Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-16335
Grunddaten
- Betreff:
-
Zukunft der Braunschweiger Streuobstwiesen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Grünflächenausschuss
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zur Beantwortung
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23.06.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Unter dem Slogan „Rettet die Streuobstwiesen“ hat das Streuobstbüro der Naturparke Nord- und Südeifel im Jahr 2013 eine Initiative gestartet, um auf den Rückgang der Streuobstbestände und deren schlechten Zustand durch mangelnde Pflege aufmerksam zu machen.
Dabei sind die wichtigen positiven Aspekte von Streuobstwiesen bereits seit Jahren bekannt, so bieten Streuobstwiesen Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten und tragen zum Erhalt sogenannter „Alter Sorten“ bei. Bei der Betrachtung von Streuobstwiesen ist allerdings zu beachten, dass sie ihren vollen ökologischen Wert teils erst nach Jahrzehnten entwickelt haben und trotz großer Extensivität einer professionellen Pflege bedürfen.
Seit dem 19. März dieses Jahres ist der Streuobstanbau auf der bundesweiten Liste des immateriellen Kulturerbes zu finden, was seine Förderwürdigkeit noch einmal hervorhebt. Förderprogramme der Europäischen Union und des Bundes zur Unterstützung der Pflege und Anlage von Streuobstflächen als Kulturlandschaft sind seit Jahren vorhanden, allerdings sind die Förderrichtlinien bundeslandabhängig. In Niedersachsen kommt die Besonderheit hinzu, dass eine Förderung nur über einen Umweg, nämlich die Maßnahmen zur Förderung von Dauergrünland, möglich ist.
Auch in Braunschweig sind zahlreiche Streuobstwiesen – auch auf städtischen Flächen – vorhanden, welche bei entsprechender Anlage und Pflege zum Erhalt „Alter Sorten“ beitragen und einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten können. Doch auch diese Streuobstwiesen leiden unter den trockenen Sommern und bedürfen daher intensiver Pflege. Zudem sollten Potentiale für weitere Streuobstflächen, sowohl auf städtischen als auch auf privaten Flächen, erkannt und mit Hilfe von Förderung ausgeschöpft werden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wo in Braunschweig befinden sich städtische und – sofern der Verwaltung bekannt – private Streuobstwiesen, wie alt und in welchem Zustand sind diese?
2. Welche Maßnahmen ergreift die Stadt Braunschweig, um den Bestand städtischer und privater Streuobstwiesen zu sichern, zu verbessern und weiter auszubauen?
3. Welche Förderprogramme nutzt die Stadt Braunschweig für die Anlage, die Pflege und die Zustandsverbesserung von Streuobstwiesen, welche Förderprogramme könnten zusätzlich noch genutzt werden und wie fördert die Stadt Braunschweig die Anlage und Pflege privater Streuobstwiesen?
