Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 21-15931
Grunddaten
- Betreff:
-
Raumprogramm für die Erweiterung des Gymnasiums Ricarda-Huch-Schule
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 40 Fachbereich Schule
- Beteiligt:
- 20 Fachbereich Finanzen; 65 Fachbereich Gebäudemanagement
- Verantwortlich:
- Dr. Arbogast
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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02.07.2021
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
Dem im Sachverhalt beschriebenen Raumprogramm für die bauliche Erweiterung und den inneren Umbau des Gymnasiums Ricarda-Huch-Schule (RHS) zur Herstellung der räumlichen Bedingungen für die Umsetzung des Abiturs nach 13 Schuljahren (G9) unter Berücksichtigung der geplanten Fünfzügigkeit sowie der Aufgabe der Außenstelle Gliesmarode wird zugestimmt.
Sachverhalt
Sachverhalt:
1. Ausgangslage, Raumbedarf
Aufgrund der Wiedereinführung von G9 gibt es einen zusätzlichen Raumbedarf an den Gymnasien. Wegen des außerdem stadtweit steigenden Bedarfs an Gymnasialplätzen soll die RHS zu einem fünfzügigen Gymnasium ausgebaut werden (s. Ds. 17-05461). Ferner verfügt die Schule zurzeit über eine Außenstelle in der GS Gliesmarode in den dortigen Räumen der früheren Orientierungsstufe. In der Außenstelle sind jeweils vier Klassen 5 und 6 untergebracht. Die Außenstelle soll aufgegeben werden, da sich die GS Gliesmarode infolge des Baugebietes „Kurzekampstraße-Südwest“ voraussichtlich zwei- bis dreizügig ent-wickeln wird. Die GS wird dann alle zurzeit in der Schulanlage von der RHS genutzten Unterrichtsräume selbst benötigen.
Unter Berücksichtigung der dargelegten Rahmenbedingungen und Entwicklungen wurde in Abstimmung mit der Schule ein Abgleich zwischen den Raumbedarfen und dem räumlichen Ist-Zustand auf der Grundlage des Standardraumprogramms (SRP) für Gymnasien (s. Ds 20-12485-01) erarbeitet. Die bereits bestehende und noch steigende räumliche Unterversorgung der Schule kann mit einem geplanten Erweiterungsbau und Umwidmungen im Bestand gedeckt werden. Im Verhältnis zum SRP entsteht ein Flächenüberhang, da Räume im Bestand der Schule teilweise größer sind als nach dem SRP vorgesehen.
2. Raumprogramm
Erweiterungsbau
Die RHS hat ihren Hauptstandort in der Mendelssohnstraße. Hier soll mit Anschluss an das Bestandsgebäude ein mehrgeschossiger Erweiterungsbau entstehen. Die Anzahl der Geschosse und die Grundfläche des Neubaus werden im Rahmen der Planungen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Erste Machbarkeitsuntersuchungen haben ergeben, dass das erforderliche Bauvolumen auf dem Grundstück der Schule abgebildet werden kann. Für die Gewinnung einer entsprechenden Grundstücksfläche, die zur Realisierung des Erweiterungsbaus notwendig ist, muss die vorhandene Mehrzweckhalle abgerissen werden, wodurch ein Vermögensverlust in Höhe von 809.000 € entstehen wird.
Aktuell nutzen die Gymnasien Neue Oberschule (NO) und RHS ein Schulgebäude mit Mediathek und verschiedenen Fachunterrichtsräumen gemeinsam. Da zur Deckung ihres Raumbedarfs auch die NO erweitert werden muss, soll nach der Fertigstellung der Erweiterungsbauten für beide Schulen das bisher gemeinsam genutzte Gebäude der NO zur alleinigen Nutzung überlassen werden. Die räumlichen Ressourcen dieses Gebäudes werden daher bereits jetzt dem künftigen Bestand der NO zugerechnet, sodass die dort entfallende Nutzung von Räumen der RHS (Mediathek, zwei Fachunterrichtsräume (FUR) Kunst mit Sammlung, zwei FUR Musik mit Sammlung) in diesem Raumprogramm Berücksichtigung findet.
