Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-16400
Grunddaten
- Betreff:
-
Erwerb von Bauland, Wohnraum und Mietpreisgestaltung durch Vonovia im Stadtbezirk 213
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Jürgen Reuter, BIBS, im Stadtbezirksrat 213
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 213 Südstadt-Rautheim-Mascherode
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zur Beantwortung
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29.06.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
49,2 Prozent der rund 8,4 Millionen Haushalte, die in Deutschlands Großstädten zur Miete wohnen, müssen mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens ausgeben, um ihre Miete (bruttowarm) zu bezahlen. Das entspricht mehr als 4,1 Millionen Haushalten, in denen etwa 6,5 Millionen Menschen leben. Dabei sind eventuelle Sozialtransfers und Wohngeld bereits berücksichtigt.
In Braunschweig bezahlten 2019 41,1% der Mieter*innen mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für ihre Miete (bruttowarm). Das ergibt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Zwar zeigt das „Handlungskonzept für bezahlbares Wohnen" erste Wirkungen, der Medianwert der Mietbelastung für Braunschweig verbesserte sich von 31,1% (2006) auf 28,6% (2018). Aber der größte börsennotierte Vermietungskonzern Europas, die Vonovia SE, soll mittlerweile über 5.000 Wohneinheiten in Braunschweig besitzen. Hauptfaktor der Vonovia-Einnahmen waren bisher die Mieterhöhungen durch Modernisierungen. Auch im Bereich der Nebenkosten werfen Mieter*innen der Vonovia vor, »Phantomabrechnungen« vorzunehmen, so beim Winterdienst, Teilen der Gartenpflege und bei den sogenannten Hausmeistern.
Die unternehmerische Wohnungswirtschaft von Vonovia darf die Wohnkosten nicht weiter antreiben. Ihre Aufgabe muss es sein, preisgünstigen Wohnraum zu erhalten und neu zu schaffen.
Ein Geschäftsmodell, das auf dauerhaft hohen und steigenden Belastungen der begrenzten Einkommen der MieterInnen mit Gewinnerwartungen beruht, ist mit der Sozialpflichtigkeit des Eigentums nicht vereinbar. (vgl. https://www.blickpunkt-wiso.de/post/vonovia-geschaeftsbericht-dividenden-auf-kosten-der-mieter--2295.html )
Ich frage:
- Hat Vonovia seit Beginn ihrer unternehmerischen Tätigkeiten im Stadtbezirk 213 neben Wohneinheiten auch Bauland erworben?
- Wie viele Wohneinheiten (WE) hat Vonovia im Stadtbezirk prozentual von Privat bzw. von Genossenschaften gekauft bzw. neu bauen lassen?
- Wie hat sich der durchschnittliche Mietpreis im Stadtbezirk 213 seit 2006 entwickelt?
gez.
Jürgen Reuter
Anlagen
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(wie Dokument)
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190,7 kB
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