Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 21-17461

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:

Bis heute (Stand: 8. Dezember 2021) gibt es in Deutschland keinen Impfstoff, der für Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren zugelassen ist. Darüber hinaus darf der in großen Mengen vorhandene Impfstoff von Moderna nicht an unter 30-Jährige verimpft werden, dies betrifft also die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 und 29 Jahren. Kinder und Jugendliche sind jedoch seit Beginn der Pandemie besonders hart von ihren Auswirkungen getroffen: Verzicht auf soziale Kontakte, Distanzlernen und nun der fehlende Impfstoff sind nur die drängendsten Probleme für diese Altersgruppe.

Vieles wurde bereits gesagt und geschrieben zu den negativen Auswirkungen der fehlenden sozialen Kontakte, Vieles wird noch folgen. Dazu steigen auch die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen rasant an. So ist es nicht verwunderlich, dass die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit am 25. November dieses Jahres berichten musste, dass in der 47. Kalenderwoche die 7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe zwischen 5 und 14 Jahren mit einem Wert von 411,08 mehr als vier Mal so hoch war, wie bei den Erwachsenen zwischen 60 und 69 Jahren (deren Inzidenz lag bei 100,26).

Ende November erfolgte jedoch die Zulassung des Impfstoffs der Firma Biontech durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) für Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren. Eine Freigabe durch die Ständige Impfkommission (STIKO) für Deutschland wird für den 20 Dezember – also den Tag vor der Ratssitzung, in der diese Anfrage behandelt werden soll – erwartet. Besonders vor dem Hintergrund der oben beschriebenen negativen Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen und der hohen Inzidenzen wünschen sich viele Eltern – und natürlich auch die Kinder – einen zugelassenen Impfstoff.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Welche Vorkehrungen hat die Verwaltung getroffen, um den Eltern von Kindern im Alter zwischen 5 und 11 Jahren schnellstmöglich nach Freigabe des Impfstoffes ein entsprechendes Impfangebot zu machen?

2. Ist daran gedacht, die mobilen Impfteams in die Schulen zu senden, um direkt vor Ort möglichst viele Kinder gleichzeitig impfen zu können?

3. Steht nach Einschätzung der Verwaltung ab dem 20.12. ausreichend Impfstoff von Biontech zur Verfügung, um die Altersgruppe der 5 bis 11-Jährigen bestmöglich zu schützen?

Loading...

Erläuterungen und Hinweise