Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 21-17194
Grunddaten
- Betreff:
-
Diebstahl radioaktiven Materials bei Braunschweiger Atomfirmen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Frau Buchholz (BIBS) im Stadtbezirksrat 322
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 322 Nördliche Schunter-/Okeraue
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Entscheidung
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17.11.2021
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
Wie in der Braunschweiger Zeitung berichtet und vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft Küsten- und Naturschutz bestätigt wurde, wurde auf dem Gelände der Braunschweiger Atomfirmen radioaktives Material entwendet.
In Verantwortung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger fordert der Stadtbezirksrat 322 die Verwaltung daher auf,
1. nach kompletter und schnellstmöglicher Aufklärung des Falles einen Bericht einzufordern und zu veröffentlichen,
2. sich für die lückenlose unabhängige Überprüfung aller vorhandenen Inventaraufzeichnungen bzw. Aktivitätsbilanzen einzusetzen, um eventuelle weitere ungeklärte Abgänge radioaktiven Materials auszuschließen,
3. sich für die unabhängige und gründliche Überprüfung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen bei Eckert & Ziegler und deren realer Umsetzung einzusetzen; dazu gehört auch der Umgang mit den Mitarbeitern/Innen;
4. eine Klärung zu veranlassen, ob der Mitarbeiter Material an weitere Menschen verteilt hat.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Bis Ende Oktober arbeitete bei der Firma Eckert & Ziegler eine Person mit direktem
Zugriff auf große Mengen radioaktiver Isotope, die offenbar mehrfach radioaktive Stoffe entwendete und mit Mord drohte.
Auch wenn die bislang bekannt gewordenen Diebstähle zumindest teilweise beim EZN-Vorgängerunternehmen QSA Global geschahen, muss sich Eckert und Ziegler die Vorfälle nicht nur aufgrund der großen sonstigen Kontinuitäten zu QSA Global voll zurechnen lassen: Der Mitarbeiter wurde mehr als ein Jahrzehnt lang weiterbeschäftigt, ohne dass seine nun in
Morddrohungen mündende Gefährlichkeit erkannt wurde. Die radioaktiven Stoffe wurden nur zufällig entdeckt. Da sie an unterschiedlichen Orten gelagert und zum Teil vergraben waren erscheint es fraglich, ob alle entwendeten Nuklide bereits gefunden wurden. Es bestand und besteht eine erhebliche Gefährdung der Braunschweiger Bevölkerung und womöglich darüberhinausgehend.
gez.
Astrid Buchholz
