Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 22-18250

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an allen Planungs- und Entscheidungsprozessen der kommunalen Politik ist ein wichtiges Instrument, um die Wünsche und Bedürfnisse der jungen Generation abbilden und daraus Handlungsfelder ableiten zu können.

Strukturell in Braunschweig verankert ist bisher die Braunschweiger Jugendkonferenz, an welcher sich Kinder und Jugendliche ungebunden und je nach Interesse beteiligen können. Die Ergebnisse der seit 6 Jahren stattfindenden Konferenz werden jährlich im Jugendhilfeausschuss präsentiert. Jedoch gibt es wenig Möglichkeiten nachzuverfolgen, wie mit den Ideen umgegangen wird und ob diese umgesetzt werden.

Auch projektorientierte Ansätze zur Kinder- und Jugendbeteiligung sind in Braunschweig längst ein wichtiges Instrument, um die Wünsche und Bedarfe der Kinder und Jugendlichen bei konkreten Vorhaben zu ermitteln. So hat die Verwaltung allein im letzten September drei Beteiligungsaktionen initiiert: Zu nennen sind hier die Kinder und Jugendbeteiligungsaktionen zur Erneuerung des Skate- und Basketballplatzes im Prinzenpark, die Aktion zur Sanierung des Spielplatzes Celler Heerstraße/Ölper Turm (Ds. 22-17809) und die Aktion zur Umgestaltung des Bolzplatzes Hondelager Weg (Ds. 22-17774).

Besonders im Fall des Ausbaus und der Umgestaltung des Bolzplatzes am Hondelager Weg ist es der Verwaltung gelungen, die Auswertung der Beteiligung und die daraus abgeleiteten Planungen klar sichtbar zu machen. So wurden alle Wünsche der Kinder und Jugendlichen aufgezählt und nach Anzahl der Nennungen sortiert. Beispielsweise wünschten sich 29 Kinder und Jugendliche ein Trampolin, 21 Klettermöglichkeiten, 14 Rutschmöglichkeiten und 8 Basketballkörbe. Auch wurde dargestellt, wie die konkreten Wünsche in die Gestaltung des Spielraumes einfließen. So kann der Stellungnahme der Verwaltung entnommen werden, dass das geplante Hauptspielgerät, ein Baumhaus, „die Wünsche der Kinder nach einem herausforderndem Kletter- und Balancierangebot [erfüllt]“ und ein Trampolin errichtet werden soll, „das dem vielfach geäußerten Wunsch aus der Kinderbeteiligungsaktion entspricht“. Wir begrüßen diese transparente Präsentation der Aktion und wünschen uns einen solchen Umgang künftig für alle Beteiligungsformate.

Diese Transparenz ist nicht nur für die Gremien relevant, sondern kann künftig einen positiven Einfluss auf die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an entsprechenden Aktionen haben. Denn nur wer Feedback erhält und nachvollziehen kann, welche Wünsche umgesetzt werden, ist motiviert, sich erneut zu beteiligen. Wichtig ist hierbei auch offenzulegen, warum gewisse Ideen nicht umgesetzt werden können. Dies gilt nicht nur für kurzzeitige projektbezogene Beteiligung, sondern in besonderem Maße auch für Formate wie die Jugendkonferenz. Motivierte Kinder und Jugendliche arbeiten erfahrungsgemäß oft weiter an ihren Themen und engagieren sich langfristig für ihre Belange.

Wir fragen daher:

1. Wie sollen künftig die Ergebnisse aller Formen von Kinder- und Jugendbeteiligung aufgearbeitet werden, sodass transparent wird, welche Ideen aus den Aktionen entstanden sind, wie diese umgesetzt wurden oder warum einige Wünsche nicht umgesetzt werden konnten?

2. Plant die Verwaltung eine Stelle einzurichten, die die Kinder- und Jugendbeteiligung zentral koordiniert und künftig Auskunft geben kann, über Anzahl der TeilnehmerInnen, Ablauf der Aktionen und andere relevante Faktoren?

 

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