In dem Erweiterungsbau sollen 20 Allgemeine Unterrichtsräume (AUR) (à 62 m²), drei große und sechs kleine Differenzierungsräume (á 62 m² bzw. à 20 m²), drei FUR Musik (à 80 m²), eine Sammlung Musik (45 m²), drei FUR Kunst (à 80 m²), eine Sammlung Kunst (62 m²), ein Pflegeraum (25 m²), eine Aula (400 m²) (auch extern genutzte Versammlungsstätte) mit Nebenräumen (Stuhllager (30 m²), Umkleide (20 m²), Requisiten/Lager (40 m²), Foyer mit Garderobe (50 m²)), ein Büro für Ganztagskoordination (15 m²), eine Mediathek mit Aufenthaltsmöglichkeiten (150 m²) sowie zwei Spiel- und Bastelräume (à 40 m²) (ausgestattet mit einer mobilen Trennwand für eine multifunktionale Nutzung) für den Ganztagsbereich entstehen.
Ein Lager für Außenspielgeräte (10 m²) soll ebenfalls eingerichtet werden.
Das Schulgrundstück soll hinsichtlich der Versorgung der Schule mit Großspielgeräten überprüft und das Außengelände ggf. mit weiteren Spielgeräten ausgestattet werden. Die Errichtung einer Kletterwand am Erweiterungsgebäude ist ein besonderer Wunsch der Schule und soll geprüft werden.
Umwidmungen im Bestand
Von einem 86 m² großen AUR soll ein Besprechungsraum für den Beratungslehrer abgeteilt werden. Ein Doppelbüro für eine Schulsozialarbeiterin bzw. einen -arbeiter, Berufseinstiegsberaterin bzw. -berater soll in dem derzeitigen Büro des Beratungslehrers (31,5 m²) untergebracht werden.
Ein FUR Chemie (55 m“) ist mit aufsteigendem Gestühl ausgestattet (Hörsaal). Dieses soll nach Prüfung der Machbarkeit entfernt werden, sodass der Raum zeitgemäßer nutzbar wird und fachgerechter ausgestattet werden könnte.
Um im Verwaltungstrakt eine optimale Nutzung der Flächen zu erreichen, sollen die Büros des Schulleiters (42 m²) und des stellvertretenden Schulleiters (34 m²) getauscht und das größere der beiden Büros geteilt werden, sodass in den geteilten Räumen der stellvertretende Schulleiter und eine Koordinatorin bzw. ein Koordinator untergebracht werden könnten. Mit der erforderlichen Anbindung des Erweiterungsbaus an das Bestandsgebäude würde der Raum für die Schülervertretung entfallen. Dieser soll durch Umbau/Teilung eines Lagerraums (61 m²) im Untergeschoss ersetzt werden. Im anderen Teil des Raums soll ein Elternsprechzimmer eingerichtet werden.
Ein Serverraum (48 m²) soll geteilt werden, sodass in dem hinzu gewonnenen Raum das Büro für Medientechnik und der Laptop-Laderaum (insgesamt 32 m²) unterbracht werden könnten.
Das Raumprogramm ist mit der Schule abgestimmt.
Für den nicht abgedeckten Sporthallenbedarf der RHS und der NO werden verschiedene Optionen im Hinblick auf eine langfristige Abdeckung geprüft.
3. Kosten und Finanzierung
Für die Erweiterung und den Umbau der RHS wird ein grober Kostenahmen von rd.
13,73 Mio. € angenommen. Zusätzlich fallen außerordentliche Aufwendungen durch den Abgang von Vermögensgegenständen in Höhe von rd. 0,81 Mio. € durch den Abriss der Mehrzweckhalle an (Buchwert 31.12.2020).
Zur Finanzierung der Baumaßnahme stehen im Haushalt 2021 unter dem Projekt „Ricarda-Huch-Schule, Erweiterung (4E.210317)“ für 2021 ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung. Weitere erforderliche Plananpassungen erfolgen im Rahmen der Haushaltsplanungen 2022 ff.
Da es sich bei der RHS um ein PPP-Projekt handelt, soll das Bauvorhaben in alternativer Beschaffung vom PPP-Auftragnehmer HOCHTIEF realisiert werden.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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26,1 kB
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