Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 21-16603
Grunddaten
- Betreff:
-
Ernährungsrat für Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- SPD-Fraktion im Rat der Stadt / Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt / Fraktion BIBS im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Planungs- und Umweltausschuss
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Vorberatung
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21.07.2021
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22.09.2021
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Beschlussvorschlag
1. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob ein Ernährungsrat nach dem Vorbild anderer Kommunen (z. B. Hannover, Oldenburg, Köln) auch in Braunschweig eingerichtet werden kann.
2. Als Ergebnis soll ein Vorschlag erarbeitet werden, welche Organisationsform für Braunschweig am besten geeignet ist, welche Akteure zusammenarbeiten sollen und wie die Vernetzung am besten gelingen kann.
3. Dabei soll auch geprüft werden, ob Fördermittel eingeworben werden können.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Bekämpfung des Klimawandels ist die Umstellung des Ernährungssystems bezüglich Produktion und Konsum ein notwendiger Baustein. Aus diesem Grund haben Städte in Niedersachsen wie Hannover, Oldenburg oder Göttingen sogenannte Ernährungsräte gegründet, die sich dafür einsetzen, ein nachhaltiges Ernährungssystem einzurichten, welches auf gesunden regionalen und saisonalen Lebensmitteln beruht.
Der Ernährungsrat soll sich mindestens mit folgenden Themen und Fragen auseinandersetzen:
• Regionalvermarktung und nachhaltige Erzeugung: Wie kann es regionalen kleinen Erzeugerbetrieben erleichtert werden, ihre Produkte lokal zu verkaufen und ihre Produktion nachhaltiger und ökologischer zu gestalten? Wie kann es Kundinnen und Kunden erleichtert werden, regional, fair und nachhaltig erzeugte Produkte zu kaufen? Welche Möglichkeiten gibt es für die Region, um unabhängiger von großen internationalen Lebensmittelkonzernen zu werden?
• Ernährungsbildung: Die Bürgerinnen und Bürger sollen über Ernährungszusammenhänge (Anbau, Zubereitung und Wertschätzung von Lebensmitteln) informiert werden, um ihnen ein nachhaltiges Konsumverhalten zu ermöglichen und sie von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen. Wie können Beziehungen zwischen Stadtbewohnern und Erzeugern gestärkt werden?
• Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung.
• Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung: Wie kann der Anteil von regional, fair, biologisch und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln in der Gastronomie sowie in Kantinen und Mensen gesteigert werden?
Die Ergebnisse des Ernährungsrates werden in der Kommunalpolitik berücksichtigt.
Die Anregung zu dem Antrag entstand in einer Gesprächsrunde der Fraktionen mit Fridays for Future.
