelle Möglichkeiten zur Nutzung von Fördermitteln geprüft. Im Fokus stehen sollen hierbei insbesondere enge, schlecht belüftbare Räume in Grundschulen- und Förderschulen, da davon auszugehen ist, dass die älteren Schülerinnen und Schüler deutlich früher ein Impfangebot erhalten werden als die jüngeren.

 

 

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