Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 21-16694

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

Der Umwandlung des ehemaligen Grabelandes in Leiferde in ein multifunktionales

Sport- und Bewegungsareal in Anbindung an die Sportanlage Lüdersstraße

wird zugestimmt.“

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Die Beschlusskompetenz des Sportausschusses ergibt sich aus § 76 Abs. 2 S. 1, § 58 Abs. 1 NKomVG und der Richtlinie des Rates gem. § 58 Abs. 1 NKomVG zur Auslegung des

Begriffes „Geschäfte der laufenden Verwaltung“.

 

Im Sinne dieser Zuständigkeitsnormen handelt es sich bei der Umwandlung des ehemaligen Grabelandes in Leiferde in ein multifunktionales Sport- und Bewegungsareal um eine

Einzelfallentscheidung, die nicht mit gewisser Regelmäßigkeit wiederkehrend ist und

somit nach der Richtlinie des Rates gemäß § 58 Abs. 1 NKomVG zur Auslegung des

Begriffes „Geschäfte der laufenden Verwaltung“, um kein Geschäft der laufenden

Verwaltung, für das der Oberbürgermeister zuständig wäre. Eine Zuständigkeit des Rates nach § 58 Abs. 1 NKomVG ist nicht gegeben. Daher besteht eine Beschlusszuständigkeit des Verwaltungsausschusses. Diese wurde nach § 6 der Hauptsatzung auf den

Sportausschuss übertragen.

 

1. Hintergrund:

 

Mit dem Beschluss über den Neubau eines Sportfunktionsgebäudes für den VfL Leiferde in der Sitzung des Rates am 29.09.2020 wurde ein Meilenstein im Hinblick auf den geplanten Ausbau der Sportinfrastruktur im Süden Leiferdes gesetzt.

Damit wird das in 2021 zu realisierende Sportfunktionsgebäude neben der bestehenden Sportanlage an der Lüdersstraße zu einem weiteren wesentlichen Dreh- und Angelpunkt

im Kontext des hier zu beschließenden Sport- und Bewegungsareals auf dem

ehemaligen Grabeland in Leiferde.

 

Die Fachverwaltung hatte dem Sportausschuss erstmalig am 21.02.2019 die Planungsskizzen zur Umwandlung des ehemaligen Grabelandes in eine multifunktionale Sportfläche vorgestellt. Die Planungen wurden seitdem vorangetrieben.

 

Auf Grund der räumlichen Nachbarschaft des Areals zu den ansässigen Sportvereinen

(VfL Leiferde, Schützenverein Leiferde), den Bildungseinrichtungen (Kindertagestätte,

Grundschule Stöckheim-Leiferde) und Freizeiteinrichtungen (Jugendzentrum

Stöckheim e.V. Jugendtreff Leiferde) und den sich daraus ableitenden unterschiedlichen

Nutzungswünschen und Nutzungsinteressen stellte sich die Planungsaufgabe, diesbezüglich einen Konsens herbeizuführen und in einem multifunktionalen Sport- und Bewegungs-angebot zu bündeln. Dem vorgeschaltet war ein enger Austausch mit den beteiligten Akteuren und der Fachverwaltung.

 

Das Gelände des ehemaligen Grabelandes wurde im 4. Quartal 2020 von den abgängigen baulichen Elementen (Lauben, Baracken, befestigte Flächen) und großen Mengen an flächig verstreuten Abfällen aller Art (illegale Ablagerung) beräumt.

 

Die Verwaltung beabsichtigt, mit dem den 1. Bauabschnitt im Jahr 2021 zu beginnen und damit zunächst das Sportareal mit einem beleuchteten Kunststoffrasen-Kleinspielfeld, einer 70 m Bogenschießanlage sowie einer Weitsprunganlage mit zwei Anlaufbahnen zu errichten.

 

2. Freiflächenkonzept:

 

Das geplante multifunktionale Sport- und Bewegungsareal gliedert sich in einen

sportfunktional geprägten Teilbereich und in einen bewegungs-/freizeitsportlich

orientierten Teilbereich.

