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ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 21-16515

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Seit vielen Jahren ist die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten mbH (DWB) und die Diakonische Jugend- und Familienhilfe Kästorf (Dachstiftung Diakonie) mit der Durchführung des Projektes „Streetwork“ in Braunschweig betraut. Das Projekt setzt auf das Prinzip der festen und bekannten Ansprechpartner*innen und macht die niedrigschwelligen Angebote der DWB als sichere und helfende Anlaufstelle für die Zielgruppe bekannt. Neben der Stadt Braunschweig ist das Projekt auch eng dem Sozialpsychiatrischem Dienst sowie dem regional zuständigem Ordnungsamt und der Polizei vernetzt. Alle Beteiligte stehen im regelmäßigen Austausch durch die Treffen des Arbeitskreises.

 

Zum Jahresbericht 2020 haben wir Fragen zu den darin aufgeführten Sprachbarrieren/Dolmetscher, den Öffnungszeiten des IGLU und dem Ärzteprojekt. [1]

 

Sprachbarrieren/Dolmetscher:

Die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten (DWB) über das Projekt „Streetwork“ 21-16383 auf Seite 4, wie schwer sich die Arbeit mit EU-Ausländern aufgrund sprachlicher Hürden gestaltet. Der Anteil der Neukontakte der nicht deutschen europäischen Staatsbürger hat sich in 2020 fast verdoppelt (Seite 10). Daher wäre in Bezug auf diesen Personenkreis eine Zusammenarbeit mit Personen, die dolmetschen können, wünschenswert. Bereits im Jahresbericht 2019 wies die DWB darauf hin, dass Streetwork und die Stadt Braunschweig zusammen an Lösungswegen arbeiten müssen. [2]

1. Welche gemeinsamen Pläne/Ideen zur Veränderungen der Situation sind seit dem Bericht 2019 in Bezug auf eine ziel- und lösungsorientierte Kommunikation entstanden/in Arbeit?

 

Anlaufstelle am Wochenende: Öffnungszeiten IGLU:

Der Jahresbericht 2020 führt auf Seite 11 aus, dass das seit Corona eingeführte Wochenendangebot des Tagestreff IGLU sehr gut angenommen und nachgefragt wird. Es ist somit die Anlaufstelle außerhalb der Werktage für von Armut und Obdachlosigkeit bedrohten und betroffenen Menschen. Ein Erhalt der Wochenendöffnungszeiten ist daher wünschenswert.

2. Welcher zusätzliche finanzielle und personelle Mehraufwand entsteht durch die Öffnungszeiten am Wochenende für ein Jahr?

Ärzteprojekt:

Auf Seite 9 wird anhand des Fallbeispiel Herr A die Problemlage bei nicht vorhandener Krankenversicherung dargestellt. Darin heißt es unter anderem: „Wir konnten ihn an das Zahnarztmobil in Hannover vermitteln, da in Braunschweig kein Zahnarzt gefunden werden konnte, der sich bereit erklärte, zeitnah eine nicht krankenversicherte Person zu behandeln. Da bei Herrn A. eine diverse Problemlage vorliegt, für deren Lösung eine physische und psychische Unterstützung notwendig ist, wurde er von der Sozialarbeit an den Tagestreff und das Ärzteprojekt angebunden.“

3. Welche Möglichkeiten haben Menschen in Braunschweig ohne Krankenversicherung ärztlich bzw. zahnärztlich betreut zu werden?

 

Auf Seite 10 heißt es dazu:

Mit dem Start des Ärzteprojektes im Tagestreff IGLU (siehe auch Sachstandsbericht 2020) ist es für die Streetworker*innen einfacher geworden, Menschen an das niedrigschwellige Angebot einer Gesundheitsfürsorge anzubinden. Gerade Personen aus dem EU-Ausland und ohne Krankenversicherung profitieren von der Möglichkeit, sich ohne weitere Hürden untersuchen zu lassen und notwendige Medikamente gestellt zu bekommen.“

Bisher ist das o.g. Ärzteprojekt für Menschen ohne Krankenversicherung den politischen Gremien noch nicht vorgestellt worden. Wir bitten daher um eine ausführliche Vorstellung dieses ehrenamtlichen Projektes im kommenden Ausschuss für Soziales und Gesundheit.

 

 

Quellen:

[1] https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1021117

[2] https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1017783 

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