Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 21-15443
Grunddaten
- Betreff:
-
Zukunft der Campusbahn
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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Vorberatung
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10.03.2021
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15.06.2021
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30.06.2021
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Vorberatung
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Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag
In Bezug auf das Zielnetz Stadtbahn 2030 (DS.-Nr. 17-03594) werden folgende Punkte beschlossen:
1) Eine Streckenführung mit Trasse und Brückenschlag durch die Aue von Wabe und Mittelriede wird aufgrund naturschutzfachlicher Aspekte nicht weiterverfolgt. Dazu wird das Projekt 4 - Campusbahn in der Streckenführung dahingehend geändert, dass der Stadtteil Querum nicht mehr einbezogen wird. Die Streckenführung endet somit im Bereich des Campus Ost der TU Braunschweig.
2a) Zur Verbesserung der Anbindung Querums wird die Streckenführung gemäß der C-Varianten auf dem bisherigen Trassenverlauf über die Berliner Straße mit einem Abzweig über die Querumer Straße nochmals näher untersucht und hinsichtlich alternativer Endpunkte oder eines möglichen Ringverkehrs mit dem Ziel der Anbindung möglichst vieler Bereiche Querums dargestellt und bewertet.
2b) Für den Fall, dass 2a) nicht realisierbar sein sollte, wird zur Optimierung der Erreichbarkeit Querums untersucht, inwieweit der Stadtteil effektiv durch moderne Elektrobusse erschlossen werden kann.
3) Bei beiden der unter 2 beschriebenen Varianten ist eine zusätzliche verkehrliche Belastung Querums auszuschließen.
Eine verbesserte Busanbindung zur Erreichbarkeit des Campus Nord der TU Braunschweig vom Hauptcampus wird davon losgelöst erarbeitet und zeitnah vorgestellt.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Bereits beim Grundsatzbeschluss über das Stadtbahnausbaukonzept im Februar 2017 wurde deutlich, dass der Anschluss Querums mit der geplanten Campusbahn nur über einen Brückenschlag und die damit verbundene Querung der Aue von Mittelriede und Wabe möglich sein würde. In den vergangenen Monaten wurden zum einen die Planungen für diese Streckenführung konkretisiert und zum anderen die Proteste gegen diese Idee immer lauter.
Zuletzt berichtete die Verwaltung in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses (PlUA) am 2. Dezember des vergangenen Jahres über den erforderlichen Brückenbau und dabei wurden die Bedenken zahlreicher Fraktionen vor allem aus Naturschutzgründen laut. Die mannigfaltigen Vorbehalte aus der Anwohnerschaft wurden in der Ratssitzung am 16. Februar und die darauf aufbauende mediale Berichterstattung deutlich. Um nicht noch weitere Zeit ins Land gehen zu lassen und damit weitere, kostenintensive Planungsprozesse auf den Weg zu bringen, soll nun ein weiterer Grundsatzbeschluss erfolgen, der den Stopp der Planungen durch die Auen von Mittelriede und Wabe führt.
Eine verbesserte Anbindung Querums an den ÖPNV soll aber dennoch erfolgen. Ob dies über die ebenfalls in der PlUA-Sitzung am 2.12.2020 diskutierten C-Varianten oder bspw. Elektrobusse erfolgen kann, soll weiter untersucht werden. Es wäre in Bezug auf Elektrobusse insofern konsequent, da erst vor Kurzem ein E-Bus-Konzept für die Verkehrs GmbH beschlossen wurde.
Die verkehrlichen Belastungen in Querum und besonders auf der Querumer Straße sind aber bereits heute schon sehr stark, so dass dringend darauf geachtet werden muss, dass keine weiteren Belastungen durch die Stärkung des ÖPNV erfolgen.
Eines der Ziele der Campusbahn war die bessere Anbindung des Campus Nord und des Campus Ost der Technischen Universität (TU) Braunschweig. Für den Campus Nord ist seit Jahren bekannt, dass eine verbesserte Verbindung durch die bestehenden Buslinien gewährleistet werden kann. Der Vorteil dabei ist, dass die Wechselzeiten der TU bekannt sind und die stärksten Wechselbeziehungen zwischen dem Campus Nord und dem Hauptcampus bestehen.
Die weitere Begründung erfolgt mündlich.
