Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 21-16996
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstand Kolonialdenkmal und zum Projekt PAESE des Städtischen Museums
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Beteiligt:
- DEZERNAT IV - Kultur- und Wissenschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Dr. Hesse
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Kultur und Wissenschaft
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zur Kenntnis
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15.10.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Von der weltweiten Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Rezeption des Themas „Kolonialismus“ und der Dekolonialisierung ist auch Braunschweig nicht ausgenommen. Im Wesentlichen sind es zwei Projekte, die im Dezernat für Kultur und Wissenschaft im Kontext „Kolonialismus in Braunschweig“ derzeit intensiv verfolgt werden:
Einerseits die Objekte der Sammlung des Städtischen Museums mit kolonialer Provenienz sowie der künstlerische Wettbewerb zum Kolonialdenkmal in der Jasperallee.
Der AfKW wurde zur Thematik der Exponate des Museums am 6. März 2020 mündlich sowie am 11. September 2020 (Drs. 20-13807-01) schriftlich informiert. Zum Thema Kolonialdenkmal und des künstlerischen Wettbewerbs wurde der Ausschuss letztmalig am 11. September 2020 (Drs. 20-13807-01) sowie am 20. November 2020 (Drs. 2014349-01) unterrichtet.
1. Sachstand: Projekte des Städtischen Museums Braunschweig in Bezug auf kolonialgeschichtlich belastete Objekte der Sammlung
Das Städtische Museum verfolgt das Ziel, kolonialgeschichtlich belastete bzw. möglicherweise belastete Objekte bezüglich ihrer Provenienz zu erforschen und im Zuge dieser Recherchen in den Dialog mit Herkunftsgesellschaften zu treten, um mögliche Restitutionsforderungen zu klären und zukünftige partnerschaftliche Kooperationen zu befördern.
Das Städtische Museum beleuchtet unter anderem die Geschichte der Verflechtungen
Braunschweigs mit der Welt.
Dieser Aspekt betrifft in besonderer Weise die Ethnologische Sammlung des Hauses, die zu großen Teilen während des Kaiserreichs zusammengetragen wurde. Viele Objekte entstammen kolonialen Zusammenhängen. Seit einigen Jahren wird quer durch die Gesellschaft eine Debatte um die Notwendigkeit der Aufarbeitung der deutschen kolonialen Vergangenheit geführt. Diese Aufarbeitung ist gerade für den musealen Bereich von grundlegender Bedeutung. Die Provenienzgeschichte, die unter anderem Herkunft und Erwerbsumstände von Objekten betrifft, ist für Ethnologische Sammlungen zentral geworden. Unter diesen Vorzeichen gestaltet das SMBS seine Ethnologische Dauerausstellung vollkommen neu. Zukünftig soll die Frage des Erwerbs der gezeigten Stücke, u. a. bei der Objektdokumentation in den Ausstellungen, eine wichtige Rolle spielen. Dadurch soll koloniales Unrecht sichtbar gemacht werden. Angestrebt wird eine Ausstellung, in der auch die Herkunftsgesellschaften zu Wort kommen und ihre Geschichte aus eigener Sicht vermitteln.
Aus diesem Grund steht das Museum in direktem Austausch mit Communities, um gemeinsam Themen zur geteilten Geschichte, zum Umgang mit sensiblen
Sammlungsstücken und zu Restitutionen zu bearbeiten. Begleitet wird die Entwicklung der neuen Ausstellung von kontinuierlichen Forschungen, die die Provenienz einzelner
Sammlungsteile betreffen. Eröffnet wird die neue Dauerausstellung aller Voraussicht nach im IV. Quartal 2022.
Die Kamerun-Sammlung Kurt Strümpell und das Forschungsprojekt PAESE am SMBS
Aufgrund ihres kolonialgeschichtlichen Erwerbskontextes ist die Strümpell-Sammlung im
SMBS historisch sensibel: Kurt Strümpell (1876 -1947) war von 1900 bis 1912 Offizier der „deutschen Schutztruppe“ in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun und war an zahlreichen gewaltsamen Militärinterventionen gegen die lokale Bevölkerung beteiligt. Als gebürtiger Braunschweiger übergab Strümpell zwischen 1901 und 1908 ca. 700 Objekte aus
Kamerun an das SMBS. Die Strümpell-Sammlung wird seit 2019 im Rahmen des von der
VW-Stiftung geförderten Verbundprojekts PAESE (Provenienzforschung in Außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie Niedersachsens) grundlegend erforscht. Schwerpunkte der im Museum erfolgenden Recherchen ist die
Provenienzgeschichte einschließlich der konkreten Erwerbsumstände der Stücke. Im Rahmen von PAESE kooperiert das SMBS u. a. mit dem Landesmuseum Hannover und der Georg-August-Universität Göttingen.
