Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 21-16229

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Erste Beobachtungen – beispielsweise in Großstädten wie Berlin oder Hamburg – legen nahe, dass ärmere Menschen ein erhöhtes Risiko haben an Corona zu erkranken als wohlhabendere. Belastbare Daten bzw. wissenschaftliche Untersuchungen dazu liegen bisher jedoch nicht vor.

Eine Datenauswertung, die das Marktforschungsinstitut Infas 360 im April für ZDF Heute in Köln durchgeführt hat, scheint den Zusammenhang zwischen Einkommen, Bildungsgrad und Migrationshintergrund und den Corona-Infektionen in bestimmten Stadtteilen zu belegen.

Daraus leiten einige Verbände, darunter auch die AOK, eine Forderung ab, in solchen Stadtteilen priorisiert Impfungen durchzuführen. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter hat nun deshalb die Ratsfraktionen angeschrieben und darum gebeten, eine entsprechende Anfrage in den Ratsgremien zu stellen. Der Ausschuss für Soziales und Gesundheit bietet hierfür den richtigen Rahmen.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Gibt es Erkenntnisse darüber, wie sich die Wohnsitze der in Braunschweig an Corona Erkrankten auf die Stadtbezirke verteilen und lässt sich daraus ein ähnliches Bild wie in Köln ableiten?

2. Beabsichtigt die Stadt Braunschweig daher eine zeitnahe Priorisierung von Stadtvierteln mit einem geringeren Durchschnittseinkommen, einem geringeren Bildungsgrad und einem höheren Migrationsgrad beim Impfen gegen Corona?

3. Plant die Stadt Braunschweig eine Untersuchung über die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger mittels Erhebung statistischer Daten, um zu erfassen, ob es im Stadtgebiet Bereiche gibt, die einen signifikant höheren Krankheitsstatus aufweisen als der Durchschnitt des Stadtgebietes? 

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