Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 22-17656-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der Fraktion CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat 111 vom 07.01.2022 (22-17656) nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Für die Stadt Braunschweig wurden im Rahmen des städtischen Hochwasserschutz­konzeptes und der Hochwasserpartnerschaft Wabe-Schunter Maßnahmen zum Hochwasserschutz untersucht. Die Konzepte werden bei neuen Erkenntnissen fort­geschrieben. Ortskundige Hinweise und Beobachtungen nimmt der Fachbereich 68 in diesem Zusammenhang gerne entgegen. 

 

Dieses vorausgeschickt beantwortet die Verwaltung die Anfrage wie folgt:

 

Zu 1.:

 

Die Vergrößerung des Durchlasses der Hagenriede an der Landestraße L635 nach Wendhausen wurde im Hochwasserschutzkonzept der Stadt geprüft.

 

Dabei wurde zunächst festgestellt, dass die Ortslage selbst nicht durch Überflutungen von Schunter oder Hagenriede betroffen ist. Eine Vergrößerung des genannten Durchlasses unter der L635 führt lediglich zu einer Absenkung des Wasserspiegels in der Hagenriede von ca. 6 cm und zu keiner maßgeblichen Verbesserung des Hochwasserschutzes, auch gemessen an den voraussichtlich hohen Investitionskosten (siehe auch "Anlage 14" des Hochwasserschutzkonzeptes unter: https://www.braunschweig.de/leben/umwelt_naturschutz/wasser/hws_startseite.php). Hydraulische Betrachtungen des Kanalnetzes sind nicht Gegenstand des städtischen Hochwasserschutzes.

 

Zu 2.:

 

Im Zuge der Erarbeitung des Konzeptes wurde die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, ortskundige Beobachtungen und Erkenntnisse in die Konzepterarbeitung einzubringen. Außer Hinweisen zur Gewässerunterhaltung und zur Hagenriede sind keine Angaben zu konkreten Schadensereignissen eingegangen. Aus den Erkenntnissen wurden folgende Maßnahmen abgeleitet:


 

  • Der Fanggraben in Dibbesdorf zwischen Hegerdorfstraße und Weißenseeweg wurde Ende 2021 geräumt.
     
  • Für den Schutz des Reiterhofes nördlich von Hondelage wurde im Oberlauf der Hagenriede ein Grabenabschnitt ertüchtigt.

 

Zu 3.:

 

In Hondelage und Dibbesdorf werden nur sehr wenige Einzelgebäude von einem HQ100 berührt.

 

Im Wesentlichen beschränkt sich das Konzept hier auf das Aufzeigen von gefährdeten Bereichen und Objekten. Mit diesen Informationen können Eigentümer in eigener Ver­antwortung einen Objektschutz planen.

 

Die scheinbar hohe Betroffenheit auf der "Risikokarte" des Konzeptes Wabe/Schunter resultiert aus der pauschalierten Betroffenheit hochwertiger Flächen gemäß Kataster­angaben (hohe Schadenserwartung trotz fehlender Bebauung) und Durchschnittswerten der Einwohnerdichte im städtischen Raum (viele betroffene Einwohner, trotz geringer Wohn­bebauung). Hier sollen im nächsten Bearbeitungsschritt des Konzeptes realistischere Zahlen angesetzt werden.

 

Aktuell sieht die Verwaltung Ansatzpunkte, die Unterhaltung im Maßnahmengebiet der Schunterrenaturierung Hondelage/Dibbesdorf einschließlich der Sandbachmündung zu optimieren. Maßnahmen befinden sich derzeit in der Abstimmung.
 

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