Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 21-16612-01
Grunddaten
- Betreff:
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Hochwasserzonen Ölper, Watenbüttel
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 68 Fachbereich Umwelt
- Beteiligt:
- DEZERNAT VIII -Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 321 Lehndorf-Watenbüttel
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zur Kenntnis
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22.09.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der CDU-Fraktion vom 22.07.2021 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
Die Hochwasserkatastrophe im Südwesten Deutschlands macht deutlich, wie verwundbar Städte und Gemeinden sind, wenn in sehr kurzer Zeit große Niederschlagsmengen fallen. Starkregen kann Überflutungen und Sturzfluten hervorrufen, die besonders in Siedlungsgebieten hohe Sach- und Personenschäden verursachen können. Durch den Klimawandel ist auch in Braunschweig mit der Zunahme von Starkregenereignissen zu rechnen.
Die potentielle Gefährdung durch Starkregenereignisse soll aus Sicht der Verwaltung für das gesamte Stadtgebiet ermittelt werden. Die Stadt hat daher - unabhängig von den jüngsten Ereignissen - bereits eine Starkregen-Modellierung in Auftrag gegeben, die zu einer Starkregengefahrenkarte für Braunschweig führen wird. Die Karte wird noch in diesem Jahr vorgestellt und veröffentlicht werden.
Auch soll der von der Verwaltung für alle Bürgerinnen und Bürger zur Selbsthilfe entwickelte 10 Punkte-Check - https://www.braunschweig.de/leben/umwelt_naturschutz/wasser/hws_10_punkte_check.php
- mit einem Flyer ergänzt werden, der derzeit noch entwickelt wird.
Die neuen Erkenntnisse aus der Starkregenkarte sollen sodann auch in der Bauleitplanung berücksichtigt werden, ist diese doch ein wichtiges Planungswerkzeug für die Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Konzepts zur Starkregenvorsorge weil darin die Nutzung der Flächen des gesamten Gemeindegebiets geregelt wird.
Das Hochwasserschutzkonzept der Stadt -
https://www.braunschweig.de/leben/umwelt_naturschutz/wasser/hws_startseite.php
- muss aufgrund der letzten Starkregenereignisse nicht korrigiert werden. Allerdings bedarf es hinsichtlich der zunehmenden Okerverschlammung ergänzender Betrachtungen. Das hierzu mit einer "Studie zur Optimierung des Abflusses und der Sedimentationsbedingungen der Oker von den Innenstadtwehren bis zum Ölper Wehr" beauftragte Ingenieurbüro hat bereits das hydraulische Modell der Oker angepasst und erste Modellrechnungen für potenzielle Maßnahmen durchgeführt.
Noch bis zum Ende dieses Jahres wird untersucht, wie der Wasserstand bei einem Jahrhunderthochwasser gesenkt und wie die Tendenz des stetigen Anwachsens der Schlammablagerungen in Richtung eines Gleichgewichtszustands verändert werden kann.
Die Verwaltung wird die Studie dem Stadtbezirksrat unaufgefordert vorstellen.
