Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 21-16794

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

r den nächsten Ausschuss bitten wir um die Beantwortung folgender 3 Fragen:

I) Laut Nebenbestimmung 8.2 der Genehmigung Nr. 11/04 Han vom 05.07.2004 für Eckert & Ziegler Nuklitec in BS-Thune ist "sicherzustellen, dass bei Brandalarm ein orts- und sachkundiger sowie atemschutztauglicher Mitarbeiter zur Einweisung der Feuerwehr vor Ort ist."

Hierzu fragen wir: Was ist in diesem Zusammenhang unter "atemschutztauglich" und
"sachkundig" zu verstehen (z.B. Vorschriften, erforderliche Zertifikate) und ist auch nachts, an Feiertagen etc. ständig jemand mit diesen Qualifikationen vor Ort?

II) In der Sicherheitsanalyse der Fa. Brenk wird es als konservative Annahme bezeichnet, dass die Feuerwehr im Fall eines Brandes im Brandabschnitt C (GE-Healthcare-Buchler, GmbH & Co. KG, Pharmaproduktion) 30 - 45 Minuten benötigte, um einsatzfähig zu sein, wobei eine Freisetzung der gesamten maximalen Jodmenge des Nuklids I-131 angenommen wurde.

(Wir gehen davon aus, dass hier die Zeitspanne von der Auslösung des Alarms bis zur ersten tatsächlichen Brandbekämpfungsmaßnahme gemeint ist, ansonsten bitte korrigieren). 

Hierzu fragen wir: Ist es bei erforderlichem Eingreifen des ABC-Zugs wegen maximaler Freisetzung radioaktiven Jods tatsächlich konservativ anzunehmen, dass die maximal angenommene Zeitspanne von 45 Minuten auch unter ungünstigen Randbedingungen (Stau auf der Tangente, Berufsverkehr...) sicher eingehalten werden kann und falls nicht, würden bei angenommener Freisetzung radioaktiven Jods die freiwillige Orts- oder die Berufsfeuerwehr auch schon vor Eintreffen des ABC-Zuges aktive Löscheinsätze vornehmen?

Für eine kurze Darstellung der in der Praxis unter ungünstigen, aber realistischen Rahmenbedingungen erwartbaren Zeitabläufe (z.B. Alarm bis Ausrücken - Wegezeit bis Eintreffen vor Ort - Sondierung und Einsatzplanung, Einsatzvorbereitung - Beginn der Brandbekämpfungsmaßnahmen) wären wir Ihnen dankbar.

III)Wir bitten um Auskunft darüber, ob und ggf. wie bei dem geschilderten Szenario eines größeren Brandes im Brandabschnitt C (Freisetzung der gesamten maximalen Jodmenge des Nuklids I-131, ggf. unklare Freisetzung weiterer dort befindlicher Nuklide, Einsatzfähigkeit nach 30 - 45 Minuten oder nach Antwort II) ein effektiver Löschangriff überhaupt realistisch erscheint.

Hierzu fragen wir: Würden die Feuerwehrkräfte im betroffenen Gebäude löschen oder würde wegen des Eigenschutzes nur die Gebäudehülle aus der Entfernung gekühlt und/oder ggf. durch Löcher in der Gebäudehülle (durch die ja verstärkt Nuklide nach außen getragen würden) gelöscht?

Uns ist klar, dass über die konkret möglichen Maßnahmen nur im Einzelfall vor Ort entschieden werden kann, bitten Sie aber trotzdem um eine möglichst realistische Einschätzung einer solchen Situation.  

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