Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 21-15948
Grunddaten
- Betreff:
-
Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung - weiteres Vorgehen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Sportausschuss
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zur Kenntnis
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28.05.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Ausgangslage
Mit dem „Masterplan Sport 2030“ liegt in der Stadt Braunschweig ein Grundlagenpapier vor, welches auf der Sportentwicklungsplanung aus dem Jahr 2014 basiert und in dem ein Arbeitsprogramm für die Jahre 2016 bis 2018 formuliert wurde.
Anhand der beauftragten Fortschreibung soll geprüft werden, ob die in der Sportentwicklungsplanung erarbeiteten Ziele und Empfehlungen einer Aktualisierung bedürfen bzw. ob sich die Bedarfe der Bevölkerung gewandelt haben.
Nachdem im abgelaufenen Arbeitsprogramm vor allem die Sportanlagen für den Schul- und Vereinssport im Mittelpunkt standen, sollen im kommenden Arbeitsprogramm vor allem die Bewegungs- und Sportmöglichkeiten im Quartier und im urbanen Raum betrachtet werden. Ein direkter Einbezug der Bevölkerung wird dabei angestrebt.
Nachdem durch die Corona Pandemie der bereits für das vergangene Jahr vorgesehene Start der Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung mehrfach zeitlich verschoben werden musste, hat die Firma ikps in Hinblick auf den Impffortschritt und sinkende Infektionszahlen nunmehr eine aktualisierte Zeitplanung zur Abarbeitung dieses Auftrages der Verwaltung vorgelegt.
Schwerpunkte
Mit der Schwerpunktsetzung auf die Bewegungs- und Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum ergeben sich Fragen wie z.B. der Nutzung des öffentlichen Raums für Bewegung und Sport, zu seiner Eignung (Bewertung) als Sportraum und zu den Wünschen und Bedarfen der Sportlerinnen und Sportler.
Darüber hinaus soll auch die Alltagsmobilität sowie die Bewertung des hierfür zur Verfügung stehenden öffentlichen Raums – unter dem Gesichtspunkt der kommunalen Gesundheitsförderung – berücksichtigt werden.
So sollen noch in der ersten Jahreshälfte 2021 mittels einer öffentlich zugänglichen, internetbasierten Befragung der Bevölkerung Grunddaten zur Einschätzung der urbanen Bewegungsräume ermittelt werden. Damit wird ein Meinungsbild der Bevölkerung erhoben.
Es handelt sich somit nicht um eine repräsentative Bevölkerungsbefragung mittels Zufallsstichprobe, sondern der Zugang zur Befragung ist offen.
Die Rückläufer bzw. Antworten sollen dann während der Sommermonate von ikps ausgewertet werden.
Kooperativer Planungsprozess
Für den Frühherbst ist das Zusammentreten einer kooperativen Arbeitsgruppe – wenn möglich als Präsenzveranstaltung - vorgesehen, die sich dann mit den ausgewerteten Ergebnissen befassen wird.
Die quartiersbezogene Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger soll sich dann – in den dann möglichen Rahmenbedingungen – in mehreren Einzelveranstaltungen anschließen.
Dies soll in Form von offenen Workshops in ca. 10 Stadtteilen / Planungsbezirken stattfinden, zu denen zunächst gezielt Einrichtungen, Institutionen und Einzelpersonen eingeladen werden, die offen zugängliche Sport- und Bewegungsräume im Quartier nutzen.
Angesprochen werden sollen dabei in erster Linie die Sportvereine, Jugendeinrichtungen, Schulen, Seniorenorganisationen sowie bekannte Freizeitsportgruppen.
Darüber hinaus sollen die Workshops auch offen sein für Interessierte.
Über die oben beschriebene online-Befragung können sich ebenfalls Personen melden, die an einer Mitarbeit interessiert sind.
Aus den gesammelten Vorschlägen erarbeitet ikps gemeinsam mit der Sportfachverwaltung anschließend einen Ziel- und Maßnahmenkatalog für den jeweiligen Stadtteil / Planungsbezirk.
Vorstellung der Ergebnisse
Die Ergebnisse aus dem ersten Workshop der kooperativen Planungsgruppe und die Ergebnisse der Befragung und der Beteiligungsprozesse in den Stadtteilen / Planungsregionen sollen dann abschließend in einer weiteren Sitzung der kooperativen Planungsgruppe vorgestellt, diskutiert und daraus ein Handlungsprogramm für die Jahre 2022 bis 2024 abgeleitet werden.
Der Planungsprozess endet mit der Erstellung einer Dokumentation zu den Ergebnissen und Befunden der Beteiligungsprozesse und der Befragung durch ikps.
Diese Dokumentation soll abschließend Ende 2021 den politischen Gremien vorgestellt werden.
