Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 21-16792
Grunddaten
- Betreff:
-
Einführung einer Ersthelfer-App?!
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Feuerwehrausschuss
|
zur Beantwortung
|
|
|
|
08.09.2021
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde bis zum Einleiten von Wiederbelebungsmaßnahmen. Viele Städte haben deshalb Apps eingeführt, die parallel zum Rettungsdienst qualifizierte Ersthelfer alarmieren und die Standorte von Automatischen Externen Defibrillatoren (AED) anzeigen. Als Beispiel wäre hier unsere Bundeshauptstadt Berlin mit der App Katretter zu nennen.
Auf der Internetseite des Vereins „Mobile Retter e.V.“, welcher sich für die Rettung von Menschen aus lebensgefährlichen Situationen einsetzt, wird eindrucksvoll die Bedeutung einer Smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierung aufgezeigt: „Mobile Retter können allein durch die örtliche Nähe sehr oft schneller als der Rettungsdienst am Notfallort sein und bis zu dessen Eintreffen bereits qualifizierte lebensrettende Maßnahmen einleiten, die gerade in den ersten Minuten oft entscheidend sind. Die Rettungskette wird somit gestärkt, ohne eine Änderung an der bisherigen etablierten Struktur des Rettungsdienstes vorzunehmen.“
Bereits 2017 hatte die CDU-Fraktion eine Anfrage zu diesem Thema gestellt (DS.-Nr. 17-05306). Die Verwaltung antwortete seinerzeit, dass sich eine Ersthelfer-App in Braunschweig aufgrund der guten Rettungsdienstabdeckung nicht lohne und für die Verwaltung einen zu großen Aufwand darstelle. Außerdem lägen keine Erkenntnisse über die Wirksamkeit der Apps vor.
Die Einführung einer solchen technischen Unterstützung in anderen größeren Städten wie Kassel, Leipzig und Lüneburg zeigt, dass es durchaus leistbar ist und ermöglicht die Beschaffung von Vergleichsdaten.
Außerdem bietet die Einführung einer Ersthelfer-App die Möglichkeit, zusätzlich zu den First Responder Einheiten der Feuerwehr Braunschweig im gesamten Stadtgebiet schnelle Hilfe bei einem Herzstillstand bereitstellen zu können.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Welche Ressourcen wären im Bereich der städtischen Verwaltung und bei den Ersthelfern in Braunschweig nötig, um eine Ersthelfer App zu etablieren (Personal, Finanzen, Technik, Öffentlichkeitsarbeit/Werbung, Ausbildung der Ersthelfer)?
2. Sieht die Verwaltung die Möglichkeit, Erfahrungsberichte aus anderen Städten oder von Anbietern solcher Apps zu beschaffen und daraus die Möglichkeit der Implementierung in Braunschweig zu evaluieren?
3. Welches Konzept ggf. unter Einbeziehung der örtlich vorhandenen Automatischen Externen Defibrillatoren (AED) und der vorhandenen Infrastruktur in der IRLS könnte sich die Verwaltung für Braunschweig vorstellen?
