Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 22-17596

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

In seiner Sitzung am 22.04.2021 hat der damalige Stadtbezirksrat 331 Nordstadt einstimmig den Beschluss gefasst, 5.000 € aus bezirklichen Mitteln zur Verfügung zu stellen, um am Dowesee Hinweisschilder und Informationstafeln aufzustellen, die u.a. auf das Fütterungsverbot von Tieren am Dowesee hinweisen (DS 21-15869). In einer Mitteilung zu diesem Antrag (DS 21-15869-01) sagt die Verwaltung zwar, dass solche Maßnahmen ggf. nur einen geringen Effekt haben, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass effektivere Maßnahmen, wie regelmäßige Kontrollen und die direkte Ansprache der Fütternden mit den vorhandenen Personalressourcen nicht möglich sind. Insofern scheint es keine sinnvollere und praktikablere Möglichkeit zu geben, als das Aufstellen von Schildern, um auf das geltende Fütterungsverbot aufmerksam zu machen.

 Bislang wurden einfache Fütterungsverbotsschilder (Piktogramme) an den Außenbereichen der beiden Eingangsbereiche angebracht. Weiterhin wurden Piktogrammschilder (ca. 15x15 cm) ebenerdig in den Boden eingelassen. Leider wurden diese Schilder nicht an allen relevanten Stellen angebracht. Erwähnt sei z.B. das Fehlen eines Schildes an der ehemaligen süd-östlichen „Fütterungsstelle“. Dies wäre aber aus unserer Sicht absolut sinnvoll und notwendig.

Zusätzlich wäre, neben den einfachen Piktogramm-Verbotsschildern, dringend geboten, in den Zugangsbereichen zum Schul- und Bürgergarten Informationstafeln aufzustellen, auf denen die Zusammenhänge zwischen dem Füttern der Wildtiere und dem daraus folgenden Schaden für das Biotop des Dowesees anschaulich dargestellt sind.

Dieser Wunsch - Aufstellung von erklärenden Infotafeln - wurde auch oft in den vielen persönlichen Gesprächen von Besuchern gefordert, da ihnen die ökologischen Zusammenhänge bis dato nicht klar waren. Weiterhin wurde von sehr vielen Besuchern die außerordentlich positive Wirkung der Presseartikel erwähnt. Viele Besucher merkten hier an, dass sie erst durch die Presseartikel aufmerksam wurden, dass man die Tiere am Dowesee nicht füttern sollte. Sehr positiv ist auch anzumerken, dass die Verwaltung umfangreiche Maßnahmen zur Abfischung der Wasserlinsen ergriffen hat und dies nun dazu geführt hat, dass wieder Sauerstoff und Licht in den See gelangen können.

Auch wurden hierdurch große Mengen an Überschuss-Nährstoffen dem See entzogen. Somit scheint der See zumindestens vorübergehend stabilisiert worden zu sein. Damit

dieser Erfolg jedoch nicht zu Nichte gemacht wird, bedarf es aus unserer Sicht weiterer Betreuung des Sees.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um einen Sachstandsbericht und um die Beantwortung

der folgenden Fragen:

 

 

1. Plant die Verwaltung weitere Schilder, insbesondere an den beliebten Fütterungsstellen,

    am Dowesee aufzustellen bzw. abgängige Schilder zeitnah zu ersetzen?

 

2. Unterstützt die Verwaltung das Anliegen, die Besucher*innen des Schul- und

    Bürgergartens z.B. durch entsprechende erklärende Informationstafeln auf die

    ökologischen Folgen des Fütterns der Tiere aufmerksam zu machen?

 

3. Welche anderen Maßnahmen zur Verminderung des Nährstoffeintrages und der

    Einschränkung des Fütterns der Tiere am Dowesee sieht die Verwaltung, außer den hier

    angesprochenen(Schilder, Kontrollen, Ansprachen), noch?

 

Falls möglich bitten wir noch um Beantwortung folgender vierter Frage. Sollte dies aus formalen Gründen nicht möglich sein, da formell nur 3 Fragen gestattet sind, bitten wir die vierte Frage auszulassen und nur die obigen 3 Fragen zu beantworten.

 

4. ergänzende  Alternativfrage:

 

Wäre es z.B. aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, jeweils zu Beginn eines Frühjahres, in einer eng abgestimmten Presseaktion auf die Folgen von Wildtierfütterungen an Gewässern hinzuweisen?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Gez.

Rochus Jonas

 

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Anlagen

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