 

2.1 Elemente des Sportareals:

 

-          Kunststoffrasen-Kleinspielfeld mit Sand Infill (1.325 m2) mit Trainingsbeleuchtung

-          Bogenschießanlage (70 m)

-          Weitsprunganlage / 50m Laufbahn in Kunststoffbauweise

Durch die geplante räumliche Anordnung des Sportfunktionsgebäudes an der süstlichen Stirnseite des Rasen-Großspielfeldes weitet sich die Sportanlage des VfL Leiferde nach

den auf und lässt Raum für ein Kunststoffrasen-Kleinspielfeld. Dieses soll nach derzeitigem Stand prioritär einer Vereinsnutzung vorbehalten sein.

Zudem soll das Kunststoffrasen-Spielfelde für andere

Gruppen nutzbar sein (Schule, Jugendtreff, Kindergärten). Darüber hinaus

bietet die Gesamtfläche Bewegungsraum für die schulsportliche Nutzung.

 

Die Bogenschießanlage bleibt ausschließlich der vereinsportlichen Nutzung vorbehalten.

Mit der Bogenschießanlage greift der Schützenverein einen sportlichen Trend auf und möchte insbesondere Jugendlichen die Möglichkeit geben, das Bogenschießen zu erlernen.

 

Die geplante Weitsprunganlage/50-m-Laufbahn soll sich erstmalig im Stadtgebiet als

leichtathletische Sportgelegenheit nach außen frei zugänglich öffnen.

Insbesondere die benachbarte Grundschulerde von einer unmittelbar zugänglichen

Weitsprunganlage/50 m Laufbahn profitieren. Bislang stehen für den Sportunterricht keine unmittelbar nutzbaren leichtathletischen Elemente zur Verfügung.

 

Das bestehende Großspielfeld mit Trainingsbeleuchtung bleibt unverändert.

 

2.2. Eingefasst durch die geplante Weitsprung- und Bogenschießanlage im Osten und Westen beabsichtigt die Verwaltung, den bewegungs-/freizeitsportlich orientierten Teilbereich im Süden des Sportareals anzuordnen und diesen frei zugänglich in einem möglichen 2. Bauabschnitt mit niedrigschwelligen Sportgelegenheiten zu gestalten.

 

Dies entspricht den partizipativ entwickelten konzeptionellen Vorgaben des Sportentwicklungsplanes „Masterplan Sport 2030“ sowie des „integrierten Stadtentwicklungskonzeptes 2030“. Der Masterplan Sport sieht unter anderem vor, öffentlich zugängliche Fitnessgeräte/Sportgelegenheiten in ausgewählten öffentlichen Grünräumen einzurichten.

 

gliche Elemente des Bewegungs-/Freizeitsportareals für den 2. Bauabschnitt, der in einer gesonderten Beschlussvorlage vorgelegt wird, könnten beispielhaft sein:

 

-          Calisthenics für sportlich ambitionierte Individual-, Vereinssportler

-          Fitness-Station generationenübergreifend für Familien und Senioren

-          (dazu alternativ Basketball/Tischtennis)

-          Aufenthalts-/Entspannungsbereich in extensiver Gestaltung (Ausgleich- und Ersatz)

Die geplante Calisthenics Anlage bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitsübungen. Ein Großteil der Übungen ist inklusiv ausführbar. Der vorgesehene Fallschutzbereich aus Kunststoff lässt sich durch Trainingsmarkierungen von den Nutzern sportfunktional in das Training einbinden.

 

Demgegenüber soll auf der weiteren Sportgelegenheit der Fokus auf generationsübergreifende Bewegung mit Ausprägung motorischer Fähigkeiten gerichtet sein. Die Zielgruppe ist entsprechend weit gefasst. Bewegung soll hier vor allem Spaß bereiten.

 

Das multifunktionale Sport- und Bewegungsareal erhält erst durch seine (Teil-)Öffnung nach außen zu einem breiten Angebot an Sport-/Bewegungs-/Kletter- und Aufenthaltsmöglichkeiten seinen prägenden und insbesondere sozialvernetzenden Charakter für Leiferde und die benachbarten Ortsteile.

 

Die hierfür vorgesehene Fläche soll vorerst mit Rasen eingesät werden.

 

Kosten

 

Die Herstellungskosten für den 1. Bauabschnitt -  Sportareal einschließlich Herrichten der Nebenflächen - und Baunebenkosten betragen 600.000,00.

 

Finanzierung

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel r die Umsetzung des 1. Bauabschnittes stehen im

Teilhaushalt des Fachbereichs Stadtgrün und Sport auf dem Projekt 5E.670079

zur Verfügung.


 

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Anlagen

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