Kooperationen mit Herkunftsgesellschaften / Abklärung möglicher Restitutionen
a) Bangwa-Objekte
Die im Rahmen des PAESE-Projekts erfolgten archivalischen Recherchen im SMBS führten zur Zuordnung von drei Objekten der kolonialgeschichtlich belasteten Kamerun-Sammlung Strümpell zum ehemaligen Besitz des Herrschers Fontem Asunganyi, der zum Volk der
Bangwa gehört. Das Museum nahm daraufhin Kontakt zum Urgroßenkel dieses Herrschers,
Chief Charles Taku, auf. Chief Charles Taku, der u. a. als Anwalt für Menschenrechte am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag tätig ist und als offizieller Repräsentant des aktuell regierenden Königs Fontem Asabaton agiert, war im Juli 2021 zu Gast im SMBS. Er konnte die von Strümpell in zeitgenössischen Dokumenten selbst angeführten
Sammlungsstücke als Besitztümer seines Urgroßvaters identifizieren. Die Objekte sind für die Bangwa-Kultur von einem hohen spirituellen und historischen Wert.
Zwischen 1900 und 1902 war Strümpell an sogenannten „Strafexpeditionen“ gegen die
Bangwa unter der Führung des damaligen Herrschers Fontem Asunganyi beteiligt. Diese Militäraktionen zählen zu den besonders gewalttätigen in der Region. Während der Aktionen kam es zum Raub einer Fülle von Bangwa-Objekten durch die Kolonialmacht, die als "Kriegsentschädigungen" deklariert wurden.
In der Sammlung des SMBS befinden sich noch weitere Stücke der Bangwa-Kultur, unter denen sich aller Wahrscheinlichkeit nach noch weitere Besitztümer aus dem royalen Haus ausmachen lassen. Um diese Objekte identifizieren zu können, sind weitere Expertisen und ein Besuch des Königs mit einer kleinen Delegation am Museum notwendig. König Fon Fontem Asabaton bat um eine Einladung zum Besuch in Braunschweig und zur
Untersuchung der Objekte. Eine nach einem Besuch folgende Restitutionsanfrage wird sich wohl ausschließlich auf Besitztümer des Herrscherhauses beziehen.
b) Ovambanderu-Objekt, Patronengurt des Kahimemua
Kahimemua, ein legendärer Anführer der Ovambanderu, eines Volks, das im Gebiet des heutigen Namibia angesiedelt ist und dem damaligen "Deutsch-Südwestafrika" angehörte, wurde von den deutschen Kolonialherren 1896 nach einem niedergeschlagenen Aufstand hingerichtet. Vorher wurde Kahimemua symbolträchtig entwaffnet: Der aus Braunschweig stammende Händler Gustav Voigts (1866-1934), der auch als Reserveoffizier diente, nahm ihm unter anderem den Patronengurt ab. Voigts verbrachte das Stück nach Braunschweig und übergab es unter Eigentumsvorbehalt dem Städtischen Museum.
Das Museum plant, einen Patronengurt der Sammlung, bei dem es sich mit großer
Wahrscheinlichkeit um das geraubte Stück aus dem Besitz des Kahimemua handelt, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Ovambanderu auf seine Authentizität hin abschließend zu untersuchen. Die direkte Kooperation mit der Herkunftsgesellschaft ist dabei wissenschaftlich sinnvoll, weil angefragte europäische Ethnologen und auf genetische Untersuchungen spezialisierte Labors bislang keine finalen sachdienlichen Hinweise liefern konnten. Gleichzeitig bedeutet eine Kooperation mit den Ovambanderu ein politisches Signal für die Würdigung der Kompetenz der afrikanischen Herkunftsgesellschaft.
Im Herbst / Winter 2021 - so die aktuelle Planung - wird eine Delegation der Ovambanderu den Gurt in Braunschweig untersuchen. Das Stück hat wegen seiner Geschichte für die Ovambanderu und für Namibia als ein Symbol der Identität der "Community" eine enorme ideelle Bedeutung. Eine Restitution wird sicherlich dieselbe Aufmerksamkeit wie die Restitutionen im Fall von Hendrik Wittbooi und der "Cape Cross-Säule" wecken. Bereits jetzt berichteten u. a. FAZ, BZ und der Deutschlandfunk über den Fall.
In der Dauerausstellung des Städtischen Museums soll eine Vitrine eingerichtet werden, die von den Ovambanderu zu Themen ihrer Geschichte bestückt wird. Die zukunftsträchtige Kooperation mit einer Herkunftsgesellschaft soll so sinnfällig gemacht werden.
