Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 21-16114

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die Radverkehrssituation an der Celler Straße im Bereich der Querungen Maschstraße/Freisestraße und Petritorwall hat in der Vergangenheit immer wieder zu Kritik von Bürger*innen und Mobilitätsverbänden geführt. Aktuell hat die Verwaltung im Bereich Freisestraße/Maschstraße vor dem Hintergrund der Sperrung der Sidonienbrücke reagiert, indem kurze Abschnitte der Radwege auf beiden Seiten der Celler Straße für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben und die Radwege baulich verändert wurden. Somit ist eine Querung der Celler Straße von der Maschstraße in die Freisestraße und in Gegenrichtung jetzt legal möglich.

 

Kritik gibt es aber weiterhin insbesondere an den Möglichkeiten, die Celler Straße im Bereich des Wallrings zu queren. Die Streuscheiben in der Lichtsignalanlage zeigen bislang lediglich ein Fußnger*innen-Symbol. Die etwas nordwestlich dieses Knotens gelegene Querungshilfe ist in Richtung Inselwall streng genommen legal ebenfalls für Radfahrer*innen nicht zu erreichen, weil entweder über den Gehweg oder ein kurzes Stück über den nicht in beide Richtungen freigegebenen Radweg gefahren werden müsste.

 

In Gegenrichtung kommt es immer wieder zu Konflikten, weil Radfahrende sich hier rechts von den Fahrzeugen einordnen müssen, die vom Inselwall kommend nach rechts in die Celler Straße abbiegen wollen. Autofahrer*innen richten den Blick hier häufig nach links, um eine Lücke im fließenden motorisierten Verkehr zu finden. Die rechts von ihnen wartenden Radfahrer*innen werden erst spät oder gar nicht wahrgenommen.

 

Es besteht also weiterhin Handlungsbedarf, wenn man diesen Bereich fahrradfreundlicher und sicherer gestalten will. Dies gilt umso mehr, als der vom Rat beschlossene Ziele- und Maßnahmenkatalog "Radverkehr in Braunschweig" in Maßnahme 8.2 einen "Lückenschluss beim Fahrradstraßennetz entlang des Wallrings" vorsieht. Konkret heißt es hier:

 

"Entlang des Wallrings ist ein Lückenschluss vorzunehmen, sodass ein geschlossener Ring für den Radverkehr um den Innenstadtbereich entsteht. Dabei sind besonders die Übergänge zwischen den einzelnen Wallstraßen fahrradfreundlich zu gestalten. Die Verwaltung soll dazu Vorschläge ausarbeiten und in den Gremien vorstellen."

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

 

1. Welche Maßnahmen lassen sich aus Sicht der Verwaltung kurzfristig umsetzen, um die Situation der Radfahrenden in diesem Bereich zumindest etwas zu verbessern (z.B. durch einen Austausch der Streuscheiben)?

2. Welche Pläne hat die Verwaltung, um den Übergang zwischen den Wallstraßen in diesem Bereich fahrradfreundlicher zu gestalten und wann ist mit einer Beschlussvorlage zu rechnen?

3. Wie beurteilt die Verwaltung den Vorschlag, während der Arbeiten an der Sidonienbrücke den Geh- und Radweg zwischen Petritorwall und Freisestraße auf der Südseite der Celler Straße für Radfahrende in beide Richtungen zu öffnen?

 

gez.:

 

Helge Böttcher

 

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