Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 21-15928

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

"Dem Ausbau eines ganzjährig nutzbaren Rundwegs als Inlinerstrecke um den Südsee sowie der Herstellung eines Pumptracks südlich des Vereinsgeländes des Segler-Vereins Braun-schweig (SVBS) wird zugestimmt."
 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Beschlusskompetenz

 

Die Beschlusskompetenz des Grünflächenausschusses ergibt sich aus § 76 Abs. 2 S. 1, § 58 Abs. 1 NKomVG und der Richtlinie des Rates gem. § 58 Abs. 1 NKomVG zur Auslegung des Begriffes „Geschäfte der laufenden Verwaltung“.

 

Im Sinne dieser Zuständigkeitsnormen handelt es sich bei der Maßnahme „Ausbau Rundweg als Inlinerstrecke um den Südsee und Herstellung eines Pumptracks“ um eine Einzelfallentscheidung, die nicht mit gewisser Regelmäßigkeit wiederkehrend ist und somit nach der Richtlinie des Rates gemäß § 58 Abs. 1 NKomVG zur Auslegung des Begriffes „Geschäfte der laufenden Verwaltung“ um kein Geschäft der laufenden Verwaltung, für das der Oberbürgermeister zuständig wäre. Eine Zuständigkeit des Rates nach § 58 Abs. 1 NKomVG ist nicht gegeben. Daher besteht eine Beschlusszuständigkeit des Verwaltungsausschusses. Diese wurde nach § 6 der Hauptsatzung auf den Grünflächenausschuss übertragen.

 

Sachverhalt:

 

Mit dem Beschluss über den Masterplan Sport 2030 durch den Rat der Stadt Braunschweig

im Jahr 2016 sollen die darin definierten 12 Leitziele mit 81 Empfehlungen sukzessive

umgesetzt werden. Die Maßnahmen zielen ab auf eine Optimierung, Ergänzung und

Erweiterung der Braunschweiger Sportinfrastruktur.

 

Der Masterplan Sport sieht unter anderem vor, die Wege für Sport und Bewegung sowie die Möglichkeiten, im öffentlichen Raum sportlich aktiv zu sein, zu verbessern.

 

Aus den Ergebnissen einer Bevölkerungsbefragung als Grundlage für die Erarbeitung des Masterplan Sport 2030 geht hervor, dass die meisten Sport- und Bewegungsaktivitäten auf sogenannten Sportgelegenheiten im öffentlichen Raum, insbesondere in den vorhandenen Park- und Grünanlagen ausgeübt werden.

 

Seit dem Jahr 2016 entstanden im gesamten Stadtgebiet verteilt in frei zugänglichen

Grünanlagen insgesamt acht Bolz-Kleinspielfelder, ausgestattet mit einem ganzjährig nutzbaren Kunststoffrasenbelag. Diese Bolzplätze bieten vorzugsweise Kindern und Jugendlichen ein niedrigschwelliges Bewegungsangebot im nahen Wohnumfeld.

 

Darüber hinaus wendet sich das Angebot verschiedener Fitness-Stationen im Stadtgebiet in erster Linie an bewegungsaffine Erwachsene, die ein individuelles leichtes bis höchst sportives Ganzkörpertraining im Outdoor-Bereich präferieren. Im Mai und im Juni 2020 wurden zwei weitere Fitness-Stationen mit dem Fitness-Zirkel im Heidbergpark und dem

Fitness-Parcours am Okerwanderweg in Stöckheim in Betrieb genommen.

Diese werden nach Einschätzung der Verwaltung hervorragend angenommen.

 

Zwei dieser insgesamt zehn Fitness-Stationen im Stadtgebiet, einer davon im Prinz-Albrecht-Park, aufgrund einer anderen schwerpunktorientierten Ausstattung (Motorik/Balance) auch für Kinder und Senioren generationsübergreifend gut geeignet.

 

Diese Bewegungsräume in öffentlichen Parkanlagen lassen bislang den „rollenden“

Freizeitsportler außen vor.

 

Die Verwaltung beabsichtigt deshalb, am und um den Südsee ein niedrigschwelliges freizeitsportliches und familienfreundliches Bewegungsangebot für sämtliche Altersgruppen zu schaffen. Damit grenzt sich das am Südsee geplante Bewegungsangebot von den

bestehenden Fitness-Stationen (vorwiegend Erwachsene Nutzer) und den Bolz-Spielfeldern (Ballspiel) ab.

 

Der „rollende“ Freizeitsport lässt sich nicht auf das Radfahren allein reduzieren.

