Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 21-16917-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Errichtung einer Nisthilfe für Störche
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 68 Fachbereich Umwelt
- Beteiligt:
- DEZERNAT VIII -Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 321 Lehndorf-Watenbüttel
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zur Kenntnis
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22.09.2021
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat 321 vom 10. September 2021 (21-16917) „Errichtung einer Nisthilfe für Störche“ wird wie folgt Stellung genommen:
Im Bereich der Okeraue Watenbüttel sind aktuell vier in der Regel besetzte Storchenhorste (zwei Nisthilfen, zwei Selbstbauten) bekannt. Zwei weitere Nisthilfen, südlich von Veltenhof und östlich der Rieselfelder, waren in den letzten Brutperioden nicht besetzt (siehe Übersichtsplan). Der Bereich der Okeraue Watenbüttel weist somit erfreulicherweise einen vergleichsweise hohen Bestand des Weißstorches auf. Die Art ist folglich, auch durch die Nähe zu den Rieselfeldern, sowohl in als auch außerhalb der Brutzeit in der Okeraue regelmäßig anzutreffen.
Die vorausgeschickt antwortet die Verwaltung wie folgt:
Zu a - c)
Von Seiten der Verwaltung wird die Errichtung von Nisthilfen für den Weißstorch grundsätzlich im Vorfeld mit dem Storchenbeauftragten der Stadt Braunschweig abgestimmt.
Der Storchenbeauftragte teilte auf Anfrage der Verwaltung mit, dass er von der Errichtung einer Nisthilfe in Verlängerung der Straße "Zum Wiesengrund" abrät. Der Bereich liegt nach fachlicher Einschätzung zu nah an den in der Umgebung verlaufenden Hoch- und Höchstspannungsleitungen. Dadurch wird das vom Nahrungsangebot her durchaus geeignete Feuchtgrünland leider als Brutgebiet entwertet. Gerade für unerfahrene Jungstörche besteht erhebliche Kollisionsgefahr mit den Leitungsdrähten bzw. dem über die Mastspitzen geführten Erdseil.
Erst im Jahr 2020 kollidierte ein Storch in der Okeraue mit einer Mittelspannungsleitung und musste trotz sofortiger Versorgung und Behandlung in der Tierärztlichen Hochschule Hannover eingeschläfert werden. Es handelt sich somit um ein bekanntes Problem, welches durch die falsche Verortung von Nisthilfen nicht verstärkt werden sollte.
Die Verwaltung folgt der Empfehlung des Storchenbeauftragten und hält eine Nisthilfe im vorgeschlagenen Bereich aufgrund des aufgeführten Kollisionsrisikos nicht für sinnvoll.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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286,9 kB
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