Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 21-17334

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Im Haus- und Wohnungsbau werden häufig Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) mit biozidhaltigen Werkstoffen (in Putzen und Farben) verwendet. Mit diesen Wirkstoffen soll dem Befall der Fassade durch Algen und Pilze vorgebeugt werden. Durch Niederschläge werden die Biozide ausgewaschen und können so bis in Oberflächengewässer und das Grundwasser vordringen. In ersten Modellprojekten (z. B. Hochschule Coburg oder Leuphana Universität Lüneburg) konnte dieser Eintragspfad bereits nachgewiesen werden.

 

Auch im Gebiet der Stadt Braunschweig kommen entsprechende Wärmeverbundsysteme verbreitet zum Einsatz.

 

Um erste Erkenntnisse zu einem Eintrag von Bioziden in das Grundwasser zu gewinnen, wurde eine stichprobenhafte Untersuchung des Grundwassers durchgeführt. Zunächst wurden hierfür Bereiche im Stadtgebiet identifiziert, in denen diese Fassadensysteme im größeren Umfang zum Einsatz gekommen sind.

 

Anschließend wurden 12 vorhandene geeignete Grundwassermessstellen ausgewählt und auf die Leitsubstanzen Diuron, Terbutryn und Octhilinolon untersucht.

 

Erfreulicherweise konnten in keiner der Grundwasserproben Schadstoffe oberhalb der jeweiligen Nachweisgrenze festgestellt werden.

 

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass ein etwaiger Austrag von Bioziden aus Hausfassaden mit Wärmedämmverbundsystemen aktuell in keiner der Messstellen zu einer nachweisbaren Belastung im Grundwasser führt.

 

Es ist eine weitere Überprüfung in den kommenden Jahren vorgesehen, um den günstigen Befund zu bestätigen bzw. zu überprüfen.
 

Loading...

Erläuterungen und Hinweise