2. Künstlerischer Wettbewerb Kolonialdenkmal
Ziel des künstlerischen Wettbewerbes ist es, ausgewählte Künstlerinnen und Künstler resp. künstlerisch und gestalterisch tätigen Personen das Kolonial-Denkmal reagieren und diese durch ihre eigene künstlerische Aussage brechen zu lassen. Von der Auseinandersetzung der Künstlerinnen und Künstler mit dem Denkmal in einem im öffentlichen Raum sichtbar werdenden Prozess soll eine wachsende Sensibilisierung für die Themenstellungen „Kolonialismus – Dekolonialisierung“ ausgehen und einen gesellschaftlichen Perspektivwechsel fördern.
Anstatt das Denkmal aus dem Stadtbild zu entfernen, ist es das erklärte Ziel des Wettbewerbs, dieses Stück deutscher Kolonialgeschichte aufzuarbeiten und eine künstlerische Arbeit auszuwählen, die in ihrer formalen und konzeptuellen Umsetzung die Verherrlichung regionaler Kolonialgeschichte kritisch reflektiert. Es soll somit nicht vom jetzigen Standort entfernt und in ein Museum verlegt werden, sondern bleibt weiterhin Teil des historisch gewachsenen Stadtraums. Die erhofften Impulse, die von der künstlerischen Gegenüberstellung ausgehen, regen wünschenswerter Weise die Betrachterinnen und Betrachter langfristig und nachhaltig dazu an, (post-) koloniale Formen, Darstellungen und Diskurse wahrzunehmen und die eigene Verantwortung darin zu reflektieren.
Wettbewerbskonzept: Einbindung von unabhängigen Gremien
Die Verwaltung hat zur Durchführung des Wettbewerbs einerseits, zur Beratung des
Gesamtprozesses „Kolonialismus in Braunschweig“ andererseits, zielgerichtet die Mitwirkung von externer Kompetenz von thematisch mit dem Kolonialismus befassten Persönlichkeiten (u. a. historisch und (anti-)Rassismus Forschende, Mitwirkende von aktuellen Prozessen im Rahmen der Dekolonialisierung, künstlerisch tätige Personen und Betroffenengruppen) in zwei Gremien erbeten und Zusagen erhalten.
Ihre Mitarbeit im Wissenschaftlichen Beirat haben zugesagt:
• Herr Dr. Albert Gouaffo, Lehrbeauftragter an der Université de Dschang/Cameroun und Kooperationspartner des DFG-Forschungsprojekts Umgekehrte Sammlungsgeschichte
• Herr Dr. Richard Bentin Tsogang Fossi, Lehrbeauftragter an der Université de Dschang/Cameroun
• Herr Prof. Dr. von Poser, Stellvertretender Direktor des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin
• Frau Prof. Dr. Victoria von Flemming, Lehrbeauftragte an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
• Frau Dr. Menja Holtz, Lehrbeauftragte am Institut für Geschichtswissenschaften der TU Braunschweig und Mitglied im DFG-Netzwerk Dynamiken interkultureller Begegnungen
• Herr Prof. Dr. Thomas Scharff, Geschäftsführender Leiter des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte (IBRG)
• Herr Dr. Peter Joch, Direktor Städtisches Museum Braunschweig
• Herr Dr. Henning Steinführer, Direktor des Stadtarchivs Braunschweig
• Frau Dr. Annette Boldt-Stülzebach, Abteilungsleiterin Erinnerungskultur, Literatur und Musik am Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Stadt Braunschweig
• Frau Stine Hollmann, freie Kunstwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des künstlerischen Wettbewerbs Kolonialdenkmal
Ihre Mitarbeit im Kuratorium haben zugesagt:
• Frau Dr. Princess Adetoun Küppers-Adebisi, Präsidentin von AFROTAK TV cyberNomads, Projektkoordinatorin der DOCUMENTA Africana Germanica, Schwarze Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst und Diskurs u. a.
• Herr Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, designierter Intendant des HKW, Berlin Leiter von SAVVY Contemporary, Berlin
• Frau Dr. Mahret Ifeoma Kupka, Kuratorin des Museums Angewandte Kunst, Frankfurt a. M., Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland e. V.
• Herr Prof. Raimund Kummer, Professor für Bildhauerei, HBK, Braunschweig
• Frau Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Direktorin des MARKK, Hamburg
• Frau Dr. Uta Ruhkamp, Kuratorin des Kunstmuseums Wolfsburg
• Frau Dr. Jule Hillgärtner, Direktorin des Kunstvereins Braunschweig
• Frau Regina Sarreiter, Referentin für Bildende Kunst des Goethe-Instituts e. V.
• Frau Céline Bartholomaeus, Aktivistin von Amo – Braunschweig Postkolonial e. V.
