Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-16414
Grunddaten
- Betreff:
-
Laternenparken in Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bauausschuss
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zur Beantwortung
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29.06.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Elektromobilität ist und bleibt der Trend für den Straßenverkehr der Zukunft. Mit dem Bundesprogramm Schaufenster Elektromobilität hatte es Braunschweig ab 2012 in Sachen Ladeinfrastruktur bundesweit an die Spitze geschafft. Doch nach dem Ladenetz-Ranking des Verbands der Automobilindustrie (VDA) vom November vergangenen Jahres ist Braunschweig lediglich noch auf Platz 354 von 400, die aktuellsten Zahlen aus dem April dieses Jahres sehen mit Platz 379 sogar noch desaströser aus. Derzeit müssen sich im Schnitt über 30 Elektrofahrzeuge eine Ladesäule teilen, das sind schlichtweg zu viele. Um dieses Defizit an Ladesäulen abzubauen, muss Braunschweig eigenständig in Elektromobilität investieren und darf nicht auf Gelder vom Land oder Bund warten. Die entsprechende Diskussion über Verbesserungen wird aufgrund eines Antrages der CDU-Fraktion richtigerweise im Planungs- und Umweltausschuss geführt.
„Wer das Potenzial der Elektromobilität voll ausschöpfen will, muss das Gesamtsystem Fahrzeug, Energie & Infrastruktur und Verkehr im Blick haben“, so heißt es auf der städtischen Internetseite zum Schaufenster Elektromobilität. Neben dem wichtigen Ausbau der Ladesäulen sollte man daher auch andere Technologien für die Braunschweiger Infrastruktur nicht aus dem Auge verlieren. Bereits am 30. Juni des vergangenen Jahres wurde im Bauausschuss mündlich angefragt, ob neben dem Ausbau von Ladesäulen auch das Konzept von digitalen Straßenlaternen, sogenannten Smart Poles für Braunschweig eine Option wäre. Dies wurde seitens der Verwaltung aus technischen Gründen verneint. Sie wies jedoch auf das Unternehmen KOM|DIA hin, der Digitalisierungsagentur von BS|Energy. KOM|DIA plane bereits, verschiedene Technologien für die städtische Infrastruktur im Stadtgebiet auszubauen, beispielsweise die Nutzung von der innovativen Ladetechnik ChargeX oder dem Ausbau des sogenannten LoRaWAN-Netzes, welches schon im Wirtschaftsausschuss angesprochen wurde. Eine Anpassung der Braunschweiger Straßenlaternen, um diese auch zum Laden von Elektrofahrzeugen nutzen zu können, wurde ebenso in Aussicht gestellt.
Ferner wurde eine Vorstellung des aktuellen Sachstands von KOM|DIA in einer der auf den 30. Juni 2020 folgenden Ausschusssitzungen angekündigt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wie ist der aktuelle Sachstand zu den von KOM|DIA bearbeiteten Themenfeldern, vor allem zum Laternenparken?
2. Wann erfolgt die Vorstellung des Unternehmens im Bauausschuss?
3. Wann werden die Projekte der Digitalisierungsagentur umgesetzt, so dass sich ein Vorteil für die Braunschweigerinnen und Braunschweiger einstellt?
