Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 22-18645

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen und die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas geben Anlass, über einen deutlich stärkeren Ausbau der Photovoltaik nachzudenken, als es bisher der Fall war. Denn das importierte russische Gas wird in wesentlichen Anteilen zur Verstromung eingesetzt. Darüber hinaus beschränkt sich das Konzept der in Gründung befindlichen Energiegenossenschaft Braunschweiger Land e. G. zunächst nur auf zwei größere Freiflächenanlagen. Es bietet sich deshalb an, zusätzliche Standorte zu suchen, die die Installation von größeren Anlagen zulassen. Die Stadt Braunschweig als „Autostadt" bietet eines, was viele andere Städte in diesem Maße nicht bieten: sehr viele Verkehrswege. Diese Verkehrswege, die bereits versiegelt sind, können zur Installation von Photovoltaikanlagen genutzt werden. Eine gute Inspiration bietet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (vgl. https://www.ise.fraunhofer.de/de/geschaeftsfelder/photovoltaik/photovoltaische-module-und-kraftwerke/integrierte-pv/integration-verkehrswege.html, zuletzt eingesehen am 21. April 2022, 18.30 Uhr).

So können Straßen und Plätze mit Photovoltaik-Elementen gepflastert werden (sog. Solarpflaster). Hier vertreiben Tesla und das ungarische Unternehmen Platio bereits nutzbare Solarfliesen. Es könnten Straßen mit PV-Anlagen überdacht werden und Lärmschutzwände mit senkrecht hängenden Photovoltaik-Modulen bestückt werden.

Das auf der Autobahn 3 bei Aschaffenburg vom Bundesverkehrsministerium auf einer Länge von etwa 900 m betreute Pilotprojekt für eine in eine Lärmschutzwand integrierte 3 m hohe PV-Anlage ist erfolgreich abgeschlossen. Es liefert Strom für insgesamt 25 Vier-Personen-Haushalte.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Wie kann die Verwendung von Solar-Pflaster in die Verkehrswege-Planung bzw. auch die Platzgestaltung beim Hagenmarkt integriert werden?

2. Als Standort für überdachte Straßen käme der jetzige Umbau des AK-Süd in Betracht. Dort könnten kurzfristig noch Überdachungen aufgeständert werden. Wie kann die Stadt Braunschweig den Bau von PV-Überdachungen noch nachträglich veranlassen?

3. Als Standort für senkrechte PV-Anlagen bietet sich die Lärmschutzwand auf der Westtangente Braunschweigs an, die auf der ca. 3 km langen Strecke zwischen der Ausfahrt Gartenstadt und bis zur Brücke über die Feldstraße ausschließlich süd-westlich ausgerichtet ist. Kann dieser Standort in die weitere Planung von Freiflächen-PVs durch die Energiegenossenschaft miteinbezogen werden?

 

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