Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 21-16174

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Der Klimawandel schreitet weiter voran, das Erreichen der Klimaneutralität ist wichtiger denn je. Dies steht fest und ist eindeutig belegt - doch der Weg zur Klimaneutralität ist noch weit. Die vom Umweltbundesamt 2014 veröffentlichte Studie „Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050“ zeigt, dass es für Gesamtdeutschland möglich ist, bis zum Jahr 2050 eine Netto-Nullemission zu erreichen.

Eine wichtige Wegmarke dahin wird das Jahr 2030 sein, denn bis dahin soll der Treibhausgasausstoß deutschlandweit um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Dieses Ziel ist sicherlich ambitioniert und es bedarf deshalb großer Anstrengungen, um es auch zu erreichen. Eine Möglichkeit dazu muss es sein, die Verwendung fossiler Energieträger nachhaltig zu reduzieren, oder am besten ganz zu vermeiden.

Laut Angaben der Internationalen Energie Agentur resultieren weltweit allein 47 % der CO2-Emmissionen aus der Energie- und Wärmeerzeugung, weitere 25 % aus dem Transportsektor, 19 % aus der Industrie, 6 % aus dem Bereich Wohnen und 3 % aus dem Bereich öffentliche und kommerzielle Dienstleistungen.

Bis zur Erreichung der Einsparungen in 2030 und vor allem bis zur vollständigen Klimaneutralität ist es noch ein weiter Weg, die aktuellen Bemühungen in Braunschweig sind noch nicht ausreichend. Doch auch Braunschweig muss sich den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens verpflichtet sehen und sollte damit auch seinen Beitrag zu deren Einhaltung leisten. Dies bedeutet, dass auch in Braunschweig die Treibhausgasemissionen deutlich gesenkt werden müssen, um effektiv an der Erreichung des 1,5°C Zieles mitzuwirken.

Das Klimaschutzkonzept 2.0 soll und muss ambitionierte Maßnahmen beinhalten, bei denen die Verwaltung selbst mit gutem Beispiel vorangehen und alle Mittel und Wege nutzen muss, um auch die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen in Braunschweig zu einem möglichst klimaneutralen Verhalten zu bewegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Da rund 47 % der Treibhausgasemissionen auf den Bereich Heizen und Strom entfallen: Welche Schritte werden in den kommenden Jahren im Einflussbereich der Stadt Braunschweig konkret unternommen, um bei der Erzeugung von Heizenergie eine Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen und welche Reduktion kann damit erreicht werden?

2. Welche weiteren Bereiche hat die Verwaltung identifiziert, die größeren Anteil an der Gesamtmenge der Treibhausgasemissionen in Braunschweig haben?

3. Welche konkreten Maßnahmen plant die Verwaltung, um auch in diesen Bereichen eine Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen und damit den Braunschweiger Anteil am Erreichen der im Pariser Klimaabkommen formulierten Ziele beizutragen?   

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