Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Antrag (öffentlich) - 21-16481-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird gebeten, die Betreuungssituation im Bereich U3 (Krippe) und Ü3 (Kita) im Nordosten Braunschweigs schnellstmöglich und nachhaltig zu verbessern. Dazu ist die Schaffung von U3-Betreuungsplätzen für die Ortsteile Waggum und Bevenrode vorrangig zu berücksichtigen.

Bei der Prüfung und Bewertung der Bedarfe sowie Schaffung neuer Betreuungsplätze in der Periphere Braunschweigs ist von der verwaltungsinternen Vorgehensweise für innenstädtische Lagen dahingehend abzuweichen, dass ein auf diese Bereiche ausgelegtes Modellprojekt mit generationsübergreifenden Nutzungsmodellen zu berücksichtigen ist. Hierbei soll insbesondere die Möglichkeit geprüft werden, dieses Modell auf der Kita-Vorhaltefläche im Baugebiet Vor den Hörsten umzusetzen.

 

Die Ergebnisse sind, idealerweise für andere Braunschweiger Außenbereichen als Muster dienend, dem Jugendhilfeausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen vorzustellen.

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Die grundsätzliche Situation zur Versorgung mit Kinder-Betreuungsangeboten insbesondere im U3-Bereich im Braunschweiger Nordosten ist bekannt. In Waggum und in Bevenrode gibt es momentan keine Krippe, die U3-Betreuung erfolgt ausschließlich über Tagesmütter. Die Verwaltung hat mehrmals – auch in Reaktion auf eine Petition aus diesen beiden Stadtteilen – mitgeteilt, dass sie dort keinen Bedarf für eine Krippe sieht und es sich vielmehr nur um einen temporär vorhandenen Bedarf handeln würde.

Die Realität ist nun aber deutlich eine andere. Auch weil einige Tagesmütter mitgeteilt haben, dass sie ihre Tätigkeit beenden werden, entfallen weitere dringend benötigte Betreuungsplätze. Die Betreuungssituation verschärft sich somit für die Familien, die in diesen Stadtteilen auf die Plätze auch zukünftig angewiesen sind, weiter.

Die Verwaltung hat bisher jeglichen Handlungsbedarf damit verneint, dass in anderen Stadtbezirken mögliche Betreuungskapazitäten vorliegen würden. Nur durch zusätzlichen Zeitaufwand und zusätzlich Wege der Familien ist für die besagten Ortsteile eine U3-Betreuung sicherzustellen. Ähnlich wird es sich zukünftig auch bei den Betreuungsplätzen im Ü3-Bereich, darstellen, die Nachfrage ist steigend.

Familien sollten aber grundsätzlich in allen Stadtteilen, auch in der Peripherie eine zuverlässige und gute Kinderbetreuung angeboten werden, die die Familien in jeder Lebenssituation entlastet und unterstützt. Dabei dürfen die Besonderheiten der Stadtteile in der Peripherie den Familien grundsätzlich nicht nachteilig ausgelegt werden, sondern es sind hier von der Stadt bei steigender Nachfrage neue Ansätze und Modelle zu erarbeiten und auszuprobieren. Zusätzliche Wege und Zeitaufwand sollte für die betroffenen Familien die Ausnahme und nicht die Regel darstellen.

Ein Modell, um den Anforderungen von Stadtrandlagen gerecht zu werden und Betreuungsplätze auch hier bedarfsgerecht anzubieten, können generationsübergreifende und flexible Nutzungsmodelle sein. Andere Kommunen nutzen diese Möglichkeiten schon heute erfolgreich. Für Braunschweig ergibt sich im Nordosten die Möglichkeit, Erfahrungen mit dieser Art des Nutzungsmodells zu erproben und damit die Probleme zu lösen sowie eine Blaupause für andere Außenbereiche zu schaffen.

 

An dieser Stelle sei erneut darauf hingewiesen, dass im Neubaugebiet in Waggum (Baugebiet „Vor den Hörsten") seit Jahren ein Grundstück für den Neubau einer Kindertagesstätte inklusive Krippe freigehalten wird, die Verwaltung bisher den Bau in Eigenerledigung jedoch kategorisch ablehnt. Für ein längerfristig tragbares Ergebnis müssen hier nun endlich verbindliche und konstruktive Gespräche geführt werden. Für eine kurzfristige Lösung muss das unterbreitete Angebot aus Bevenrode angenommen werden.   

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