Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-16338
Grunddaten
- Betreff:
-
Verkehrsgutachten Bevenroder Straße
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- BIBS-Fraktion im Stadtbezirksrat 112
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Geplant
|
|
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 112 Wabe-Schunter-Beberbach
|
zur Beantwortung
|
|
|
|
23.06.2021
| |||
|
|
08.09.2021
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Im „Verkehrsgutachten für den Nordosten Braunschweigs“ wird die Leistungsfähigkeit der Ortsdurchfahrt Querum für den Analysefall 2016 und für den Prognosefall 2030 mit den beiden schlechtesten Kategorien E bzw. F angegeben. Das bedeutet, dass die Angebotsqualität unter bzw. deutlich unter der Untergrenze der netzplanerischen Zielvorstellungen liegt. Damit wird laut Dezernent Leuer der Verzicht auf die östliche Umfahrung oder der Verzicht eines Tunnels nach Kappung der Grasseler Landesstrasse gerechtfertigt.
Im Verkehrsgutachten „GL51_Verkehrsgutachten_WVI_April-2019“ werden insbesondere die Kreuzungssituationen auf der Bevenroder Straße (Bevenroder Straße-Essener Straße sowie Bevenroder Straße-Im Holzmoor) näher betrachtet. Für den 1. Bauabschnitt Holzmoor-Nord (d.h. ohne Gelände der Pferdestaffel der Polizei) steigen durch die angedachten neuen Signalprogramme bzw. die neue Signalisierung dieser beiden Kreuzungen die Wartezeiten auf der Bevenroder Straße teilweise erheblich an:
Kreuzung Essener Straße um 2s (Richtung Norden) bzw. 1s (Richtung Süden)
Kreuzung Im Holzmoor um 8s (Richtung Norden) bzw. 28s (Richtung Süden)
Die Verkehrsqualität der Kreuzungen wird mit den Qualitätsstufen A-C als gut bewertet. Die Bewertung der Kreuzungssituationen geschieht allein an Hand der Wartezeiten an der Kreuzung („Rot-Phasen“).
Weiterhin heißt es in diesem Verkehrsgutachten „Die [im Verkehrsgutachten für den Nordosten Braunschweigs] genannten Streckenauslastungen sind dabei nicht maßgebend für die Leistungsfähigkeit der gesamten Verkehrsanlage bzw. der Ortsdurchfahrt, hier sind die Knotenleistungsfähigkeiten ausschlaggebend.“
Im „Verkehrsgutachten für den Nordosten Braunschweigs“ wurde die Ortsdurchfahrt als kritisch bewertet (Stufe F / Verkehrsdichte), im Verkehrsgutachten GL 51_Verkehrsgutachten_WVI_April-2019“ hingegen als unkritisch (Stufe C / Wartezeit an der Kreuzung).
Bereits heute können zu den Hauptverkehrszeiten lange Rückstaus auf der Bevenroder Straße wahrgenommen werden, so dass die Bewertung über die Verkehrsdichte der Realität näher zu kommen scheint, als die Bewertung über die Wartezeiten.
Hieraus ergeben sich folgende Fragen:
1. In wie weit ist die Aussage des „Verkehrsgutachtens für den Nordosten Braunschweigs“
belastbar, wenn die Methode im Gutachten „GL51_Verkehrsgutachten_WVI_April-2019“
relativiert wird?
2. Wurden im Rahmen der beiden Gutachten neben Verkehrszählungen auch
Geschwindigkeiten ermittelt, um somit die Rückstausituationen in den Berechnungen
ausreichend berücksichtigen zu können?
3. Könnte eine zusätzliche Signalisierung der Kreuzung Bevenroder Straße-Volkmaroder
Straße die Rückstausituation der beiden konkurrierenden Linksabbiegerspuren (Im
Holzmoor/Volkmaroder Straße) verringern und welche Auswirkungen hätte dies auf die
Bevenroder Straße?
gez.
Tatjana Jenzen
