Rat und Stadtbezirksräte

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Anfrage (öffentlich) - 22-17834

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept von 2018 (ISEK) findet man noch das folgende Projekt

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„Via Corona“

Im Verlauf der ehemaligen Wallanlagen wird ein Freizeitweg realisiert, der die historische Kernstadt umschließt.

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Mit diesem Projekt soll ein ausgedehnter Rundweg geschaffen werden, der über möglichst weite Strecken unmittelbar am Fluss entlang verläuft, und Bummlern, Joggern und Fahrradfahrern einen besonderen Zugang zur Seele unserer Stadt ermöglicht, die eine lebendige Heimat ist für sämtliche wichtige mitteleuropäische Fischarten wie Aal, Barsch, Brassen, Döbel, Hecht, Karpfen, Quappe, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Ukelei, Wels und Zander.

Wir begrüßen dieses Projekt, halten den Namen jedoch für nicht mehr zeitgemäß, da beim Flanieren an der sanft fließenden Oker sicherlich niemand an Krankheit, Tod, politische Irrtümer und soziale Unruhen erinnert werden möchte.

Daher wünschen wir uns, dass das Projekt „Via Corona“ umbenannt wird.

Treffende Namen wären aus unserer Sicht: „Via Ovacra“ oder auch „Via Ovakara“. Diese Namen führen zwei historische Linien unserer Stadt zusammen:

* Laut dem Historiker Andreas Kleineberg lag in Braunschweig um 150 nach Christus die Siedlung Tulisurgum am Hellweg, daher erinnert das römische „Via“ an die alte Römerzeit.

* Und die Oker wurde 747 das erste Mal als Ovacra in Zusammenhang mit dem Okerübergang in Ohrum erwähnt, womit dieser Ort zusammen mit Schöningen der älteste schriftlich genannte in Niedersachsen ist. Ab 1128 findet man hingegen Ovakara in Urkunden, daher wird angenommen, dass dies die am genauesten überlieferte Form ist.

Die Namen „Via Ovacra“ oder „Via Ovakara“ verbinden somit die römische Frühbesiedlung mit der mittelalterlichen Siedlung. Vermutlich wird sich jede Braunschweigerin und jeder Braunschweiger gut vorstellen können, wie schön es wäre, nach einem sommerlichen Feierabend an einer „Via Ovakara“ zur Okercabana zu flanieren, um dort eine regionale Kalthopfenschale, gebraut aus Okerwasser, zu genießen.

 

Dies vorangestellt stellen wir daher die folgenden Fragen:

 

     1) Besteht aus Sicht der Verwaltung die Möglichkeit, die „Via Corona“ z.B. in „Via Ovakara“ umzubenennen?

2) Da wir als Basisdemokraten Bürgerbeteiligung unterstützen und fördern: Welche Form der Bürgerbeteiligung hält die Verwaltung für geeignet, um einen Namen zu finden, der größtmöglichen Zuspruch in der Bevölkerung findet? 

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