 

Das Radfahren ist generationsübergreifend die mit Abstand beliebteste Sportart der

Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger. Dies geht als weiteres Ergebnis aus der oben

genannten Bevölkerungsbefragung im Stadtgebiet, die dem Masterplan 2030 vorgeschaltet war, hervor.

 

Populäre Bewegungsform wie Skaten, Longboarden oder Inline-Skaten ergänzen als weitere Bewegungsformen den „rollenden“ Freizeitsport.

 

Seit dem Boom zu Beginn der 2000er hat sich das Inline-Skaten vom Trend- zum Lifetime-Sport etabliert. Von sämtlichen Altersgruppen ohne besondere Vorkenntnisse auszuüben, zählt es insbesondere unter Kindern und Jugendlichen zu den beliebtesten

niedrigschwelligen Sport-/Freizeitsportarten.

 

Den Empfehlungen des Masterplans Sport 2030 folgend, das Inlinerstreckenangebot im Stadtgebiet zu verbessern, ist das Konzept entstanden, den Rundweg um den Südsee

entsprechend auszubauen.

 

Der zum See gelegene vorhandene Rundkurs von 3,2 km Länge besteht größtenteils in

wassergebundener Bauweise; Teilabschnitte sind bereits asphaltiert. Aufbauend auf die

vorhandenen wassergebundenen Wegedecken soll eine feinkörnige Asphaltdeckschicht

aufgetragen werden, die ein hohes Maß an Rollspaß verspricht. Je nach Können und

sportlicher Herausforderung kann der See mehrfach umrundet werden.

 

Eine Weiterführung der Strecke in Richtung Richmondpark und der Lückenschluss nicht

asphaltierter Anschluss- und Verbindungsstrecken ist möglich.

 

Die geplante Asphaltierung des ufernah gelegenen Rundwegs würde die Unterhaltungs- /Instandsetzungsarbeiten nach Überschwemmungen erheblich minimieren. Wassergebundene Wegedecken sind allgemein in ihrer Unterhaltung kostenintensiv und erfordern ein hohes Maß an Unterhaltungsarbeiten.

 

Darüber hinaus und ergänzend zum Inliner-Rundweg soll ein Pumptrack, ein asphaltierter geschlossener Rundkurs mit Wellen und Steilkurven südlich des Segler-Vereins-Geländes entstehen.

 

Das Ziel beim Fahren auf einem Pumptrack ist es, Geschwindigkeit durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh- und Drückbewegungen aufzubauen. Mit ein wenig Übung kann der Ablauf so verinnerlicht werden, dass der Pumptrack ohne Pedalbewegung komplett durchgefahren werden kann.

 

Jeder Radfahrer kann unabhängig von der Art des Rades auf einem Pumptrack fahren. Ein relativ gefahrloser Einstieg und langsames Herantasten sind auch für völlig Ungeübte möglich und machen den Reiz des Pumptracks aus.

 

Fahren auf einem Pumptrack schult neben der freizeitsportlichen Betätigung insbesondere Gleichgewicht und koordinative Fähigkeiten, die bei vielen Kindern und Jugendlichen nicht altersgemäß ausgebildet sind. Auch Skater, Scooter und sogar junge Laufradfahrer können sich auf dem familienfreundlichen Pumptrack ausprobieren.

 

Abzweigend vom Schrotweg wurde im vergangenen Jahr auf Höhe des Segler Vereins eine asphaltierte Zuwegung zum Rundweg am Südsee geschaffen. Diese Verbindung erschließt den geplanten Standort des Pumptracks direkt und schafft einen Einstieg in den Inliner-Rundkurs.

 

Der geplante Pumptrack sowie der Inliner-Rundweg würden die bestehenden wassersportlichen/vereinssportlichen Infrastrukturen (NaturFreunde Braunschweig e. V. sowie Segler-Verein Braunschweig e. V.) freizeitsportlich ergänzen und die bereits hohe Aufenthaltsqualität im Seeumfeld weiter erhöhen.

 

Die Herstellungskosten belaufen sich auf insgesamt ca. 400.000 €

-          Inlinerstrecke unter Einbindung in die vorhandene Parkwegestruktur:  285.000 €

-          Pumptrack mit Verweilmöglichkeiten:      115.000 €

Finanzierung

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen im Teilhaushalt des Fachbereichs Stadtgrün und

Sport auf dem Projekt 4E.670020.00.500 in ausreichender Höhe zur Verfügung.

 

 

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Anlagen

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