• Frau Prof. Dr. Heba Y. Amin, Professorin für Digitale und Zeitbasierte Kunst, ABK Stuttgart
• Frau Stine Hollmann, freie Kunstwissenschaftlerin, künstlerische Leiterin des künstlerischen Wettbewerbs Kolonialdenkmal
In beiden Gremien führt die Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Dr. Anja Hesse den Vorsitz. Die konstituierenden Sitzungen der Gremien sind für Oktober 2021 terminiert.
Wissenschaftlicher Beirat:
Aufgabe der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates wird es sein, dem Gesamtprojekt „Kolonialismus in Braunschweig" beratend zur Seite zu stehen, die historische Bearbeitung der Themen „Kolonialismus und seine Spuren in Braunschweig" zu begleiten und mit ihrer Expertise zu fördern. Diese wissenschaftliche Expertise ist zwingend erforderlich als Voraussetzung für die Befassung mit der kolonialgeschichtlichen Thematik in Braunschweig und Fundament aller Vermittlungsmaßnahmen. Darüber hinaus bringen die einzelnen Mitglieder Erfahrung aus eigenen Forschungs- und Vermittlungsprojekten ein und sind eingeladen, begleitende Impulse im Gesamtprozess der Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe in Braunschweig zu geben.
Künstlerisches Kuratorium:
Die Mitglieder des Kuratoriums beraten die Kulturverwaltung konzeptionell hinsichtlich des Ausschreibungsverfahrens für den künstlerischen Wettbewerb und bringen ihre vielseitigen Erfahrungen in die Gestaltung des Verfahrens, die Sichtung und Bewertung der künstlerischen Positionen ein. Ihre Aufgabe wird es sein, den gesamten Prozess des Wettbewerbes mit ihrer Expertise von der Auswahl der Künstlerinnen und Künstler, bis zur Ermittlung des Gewinnerentwurfes zu gestalten.
Künstlerischer Wettbewerb:
Der Wettbewerb wird als eingeschränkter künstlerischer Realisierungswettbewerb zur
Errichtung eines dauerhaften sogenannten Gegendenkmals zum 1925 errichteten Kolonialdenkmal von der Stadt Braunschweig ausgelobt. Der Wettbewerb bezieht sich auf postkoloniale Auseinandersetzungen und kritische Betrachtungen deutscher Kolonialgeschichte sowie die daraus resultierenden Fragen nach der gesellschaftspolitischen Rezeption. Für die Durchführung der Wettbewerbsphase wurde Frau Stine Hollmann als Kuratorin gewonnen.
In Vorbereitung des von der Kulturverwaltung initiierten Wettbewerbes wurde die Geschichte des Kolonialdenkmals im Rahmen eines Förderprojekts von dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte der TU Braunschweig durch den Historiker Fabian Lampe, M.A. untersucht. Die Ergebnisse werden vorerst in einem zusammenfassenden Essay „Das Braunschweiger Kolonialdenkmal in seinem historischen Kontext“ den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt.
Das Verfahren sieht vor zur Beteiligung an dem Wettbewerb künstlerisch und gestalterisch tätige Personen aus den ehemaligen kolonisierten Ländern einzuladen, da diese nach wie vor im weitesten Sinne betroffen mit ihrer Sichtweise und Erfahrungswelt in der künstlerischen Auseinandersetzung auf das Kolonialdenkmal reflektieren können. Die Mitglieder des Kuratoriums sind eingeladen, eine Auswahl der einzuladenden international agierenden Teilnehmenden zu treffen, die ihrerseits gebeten werden, künstlerische Projektentwürfe einzureichen. Vorgesehen ist, die eingereichten Projektentwürfe in Form von Visualisierungen in einer zweiwöchigen, für die Öffentlichkeit zugänglichen Ausstellung im Städtischen Museum zu präsentieren.
Nach der Entscheidung des Kuratoriums über den aus dem Wettbewerb hervorgegangenen und zur Umsetzung empfohlenen Entwurf werden die politischen Gremien mit der Beschlussfassung zur Umsetzung des empfohlenen Entwurfes befasst.
Finanzierung
Die Durchführung des künstlerischen Wettbewerbs Kolonialdenkmal erfolgt mit Eigenmitteln des Fachbereichs 41. Für die konkrete Umsetzung des Projekts wird eine anteilige
Finanzierung aus Eigenmitteln des Fachbereichs 41 vorgesehen, die durch
Mittelumschichtung aus dem Haushaltsjahr 2021 in das Haushaltsjahr 2022 erfolgen soll.
Damit soll sichergestellt werden, dass unabhängig von einer zeitversetzten
Mittelbereitstellung die Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses im Anschluss an den Gremienbeschluss möglich wird.
Für die Umsetzung des Siegerentwurfs sollen darüber hinaus Drittmittel bei Stiftungen und unternehmerisch tätigen Partnern eingeworben werden.
